In Zug häufen sich die illegalen Sprayereien
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Das Werk «Trompe-l’œil» in der Katastrophenbucht muss wieder gereinigt werden. (Bild: Leserreporter)

Kunstwerk muss gereinigt werden In Zug häufen sich die illegalen Sprayereien

2 min Lesezeit 1 Kommentar 28.04.2021, 20:08 Uhr

Immer wieder wird das Werk «Trompe-l’œil» entlang der Zuger Katastrophenbucht durch Sprayereien und Tags verunstaltet. Der Stadt kommt die Wiederinstandsetzung des Kunstwerks jeweils teuer zu stehen.

Es ist nicht das erste Mal – und es wird leider auch nicht das letzte Mal sein. Die 112 Meter lange Farbfeldmalerei «Trompe-l’œil», welche die Zuger Katastrophenbucht ziert, wird in diesen Tagen wieder instand gestellt. Ein spezialisierter Maler führt derzeit die notwendigen Arbeiten aus, um die diversen Sprayereien und Tags darauf zu entfernen.

Das von der Zuger Bildhauerin und Malerin Maria Bettina Cogliatti gestaltete Werk «Trompe-l’œil» (1998), musste in der Vergangenheit immer wieder von Schmierereien befreit werden. Aktuell ist es eine Mischung aus politisch aufgeladenen Slogans und den üblichen Tags, die das Werk verunstalten.

Wie die Stadt auf Anfrage von zentralplus mitteilt, wird das Werk in der Katastrophenbucht periodisch instand gestellt. «Dabei geht es nicht um bestimmte Motive, sondern um den Erhalt des gesamten Kunstwerks und das Entfernen aller Graffitis und Kritzeleien», wie Dieter Müller, Leiter Kommunikation der Stadt Zug, auf Anfrage schreibt.

Stadt sieht keine Hotspots

Die Kosten seien flächen- und zeitabhängig. Letztmals wurde das Werk im September 2020 gereinigt. Die Kosten beliefen sich dabei auf 7300 Franken. Der Auftrag bezieht sich nur auf die Katastrophenbucht, da dort ein Spezialist ans Werk muss. Andernorts entfernt der Werkhof die Graffitis.

«Seit November 2020 registrierten wir jedoch in Zug eine Reihe von Sprayereien auf Verkehrsschildern, welche zur Anzeige gebracht wurden.»

Dieter Müller, Leiter Kommunikation der Stadt Zug

Einen eigentlichen Hotspot für solche Sprayereien sei in der Stadt Zug nicht auszumachen, heisst es seitens der Stadt. «Seit November 2020 registrierten wir jedoch in Zug eine Reihe von Sprayereien auf Verkehrsschildern, welche zur Anzeige gebracht wurden», sagt Müller.

Sprayereien sollen gesehen werden

Die Polizei führe zwar keine Statistik nach Sachbeschädigungen und nicht detailliert nach illegalen Sprayereien. «In den vergangenen Monaten kam es jedoch vermehrt zu illegalen Sprayereien und Schmierereien», schreibt Judith Aklin, Kommunikationsverantwortliche der Zuger Polizei auf Anfrage.

Aktuell seien es vor allem auch politische Slogans bestätigt die Polizei. «Diese werden vorzugsweise im öffentlichen Raum an stark frequentierten Örtlichkeiten angebracht, sodass die illegalen Sprayereien und Schmierereien von der Bevölkerung auch wahrgenommen werden», schreibt Aklin.

«Ermittlungen in diesem Bereich sind sehr umfangreich und aufwendig, da die Polizei einer Täterschaft jede einzelne Sachbeschädigung nachweisen muss.»

Judith Aklin, Kommunikationsverantwortliche der Zuger Polizei

Die Zuger Polizei ermittelte in diesen Fällen von Sachbeschädigungen intensiv und könne immer wieder Personen auf frischer Tat festnehmen oder ermitteln. «Ermittlungen in diesem Bereich sind sehr umfangreich und aufwendig, da die Polizei einer Täterschaft jede einzelne Sachbeschädigung nachweisen muss, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.»

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1 Kommentare
  1. Ueli, 30.04.2021, 11:22 Uhr

    Diese Sprayereien sind eine Schande! Ich werde es wohl nie verstehen, warum sich Jugendliche bei Vandalismus gut fühlen. Erziehungsfrage……?

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