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SP Luzern reicht dringliche Anfrage ein In Luzern verschwinden Arbeitsplätze – Was macht die Regierung?

2 min Lesezeit 21.09.2017, 09:53 Uhr

Zwei Nachrichten aus der Luzerner Wirtschaft sorgen für Aufsehen. Das Unternehmen Edwards Lifesciences schliesst den Standort Horw – 250 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Und die Postfinance plant die Schliessung des Kontaktcenters in Kriens.

Die Schliessung der Standorte von PostFinance und Edwards Lifesciences ist sehr einschneidend für die Luzerner Wirtschaft und für die betroffenen Arbeitnehmenden, schreibt die SP Luzern in einer Mitteilung. Die beiden Nachrichten veranlassen die Partei sogar von einem «Firmen-Exodus im Kanton Luzern» zu sprechen. Die SP fragt sich: «Was macht die Regierung?»

350 Stellen würden verloren gehen und damit das Vierfache von dem, was die Wirtschaftsförderung behauptet angesiedelt zu haben. Dies geschehe vor dem Hintergrund, dass die Wirtschaftsförderung die Ansiedlung unterdessen aufgeben hat und – nach eigenen Angaben – sich jetzt auf Bestandespflege fokussieren will. Gegenüber zentralplus hatte sich der Präsident der Wirtschaftsförderung, Walter Stalder, bereits zum Weggang von Edwards Lifesciences geäussert (zentralplus berichtete). «Wir haben uns wirklich sehr dafür eingesetzt, die Firma in Luzern halten zu können», sagt Stalder.

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Regierung setze zu sehr auf tiefe Steuern

Für die Standorte Horw und Kriens, aber für den ganzen Kanton Luzern ist das ein sehr harter Schlag, hält die SP fest. Es sei ein sehr schlechtes Signal, dass solche Firmen dem Kanton Luzern nun den Rücken kehren und Standorte in den Kantonen Aargau und Waadt vorziehen. «Die Regierung kümmert sich zu wenig um die Entwicklung der Luzerner Wirtschaft, weil sie völlig eindimensional auf Wirksamkeit von tiefen Steuern hofft.» so David Roth, Präsident der SP Kanton Luzern.

In einer dringlichen Anfrage will die SP wissen, was Regierung und Wirtschaftsförderung getan haben, um diesen Exodus zu verhindern. Und die SP fordert die Regierung auf, sich beim Bund gegen die zunehmende Zentralisierung von den bundeseigenen Betrieben zu wehren.

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