«Ja zum Bebauungsplan Salesianum»

2 min Lesezeit 11.02.2016, 11:45 Uhr

In seinem Leserbrief spricht sich Urs Zahner, kaufmännischer Leiter des Instituts Menzingen für den Bebauungsplan des Salesianums aus. Die Alfred Müller AG als einheimischer Investor könne sensibel mit dem Ensemble Salesianum umgehen und bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Die Stadtzuger Stimmberechtigten sind aufgerufen, erneut zum Bebauungsplan Salesianum Stellung zu nehmen, nachdem diese bereits im Jahre 2011 klar JA gesagt haben. Zwischenzeitlich wurde die gerichtlich erzwungene Neubearbeitung vorgenommen, indem auf die grösseren Gebäude verzichtet und auch die Ausnützungsziffer von 70 auf 50, also um 40% reduziert wurde. Zur Erinnerung: Das Gebiet Salesianum zwischen Bahnlinie und Artherstrasse ist seit 1975 als Bauzone definiert und im neuen Bauzonenplan der Stadt Zug von 2009 auch als solche bestätigt. Der Pachtbetrieb neben diesem Baugebiet bleibt weiterhin wie bisher erhalten und wird vom bisherigen Pächter weiterbetrieben.

In der gegenwärtigen Debatte wird immer wieder die noch nicht definitiv bestimmte öffentliche Zugänglichkeit und Nutzung des historischen Gebäudes von Gegnern ist Feld geführt. Fakt ist, dass im Bebauungsplan klar bestimmt ist, dass eben gerade mit diesem Bebauungsplan die Rahmenbedingungen für die öffentliche Nutzung geschaffen werden sollen. Der Grosse Gemeinderat hat beschlossen, dass «ein angemessener Anteil der anrechenbaren Geschossfläche des Salesianums öffentlich zugänglich sein muss». Mit diesen klaren Regeln muss die Bauherrschaft zwingend bei der Baueingabe, welche nach Rechtskraft des Bebauungsplanes und nach einer konkreten Planung möglich ist, aufzeigen, wie diese aussehen soll. Der Stadtrat als Bewilligungsbehörde hat damit eine gesetzliche Handhabe, den Beschluss des Grossen Gemeinderates umzusetzen.

Die Menzinger Schwestern als Grundeigentümerin haben das Bauland der Alfred Müller AG im Baurecht übertragen, damit einerseits die hohen Kosten einer Instandstellung und Aufwertung des teilweise historischen Gebäudes «Salesianum» getragen werden und andererseits qualitativ guter Wohnraum erstellt werden kann. Die Alfred Müller AG als grosser einheimischer Investor hat die nötige Erfahrung, mit dem Ensemble Salesianum sensibel umzugehen und die Fähigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, was sie schon in anderen Bauprojekten zur Genüge bewiesen hat.

Der Bebauungsplan, welcher von der Stadt Zug zusammen mit der Bauherrschaft und in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege erarbeitet wurde, verdient ein kräftiges zweites Ja.

Urs Zahner, kaufm. Leiter, Institut Menzingen

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