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In zwei Gemeinden bereits gewählt
  • Politik
Das Regierungsgebäude in Zug. (Bild: Archiv)

Eingabeschluss Zuger Wahlen In zwei Gemeinden bereits gewählt

3 min Lesezeit 29.07.2014, 16:29 Uhr

Nach Ablauf des Eingabeschlusses ist klar: So viele Kandidaten wie 2014 gab es für die Zuger Kantonsratswahlen noch nie. 245 Personen stellen sich für die 80 Sitze zur Verfügung. In zwei Gemeinden sind die Gemeinderäte faktisch bereits gewählt, in einer anderen tauchte kurz vor Wahlende ein Bademeister auf.

Für die 80 Kantonsrats-Sitze haben sich 245 Personen beworben. Wegen dem neuen Wahlsystem (Doppelter Pukelsheim) ist die Anzahl nochmals gestiegen im Vergleich zur letzten Wahl vor vier Jahren (231).

Neu in den Zuger Stadtrat wollen Urs Raschle (CVP), Jolanda Spiess-Hegglin (Alternative – die Grünen), Stefan Moos (FDP), Michèle Kottelat (glp), Jürg Joseph Messmer (SVP) und Urs Bertschi (SP). Sie alle kämpfen um den frei werdenden Sitz von Andreas Bossard und stellen sich zusammen mit Dolfi Müller (SP), André Wicki (SVP), Karl Kobelt (FDP), Vroni Straub-Müller (CSP) zur Wahl ins das fünfköpfige Gremium. Wie bereits seit längerem bekannt ist, möchte André Wicki dabei seinen Chef Dolfi Müller aus dem Stadtpräsidenten-Sessel verdrängen.

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Stille Wahlen in zwei Gemeinden

In den Gemeinden kandidieren deutlich weniger Personen als noch vor vier Jahren. Faktisch bereits gewählt sind die Gemeinderäte von Hünenberg und Unterägeri. In beiden Gemeinden haben sich neben den fünf Bisherigen keine weiteren Kandidaten beworben. Damit wird keine Urnenwahl stattfinden.

In Unterägeri bleibt die Besetzung damit wie bis anhin mit vier Bürgerlichen (Gemeindepräsident Josef Ribary und Walter Bruhin, beide FDP; Josef Iten-Nussbaumer, CVP; Walter Bruhin, SVP sowie Beat Iten, SP). Gemeindepräsident Josef Ribary freut sich über die stille Wahl: «Wir haben abgewartet, ob es eventuell noch Kandidaten von kleineren Parteien oder Parteilose gibt, die sich melden.» Aber eigentlich seien sie zu 80 Prozent sicher gewesen, dass es sich so abspielen werde. «Fremde» hätten laut Ribary wohl eher Mühe gehabt, sich bei der Wahl gegen die bisherigen Gemeinderäte durchzusetzen. «Wir fünf haben in den letzten Jahren keine grosse Angriffsfläche geboten und sind wenig in der Kritik gestanden», so Ribary. Die Bevölkerung habe gesehen, dass der Gemeinderat miteinander harmonieren würde. «Für das Team ist es jetzt natürlich eine gute Ausgangslage so weiterzumachen», sagt Ribary. Und er sei auch nicht ganz unglücklich darüber, dass der Wahlkampf ausfalle, damit er nicht immer für Fotos herhalten müsse.

Parteipolitisch ebenfalls gleich zusammengesetzt bleibt Hünenberg. Zusammen mit Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann (FDP) werden auch 2015 ihr Parteikollege Ueli Wirth, Renate Huwyler (CVP) und Beat Gertsch (SVP) die vier bürgerlichen Sitze halten, ergänzt durch Käty Hofer von der SP.

Regula Hürlimann zeigte sich wenig überrascht über die stille Wahl: «Es hat sich so abgezeichnet, aber man weiss bis zum Stichtag natürlich nie, ob sich nicht doch noch jemand anderes zur Wahl meldet.» Sie freue sich über ihre Bestätigung als Gemeindepräsidentin und das zeige, dass die Bevölkerung und auch die Parteien zufrieden seien mit der jetzigen Situation. Hürlimann «Es ist ein Vertrauensbekenntnis für den Gemeinderat.» Auf die Frage, ob sie den Wahlkampf nicht vermissen werde, sagt Hürlimann: «Da es mein fünfter Wahlkampf gewesen wäre, setze ich die gewonnene Zeit effizienter für die politische Arbeit in unserer Gemeinde ein.»

Eine besondere Situation besteht in Walchwil. Hier stehen die Ersatzwahlen für den tödlich verunfallten Walchwiler Gemeinderat Peter Roth zeitgleich mit den Gesamterneuerungswahlen auf dem Programm (zentral+ berichtete). Insgesamt bewerben sich neun Personen für die fünf Sitze, unter ihnen der parteilose Bademeister Mario Zanella.

Stadtparlament: 117 Kandidierende

Für die 40 Sitze im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) wollen sich insgesamt 117 Personen wählen lassen. Die CVP und FDP stellen je sechs bisherige Kandidaten auf. Neue Kandidaten hat die CVP 14 und die FDP 15.

Bei den Alternativen-Die Grüne, CSP und Jungen Alternativen sind es zusammen fünf bisherige und 19 neue Kandidaten. Die SP, Juso und SP-Frauen stellen auch fünf bisherige und 13 neue auf. Bei der SVP sind es hingegen acht bisherige und 13 neue und bei der glp zwei bisherige und elf neue Kandidaten, die in den Grossen Gemeinderat möchten.

In den Gemeinden und der Staatskanzlei laufen derzeit die Bereinigungsverfahren der Wahlverfahren. Publiziert werden die Kandidatenlisten am Freitag, 15. August.

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