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Jeder Luzerner zahlt 310 Franken für Auswärtige
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Anziehungspunkt vieler Menschen: Die Zentrumsfunktion der Stadt kostet. (Bild: jav)

Studie zu Zentrumslasten der Stadt zeigt Ausmass Jeder Luzerner zahlt 310 Franken für Auswärtige

2 min Lesezeit 28.08.2017, 11:00 Uhr

Ein Besuch im Museum oder eine Fahrt im Bus: Nicht nur Städter nutzen die Infrastruktur in Luzern, sondern auch Auswärtige. Eine neue Studie berechnet, welche Kosten die Städte für ihre Zentrumsfunktion haben. Luzern berappt jährlich knapp 40 Millionen Franken – gehört bei den Pro-Kopf-Ausgaben aber nicht zu den Spitzenreitern.

Die Stadt Luzern ist der Motor der Region Zentralschweiz: Nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im kulturellen Bereich oder in Sachen Verkehr läuft in Luzern mehr als ringsum. Davon profitieren die Städter, aber auch Pendler, das Kulturpublikum oder Touristen. Für die Stadt ist das nicht gratis. Eine Studie von Ecoplan im Auftrag der städtischen Finanzdirektorinnen und -direktoren hat die Ausgaben der Städte dafür miteinander verglichen.

Die Zentrumslasten der Stadt Luzern werden in der Studie auf 39,9 Millionen Franken Franken beziffert. Über den Finanzausgleich wird ein Teil davon abgegolten. Die Studie geht davon aus, dass der Stadt trotzdem eine Belastung von insgesamt 25,2 Millionen Franken bleibt. Auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner entfallen also im Durchschnitt Nettokosten von rund 310 Franken pro Jahr für Leistungen, die Auswärtige in der Stadt Luzern konsumieren. Die Zentrumslasten machen rund 4.5 Prozent der Gesamtausgaben der Stadt aus.

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Kultur und Strassen: 17 Millionen Franken

In den Bereichen Kultur und Strassen bestehen Abgeltungsmechanismen mit dem Kanton Luzern. Dennoch berappt die Stadt Millionen aus ihrem eigenen Portemonnaie. Gemäss Studie bleiben der Stadt 17 Millionen Franken im Bereich Kultur, 13 Millionen Franken für die Strassennutzung (privater Verkehr). Weiter von Bedeutung ist gemäss einer Mitteilung der Stadt der Bereich Sport und Freizeit mit knapp 8 Millionien Franken.

Nutzniesser seien die Agglomeration mit 8 Millionen Franken und der Rest des Kantons mit knapp 7 Millionen Franken. Auf die Kantone Nidwalden, Obwalden und Zug entfallen knapp 3 Millionen und gut 10 Millionen werden dem Rest der Schweiz inklusive dem Tourismus zugeordnet.

Andere Städte zahlen mehr

An der Studie haben insgesamt neun Städte teilgenommen. Die Nettozentrumslasten liegen bei mittelgrossen Städten – zu denen auch Luzern zählt – bei 300 bis 400 Franken pro Kopf, in Lausanne und Bern bei gut 600 und in Genf bei über 1’000 Franken pro Kopf. Städte wie Bern, Biel, St. Gallen, Lausanne und Luzern erhalten pauschale Abgeltungen im jeweiligen kantonalen Finanz- und Lastenausgleich.

Die grossen Unterschiede bei den Zentrumslasten erklären sich unter anderem mit der Grösse und dem Zentrumscharakter der Städte, aber auch mit den unterschiedlichen Systemen in den Kantonen. So ist nicht überall gleich geregelt, welche Aufgaben die Gemeinden übernehmen und wie sie dafür entschädigt werden. 

Die Stadt Luzern will die Ergebnisse der Studie in den künftigen Diskussionen einbringen, beispielsweise über den Finanzausgleich. Gemäss der Stadt ist es wichtig, dass die Leistungen der Städte angemessen und fair entschädigt werden.

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