In Zug gibt es weiterhin kaum freie Wohnungen
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Im Katon Zug gibt es wwiterhin wenig freie Wohnungen.

416 Objekte sind leer In Zug gibt es weiterhin kaum freie Wohnungen

2 min Lesezeit 05.10.2020, 10:22 Uhr

Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt im Kanton Zug anhaltend hoch. Gleichzeitig steigt der Leerwohnungsbestand im Kanton Zug nur minim an. Zudem wurde die Zählmethodik angepasst.

In der Schweiz ist in den letzten Jahren ein Trend zu mehr leerstehenden Wohnungen festzustellen. So liegt die Leerwohnungsziffer im Durchschnitt aller Kantone per 1. Juni 2020 neu bei 1,72 Prozent, was einem Anstieg der Leerwohnungen um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Kanton Zug weist nach dem Kanton Genf am zweitwenigsten Leerwohnungen auf, wie er in einer Medienmitteilung bestätigt. Am 1. Juni 2020 wurden im ganzen Kanton gemäss einer Zählung des Kantons und der Gemeinden 416 Wohnungen zur Miete oder zum Kauf angeboten; 172 mehr als vor einem Jahr. Die Leerwohnungsziffer liegt somit bei 0,7 Prozent.

Geringe Zunahme

Im Vergleich zu den Erhebungen der letzten Jahre nahm der Leerwohnungsbestand im Kanton Zug 2020 von rund 0,4 Prozent auf 0,7 Prozent zu. Dieser Effekt beruht laut Mitteilung des Kantons auf einer leicht angepassten Erhebungsmethodik – «zumindest teilweise», wie es ergänzend heisst.

Bei der letzten Leerwohnungszählung vom 1. Juni 2019 hätten sich einige wenig plausible Auffälligkeiten gezeigt: Mehrere Gemeinden wiesen keine einzige leerstehende Wohnung aus, in einer anderen Zuger Gemeinde betrug der Leerwohnungsanteil jedoch über 5 Prozent – bei einem kantonalen Mittel von 0,4 Prozent.

Zählmethodik angepasst

Dies habe die Baudirektion veranlasst, gemeinsam mit den Gemeinden die Erhebungsmethodik im Kanton genauer zu analysieren und zu harmonisieren. Neu werden die am Stichtag zur Miete oder zum Kauf angebotenen Wohnungen gezählt. Als Grundlage dazu dient eine Auswertung der 17 grössten Online-Immobilien-Plattformen der Schweiz, die anschliessend von den Gemeinden auf ihre Plausibilität überprüft wird. Die neue Methodik – die mit dem Bundesamt für Statistik koordiniert ist – «hat im Kanton Zug einen leichten Bruch in den Erhebungsreihen zur Folge», wie es weiter heisst.

Gemeinden und Kanton seien jedoch überzeugt, nun über eine zuverlässigere und einheitlichere Datenbasis zu verfügen. Die Baudirektion geht aufgrund eigener Berechnungen davon aus, dass der Leerwohnungsbestand ohne diese Methoden-Harmonisierung leicht von 0,41 Prozent auf zirka 0,5 Prozent angestiegen wäre.

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