In eigener Sache
Artikel über Beat Villiger

Zentralplus ist für den Prix Transparence nominiert

zentralplus hat anhand von internen Verwaltungsdokumenten aufgezeigt, wie die Zuger Regierung die Arbeit von Beat Villiger überprüfte – und wird dafür für den Prix Transparence nominiert. (Bild: Symbolbild Adobe Stock)

Welche Auswirkungen hatte der schlechte Gesundheitszustand von Regierungsrat Beat Villiger auf die Arbeit der Zuger Sicherheitsdirektion? Dieser Frage ist zentralplus nachgegangen – und deshalb für einen Medienpreis nominiert worden.

Medien werden gerne als vierte Gewalt bezeichnet, weil sie darüber berichten, wie Exekutive, Legislative und Judikative arbeiten und entscheiden. Missstände ans Licht zu bringen, ist nach diesem Verständnis die vorderste Aufgabe des Journalismus.

Ein wichtiges Instrument dafür ist das Öffentlichkeitsprinzip. Es verpflichtet Behörden zur Herausgabe von verwaltungsinternen Dokumenten. Letztes Jahr haben 37 Redaktionen entsprechende Gesuche gestellt – und so insgesamt 81 teils hochbrisante Artikel geschrieben.

«Dabei deckten sie beispielsweise überhöhte Abgangsentschädigungen für Behördenmitglieder, verdecktes Lobbying von Interessensverbänden oder Sabotagerisiken bei der Schweizer Gasversorgung auf», schreibt Öffentlichkeitsgesetz.ch in einer Medienmitteilung.

Medienpreis für Artikel über die Amtsführung von Beat Villiger?

Der Verein verleiht jedes Jahr den «Prix Transparence», mit dem die beste Recherche-Geschichte des Jahres ausgezeichnet wird. Neu gibt es einen zusätzlichen Preis für die beste Lokalrecherche – und ein Artikel von zentralplus-Redaktor Kilian Küttel ist dafür nominiert.

Er brachte ans Licht, dass die Zuger Regierung die Amtsführung von Sicherheitsdirektor Beat Villiger hat überprüfen lassen, bevor er zurückgetreten ist. Dokumente, die zentralplus gestützt auf das Zuger Öffentlichkeitsgesetz erhielt, zeigen, wie diskret die Untersuchung aufgegleist wurde (zentralplus berichtete).

Zug lebt das Öffentlichkeitsprinzip – Luzern noch immer nicht

Die herausragendsten Transparenz-Storys des vergangenen Jahres ausgewählt haben der Vorstand und die Geschäftsstelle von Öffentlichkeitsgesetz.ch. Eine Fachjury – bestehend aus verschiedenen Chefredaktorinnen und etablierten Journalisten – wählt aus den nominierten Beiträgen in den kommenden Wochen die Gewinnerinnen und Gewinner des Prix Transparence. Die Preisverleihung wird gemäss Geschäftsführer Martin Stoll Ende Februar stattfinden.

Der Kanton Zug kennt das Öffentlichkeitsgesetz schon seit Längerem. Im Kanton Luzern tut man sich hingegen äusserst schwer damit – und schiebt die Einführung seit Jahren auf die lange Bank (zentralplus berichtete).

Verwendete Quellen
  • Liste der Nominierten
  • Liste der Jury-Mitglieder
  • Medienmitteilung Öffentlichkeitsgesetz.ch
  • Telefonat mit Martin Stoll
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