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Ins Luzerner Schuhhaus Riesen soll eine Beiz einziehen
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Geht es nach der Eigentümerin, soll es im Ladenlokal schon bald eine Beiz geben. (Bild: bic)

Auf dem Stiefelplatz wird wohl weiterhin gewirtet Ins Luzerner Schuhhaus Riesen soll eine Beiz einziehen

3 min Lesezeit 1 Kommentar 12.07.2018, 16:37 Uhr

Ende August ist Schluss auf dem Stiefelplatz in der Luzerner Altstadt: Das Restaurant Emilio, das auf dem Platz seit Jahren eine Gartenbeiz betrieben hat, schliesst seine Türen. Doch es gibt gute Nachrichten: Schon bald soll im Lokal des Schuhhauses Riesen eine neue Beiz eröffnen. Bevor es so weit ist, gibt es allerdings noch einige Fragen zu klären.

Noch herrscht viel Betrieb auf dem kleinen, aber schmucken Stiefelplatz in der Luzerner Altstadt. Die Tische des Restaurants Emilio laden zum Verweilen ein. Kein Wunder, sind sie auch an diesem hochsommerlichen Vormittag gut besetzt. Doch Ende August ist Schluss damit. Das Emilio schliesst seine Pforten (zentralplus berichtete). 

Doch es gibt gute Neuigkeiten. Schon bald wird wohl ein neuer Wirt am Stiefelplatz in die Bresche springen. Allerdings nicht mehr im gleichen Lokal wie das Emilio, sondern in den Räumlichkeiten des Schuhhauses Riesen, das ebenfalls bald für immer schliesst. Der Inhaber geht in Pension (zentralplus berichtete).

Nach Möglichkeit ein Gastrobetrieb

Jedenfalls deuten einige Anzeichen auf eine neue Beiz hin. «Wir sind mit verschiedenen Personen im Gespräch, die sich für das Lokal interessieren. Wir streben in erster Linie die Vermietung der Lokalität an einen Gastrobetrieb an», sagt Enrico Internicola von der Immobilienfirma, der die Liegenschaft am Stiefelplatz gehört.

Zurzeit könne er aber noch keine weiteren Auskünfte geben, da man sich noch in der Verhandlungsphase befinde. Über den zeitlichen Horizont kann deshalb noch nichts gesagt werden.

Freude beim Quartierverein

Mit Freude nimmt man die Kunde beim Quartierverein Altstadt zur Kenntnis, wie Präsident Pierre Rügländer auf Anfrage sagt. «Wir würden uns sehr freuen, wenn an diesem Einfallstor zur Altstadt auch weiterhin gewirtet würde.» Vom Vermieter sei man bisher allerdings noch nicht über die Pläne in Kenntnis gesetzt worden. «Dies ist aber normal», so Rügländer.

Ginge es nach dem Quartierverein, soll der Platz künftig im gleichen Stil bewirtet werden wie heute. «Wir würden es sehr begrüssen und wären auch sehr daran interessiert, Ideen im Sinne eines Brainstormings einzubringen, sollte dies erwünscht sein», sagt Rügländer.

Offene Fragen müssen rasch geklärt werden

Er könne sich jedenfalls vorstellen, dass noch einige Fragen, insbesondere zum Betrieb einer Gartenwirtschaft, geklärt werden müssen. «Zentral ist, dass man möglichst rasch mit der Stadt und vor allem auch mit den Nachbarn in Kontakt tritt, um allfällige Unstimmigkeiten zu klären.» Zum Beispiel, wo über Nacht das Mobiliar gelagert werden soll, sagt Rügländer. Solche Fragen seien oft nicht ganz einfach zu klären.

Dieser Punkt trage sicher ein gewisses Konfliktpotenzial in sich, auch wenn er nichts verschreien möchte. Denn es wäre sehr bedauerlich, sollte es mit einer Beiz nicht klappen. «Wir haben vor drei Jahren am Hirschenplatz schon den Hirschen verloren. Es wäre sehr schade, wenn nun ein weiterer Platz von einem solchen Schicksal ereilt würde.»

Rügländer sieht bei mehreren Plätzen noch Potential.

Würde sich über eine neue Beiz freuen: Pierre Rügländer, Präsident des Quartiervereins Altstadt.

(Bild: les)

Es wäre nicht die erste Beiz im Lokal

Dass es sich im heutigen Schuhgeschäft durchaus wirten lässt, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Bereits vor einigen Jahrzehnten war im Erdgeschoss des Gebäudes die Wirtschaft zum Stiefel einquartiert, die dem Platz auch seinen Namen gab. Ein Stiefel aus Sandstein, oberhalb des ehemaligen Eingangs, weist bis heute auf das ehemalige Lokal hin. Der Name der Beiz wäre wohl schon vorprogrammiert. 

Kann sich Rügländer also wieder eine solche Beiz vorstellen? «Ich kann mich nur noch vage an den Stiefel erinnern. Ich war noch ein Junge, als er geschlossen wurde.» Die Beiz sei aber wohl nicht für 20-Jährige gedacht gewesen, sagt Rügländer lachend.

Der steinere Stiefel beim Eingang in die ehemalige Gaststube.

Der steinerne Stiefel beim Eingang in die ehemalige Gaststube.

(Bild: bic)

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1 Kommentare
  1. rob bruder, 31.01.2019, 20:53 Uhr

    Also ich kann mich noch gut an die sich damals im ersten Stock des fraglichen Hauses befindende Beiz, den Stiefel, erinnern. Wie auch an das Wirtepaar – die auch damals schon etwas in die Jahre gekommene Dame war so etwas wie ein Original. Wir waren um die achtzehn bis zwanzig Jahre und haben dort unsere ersten Kaffichrüter genossen – meistens ein paar zuviel und zudem waren die Wirte sehr grosszügig beim Abmessen der Schnapsmengen! Im Parterre befand sich auch eine Beiz, da sassen eher die groberen Gesellen und ich erinnere mich, dass hier – 1965/66 – sehr wahrscheinlich eine der ersten Joints auf dem Platz Luzern geraucht wurde – da wusste noch niemand Bescheid und der süssliche Geruch erweckte höchstens Neugierde!

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