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Start der Reihentests an den Luzerner Primarschulen gehen die Isolations- und Quarantänezahlen massiv hoch.
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Nach dem Start der Reihentests an den Luzerner Primarschulen gehen die Isolations- und Quarantänezahlen massiv hoch. (Bild: Kanton Luzern / Adobe Stock)

Nach Start der Reihentests an Primarschulen Isolationszahlen an Luzerner Volksschulen steigen massiv

4 min Lesezeit 2 Kommentare 14.01.2022, 16:49 Uhr

Luzerner Primarschulen führen seit dieser Woche Reihentests durch. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: Die Anzahl der Schülerinnen, die sich in Isolation befinden, ist im Vergleich zur Vorwoche massiv angestiegen.

Das sind eindrückliche Zahlen, welche uns das Bildungs- und Kulturdepartement zustellt. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Schüler in Isolation oder Quarantäne massiv angestiegen.

Das ist wenig überraschend, denn seit dieser Woche nehmen die Schülerinnen im Kanton Luzern an freiwilligen Reihentests teil (zentralplus berichtete). Dieses Angebot begrüssen in der Stadt Luzern viele Eltern. Sie haben schon vor zwei Monaten gefordert, dass Reihentests in der Primarschule Luzern eingeführt werden (zentralplus berichtete). Auslöser dieser Forderung war der grössere Ausbruch im Schulhaus Säli. Über 50 Kinder waren betroffen, doch der Kanton lehnte Pooltests damals trotzdem ab.

Nun ging es also in dieser Woche los mit den Spucktests. Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann war am Montag höchstpersönlich im Schulhaus Rainheim in Wolhusen bei der ersten Testung dabei. Dabei betonte er: «Ich bin froh, wenn sich möglichst viele Schülerinnen und Schüler testen lassen – so können wir die Ansteckungsketten in den Schulen früh unterbrechen und vermeiden viele familiäre Quarantänefälle.»

Rund 700 Schüler sind in Isolation – in der Vorwoche waren es noch 371

Ein Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen aus dem Kanton Luzern zeigt, dass viele dieser Tests offenbar ein positives Ergebnis angezeigt haben.

Die Zahlen, welche uns das Bildungs- und Kulturdepartement liefert, sind vom 13. Januar. Sie zeigen eine deutliche Steigerung im Bereich der isolierten Schülerinnen und Schüler. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Schüler, die sich in Isolation befinden, um rund 325 gestiegen – von 371 auf 696.

Unter den 696 Schülerinnen in Isolation sind 92 Kinder, die noch keine Maske tragen müssen. Also jene aus dem Kindergarten und der Basisstufe. In der Vorwoche waren es noch 42 Kinder aus diesen Stufen. Damit hat sich die Zahl der positiven Fälle auf dieser Stufe verdoppelt.

939 Lernende sind in Quarantäne – 286 mehr als in der Vorwoche

Auch die Zahl der Schüler, die sich in Quarantäne befinden, hat im Vergleich zur Vorwoche deutlich zugenommen. Dort ist die Zahl von rund 650 auf knapp 940 Schülerinnen angestiegen. Besonders gross war der Anstieg bei den Kindern in der Basisstufe. Alleine auf dieser Stufe sitzen im Vergleich zu letzter Woche über 100 Kinder mehr zuhause in Quarantäne.

Wie das Kultur- und Bildungsdepartement ebenfalls bestätigt, befindet sich trotz der hohen Isolations- und Quarantänezahlen keine Klasse im Fernunterricht. Damit ist ein wichtiges Ziel erreicht.

Die Schülerinnen und Schüler machen einen grossen Teil der Menschen in Quarantäne aus. Total sind laut Lustat Statistik 2’396 Leute im Kanton davon betroffen. In Isolation befinden sich 4’501 Leute.

Also sind rund 39 % von allen Menschen im Kanton Luzern, die in Quarantäne sind, Schülerinnen und Schüler.

Kaum Veränderungen bei den Lehrerinnen

Bei den Lehrern im Kanton Luzern ist die Zunahme der positiven Coronafälle marginal. Im Vergleich zur Vorwoche sind nur gerade vier Lehrpersonen mehr in Isolation und zehn mehr in Quarantäne.

Insgesamt befinden sich somit 181 Lehrpersonen in Isolation und 56 Lehrpersonen in Quarantäne. Im ganzen Kanton unterrichten rund 6’000 Lehrpersonen auf dieser Stufe. Rund 42’000 Kinder und Jugendliche besuchen im Kanton Luzern die Volksschule.

Es läuft noch nicht alles rund in Luzern

Mit den Reihentests kommt viel Arbeit auf den Kanton, die Schulen und die Labore zu. Dies kann auch zu Problemen führen, wie zum Beispiel in Zug. Weil ein Partnerlabor des Kantons aktuell überlastet ist, mussten mehrere Schulen die Reihentests stoppen (zentralplus berichtete). Gesundheitsdirektor Martin Pfister bedauert diesen Schritt. «Die Reihentests an den Schulen haben sich im bisherigen Verlauf der Pandemie als wirkungsvolles und gut akzeptiertes Mittel zur Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts sehr bewährt.»

Wenn die Analysekapazitäten es zulassen, gehen die Tests an den Schulen im Kanton Zug weiter.

Gehen wir wieder nach Luzern. Als Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann am Montag das Schulhaus Rainheim in Wolhusen besucht, scheint es gut zu laufen. So berichtet Schulleiter Benedikt Küng in der Kantonsmitteilung, dass die Beteiligungsquote hoch ist. Pro Klasse verzichten nur etwa zwei bis drei Kinder auf die präventive Testung.

Wie gut die Tests allgemein in Luzern angelaufen sind, kann der Kanton noch nicht sagen. Luzern sammle derzeit noch die ersten Erfahrungen. Das Bildungsdepartement bestätigt aber, dass noch nicht alles rundläuft. Allerdings gäbe es nach der ersten Testwoche keinen Grund, bereits etwas an der Testprozedur zu ändern.

Start der Reihentests an der Primarschule: Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann besucht die Klasse PS12b von Andrea und Florian Odermatt beim Testen.
Start der Reihentests an der Primarschule: Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann besucht die Klasse PS12b von Andrea und Florian Odermatt beim Testen.
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2 Kommentare
  1. Karl-Heinz Rubin, 15.01.2022, 03:23 Uhr

    Wünsche Ihnen Herr Schwerzmann noch viel Kraft im 2022.
    Sie sollten sich bei meinem Sohn und meiner Familie entschuldigen.
    Der Fehlentscheid hat meinen Sohn traumatisiert.
    Und Sie und das DVS reagieren immer noch mit einer sehr grossen Überheblichkeit.
    Wie ich Ihnen schon mitgeteilt und der Kantonsregierung, wird es eine Zeit der Aufklärung geben.
    Ich wünsche Ihnen Herr Schwerzmann viel Kraft fürs Jahr 2022.

    1 👍 Gefällt mir 0 👏 Applaus 0 🤔 Nachdenklich 2 👎 Daumen runter
  2. Hegard, 14.01.2022, 19:49 Uhr

    Der Gesundheits cheff reklamiert und jammert die ganze Zeit und schlampt selber bei wichtigen Masnahmen.Er würde besser in den Spiegel schauen,anstatt auf andere zeigen,ist halt bequem für sein Ego

    1 👍 Gefällt mir 0 👏 Applaus 0 🤔 Nachdenklich 2 👎 Daumen runter

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