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Ist der FC Luzern nur noch ein Kindergarten?
  • Sport
Wer schafft es, eine mittelfristige Trainerlösung zu finden? Die FCL-Führung um Philipp Studhalter und Remo Meyer steht in der Kritik. (Bild: zvg)

Harsche Kritik und kreative Aktionen der Fans Ist der FC Luzern nur noch ein Kindergarten?

3 min Lesezeit 1 Kommentar 18.02.2019, 12:23 Uhr

Die sofortige Freistellung von René Weiler als FCL-Trainer sorgt im Umfeld des Vereins für gesalzene Reaktionen. Nicht nur in den sozialen Medien. Zwei eingefleischte Fans drücken ihren Unmut über die Vereinsführung auf kreative Art aus. 

Tag eins nach der Entlassung von René Weiler als FCL-Coach. Während die Verantwortlichen des Vereins am Montagvormittag an einer offiziellen Pressekonferenz über die Hintergründe von Weilers Freistellung informieren, scheinen bei den Fans die Meinungen schon gemacht.

Stöbert man durch die sozialen Medien, trifft man wenig überraschend auf hunderte von Kommentaren und Tweets zum jüngsten Personalentscheid beim FC Luzern. Der Tenor: Schuld an der Misere des Vereins, der mit drei Niederlagen ins 2019 gestartet ist, hat Sportchef Remo Meyer. Glaubt man den Kommentaren, scheint beim FCL viel Dilettantismus im Spiel zu sein.

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Der FCL: Nur noch ein Kindergarten

Doch die Anhänger machen ihrem Unmut nicht nur in den Kommentarspalten Luft. Sie greifen auch zu äusserst kreativen Mitteln. Zum Beispiel die beiden Brüder und FCL-Fans Raffi und Michi Gründeler, die vor gut eineinhalb Jahren ihren eigenen FCL-Talk ins Leben gerufen haben (zentralplus berichtete). Ihre Botschaft auf den Punkt gebracht: Der FCL ist nichts mehr als ein Kindergarten oder sogar ein Saustall.

Sogar als Saustall wird der FCL mittlerweile betitelt.

Sogar als Saustall wird der FCL mittlerweile betitelt.

(Bild: zvg)

«Es sind unsere Art und unsere Mittel, unseren Protest gegen den Entscheid kundzutun, den wir nicht gutheissen können», sagen die beiden auf Anfrage. Sie wirken ein wenig müde. Kein Wunder, haben sie doch die ganze Nacht an ihrer Aktion gearbeitet. «Je nachdem wie die Pressekonferenz am Montag abläuft, werden wir noch weiter machen», so die Gründelers.

Nichts geht mehr: Die beiden Fans sind nicht damit einverstanden, dass die Schuld für die sportliche Misere einfach auf René Weiler abgeschoben wird.

Nichts geht mehr: Die beiden Fans sind nicht damit einverstanden, dass die Schuld für die sportliche Misere einfach auf René Weiler abgeschoben wird.

(Bild: zvg)

Es gibt nichts mehr zu sagen: Für die Gründeles scheint die Lage im Vorstand hoffnungslos.

Es gibt nichts mehr zu sagen: Für die Gründelers scheint die Lage im Vorstand hoffnungslos.

(Bild: zvg)

Ist die Vereinsleitung auf der Höhe ihrer Aufgabe?

Nicht weniger zimperlich geben sich die FCL-Fans auf Facebook und Twitter. Für viele ist der Vorstand und allen voran Remo Meyer den Aufgaben, welche die Leitung eines Super League Clubs mit sich bringen, nicht gewachsen.

«Diese absoluten Nullnummern im Vorstand sind einmal mehr überfordert», schreibt ein genervter Anhänger. «De Remo isch schuld … Remo raus!», kommentiert ein anderer. 

Eine klare Message an den Sportchef.

Eine klare Message an den Sportchef.

(Bild: Screenshot Facebook)

Aber auch die Spieler bekommen ihr Fett weg. Sie scheinen mit den Kopf immer noch in den Ferien zu stecken und würden ideenlos agieren. «Wo sind alle die alten Spieler, die noch im alten und gefüllten Allmendstadion aufliefen», hadert ein User mit der aktuellen Lage des Vereins. Die Fans müssten nun endlich etwas unternehmen und sich das Ganze nicht mehr bieten lassen, fordert er die Anhänger auf. Der FCL sei ein Zirkus oder ein Kasperlitheater, heisst es andernorts.

Nicht nur der Vorstand, auch die Spieler bekommen ihr Fett weg. Die Fans sollen sich das Ganze nicht mehr bieten lassen, fordert dieser Fan.

Nicht nur der Vorstand, auch die Spieler bekommen ihr Fett weg. Die Fans sollen sich das Ganze nicht mehr bieten lassen, fordert dieser Fan.

(Bild: zvg)

Dieser Fan wird die FCL-Spiele künftig boykottieren.

Dieser Fan wird die FCL-Spiele künftig boykottieren.

(Bild: Screenshot Facebook)

«Probleme werden unter den Teppich gekehrt»

Sehr differenziert äussern sich die Gründeler-Brüder in der Kommentarspalte von zentralplus. Die sportliche Leitung war mit der Person von René Weiler überfordert, so ihre Aussage: «Ich erinnere mich als man Weiler vorgestellt hat, und jedem klar war, vom FCL bis hin zu den Medien, dass Weiler allfällige Probleme nicht unter den Teppich kehrt, sondern direkt ansprechen wird! Zuviel für die Amateurhafte Sportliche Führung in diesem Verein! Diese Story wird nur noch übertroffen, dass von allen Seiten dass Problem erkannt wird/wurde.» 

Raffi (links) und Michi Gründeler im offiziellen ‹Tackling›-Shirt.

Die Brüder und FCL-Fans Raffi (links) und Michi Gründeler.

(Bild: les)

Auch auf Twitter geht’s zur Sache:


 


 

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1 Kommentare
  1. Heinz Gadient, 18.02.2019, 15:33 Uhr

    Braucht es als Sportchef eigentlich eine Ausbildung? Oder kann das jeder mittelmässige Fussballer nach seiner Karriere werden, wenn es ihm stinkt, als Fahrlehrer oder Autoverkäufer zu arbeiten? Seit Jahren die gleiche Leier beim FC Luzern – DER FISCH STINKT VOM KOPF HER.