In Rotkreuz ist rasen bald erlaubt – und das beim Kaffeetrinken
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Unter Simracing versteht man das möglichst wirklichkeitsgetreu simulierte Fahren – beispielsweise eines Autos. (Symbolbild: Adobe Stock)

Aussergewöhnliches Café geplant In Rotkreuz ist rasen bald erlaubt – und das beim Kaffeetrinken

3 min Lesezeit 12.05.2021, 19:49 Uhr

In der Rotkreuzer Industrie soll diesen Sommer ein aussergewöhnliches Café eröffnet werden. Eines, indem man neben dem Cappuccino auch gleich die Möglichkeit erhält, auf professionellen Töff- und Auto-Simulatoren die wichtigsten Rennstrecken der Welt abzufahren.

Mit 180 km/h in die Kurven, Gas geben, wie es einem beliebt, alles ohne Führerschein und ohne Angst haben zu müssen, ebendiesen wegen erhöhter Geschwindigkeit abzugeben. Eine solches Angebot soll demnächst in Rotkreuz entstehen, wie man einem aufliegenden Baugesuch entnehmen kann.

Konkret soll an der Riedstrasse 1, also mitten im Industriequartier, ein sogenanntes Sim Race Café entstehen, in dem sowohl Auto- und Töff-Simulatoren gemietet werden können, als auch Kaffee und Bier getrunken werden kann.

Unter Simracing versteht man das möglichst wirklichkeitsgetreu simulierte Fahren eines Fortbewegungsmittels, sprich, mit Lenkrad, Pedalen und möglichst realistischer Bildübertragung. Simracing gehört zu den eSports und damit einem Sportbereich, der in den letzten Jahren ziemlich an Bedeutung gewonnen hat. So werden mittlerweile weltweit Wettkämpfe durchgeführt, auch gibt es immer mehr Menschen, die mit eSports ihr Geld verdienen. Auch wenn der FCL ein entsprechendes Projekt nach anfänglicher Euphorie wieder auf Eis legte (zentralplus berichtete).

Damit du eine Vorstellung davon bekommst – so ähnlich sieht das Fahren auf dem Simulator aus:

Ein Ort für Kaffeeliebhaber und Sportfanatikerinnen

Auf Anfrage von zentralplus verrät Christoph Weber, der künftige Geschäftsführer des Cafés: «Unser Konzept ist insofern neu, dass unser Café für jedermann offen sein soll. Egal ob für die Mutter, die gerade mit ihrem Kind am spazieren ist und etwas trinken möchte, oder für den Motorsport-Verrückten, der unsere Simulatoren nutzen möchte.»

So soll der kuchenstück-förmige Raum genutzt werden. Vier Simulatoren und eine Ladentheke sind geplant.

Auch der Nachbarschaft und den Mitarbeitern der umliegenden Büros wolle man einen Treffpunkt bieten, sagt der Stadtzuger. So soll über Mittag auch die Möglichkeit bestehen, um eine Kleinigkeit zu essen. Der Kaffee soll dabei keine Nebenrolle spielen. «Unsere Angestellten werden eine Baristaausbildung absolvieren, ausserdem haben wir eine schöne Kaffeemaschine und bieten eigenen Kaffee an», so Weber.

Hier an der Riedstrasse 1 soll das Café entstehen.

Rasen mit VR-Brille

Konkret wird es im Lokal sowohl Auto- als auch Motorrad-Simulatoren geben, solche, mit denen gar die Profis trainieren. «Mit diesen kann man jede Rennstrecke der Welt abfahren. Teils sogar mit VR-Brille», sagt der einstige Automechaniker, der heute im Orthopädie-Bereich arbeitet.

Das Fahrgefühl soll dabei möglichst realitätsnah sein, erklärt er. «So werden sämtliche Bewegungen vom Simulator nachgeahmt. Dafür sorgen sechs Aktuatoren. Mittels Kolben wird die Plattform zum Bewegen gebracht.»

Der Betrieb soll am 7. August dieses Jahres starten.

Die Riedstrasse 1 aus der Vogelperspektive.

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