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In diesen Bars wird mit dem FCL gefeiert und gelitten
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Bar Capitol am Bundesplatz, neben den Kinos (Foto: Pawel Streit).

Im Check: Live-Übertragungen in Luzern In diesen Bars wird mit dem FCL gefeiert und gelitten

6 min Lesezeit 19.09.2015, 17:29 Uhr

Fussball macht definitiv mehr Spass in Gesellschaft von Gleichgesinnten. Wer den FCL aber nicht an Auswärtsspiele begleiten mag, hat in Luzern eine grosse Auswahl an illustren Bars, die die Spiele live übertragen. zentral+ hat die Runde gemacht und weiss, wohin welcher Fussballfan am besten passt. Eins vorneweg: Raucher haben’s gut.

Die neue Fussballsaison ist bereits in vollem Gang und für unseren FC Luzern sieht es gar nicht mal so schlecht aus. Das macht Lust auf mehr! Wie es aber der Ligabetrieb will, findet nur die Hälfte der Spiele auf der Luzerner Allmend statt. Wer nicht an jedes Auswärtsspiel fahren mag, das Spiel aber trotzdem in geselliger Atmosphäre schauen möchte, dem bleibt nicht viel anderes übrig, als ins Pub zu gehen.

Da es das legendäre «Altstädtli» und das «Wembley» nicht mehr gibt und sich die «Drei Könige»-Bar vom Fussball losgesagt hat, hat zentral+ die besten Kneipen und Bars getestet, die in der Stadt Luzern die FCL-Auswärtsspiele (und meist auch die Heimspiele) übertragen. Die Aufzählung ist jedoch nicht abschliessend.

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Für den gemütlichen «Stubenhocker»

Im szenigen Bruch Brothers an der Baselstrasse herrscht Wohnzimmeratmosphäre. Zumindest an Sonntagen, an welchen Beizen-Chef Philipp Hüsler eine Stunde vor jedem Auswärtsspiel öffnet. Neben der langen Bar hat es auch Tische mit Stühlen und Sofas, wo jeweils gut zwanzig Leute in allen Alterskategorien das Spiel auf den diveren grossen und kleinen Bildschirmen verfolgen. Schön praktisch für Raucher: Für sie hats im Raucherabteil einen eigenen Bildschirm. Einzig auf den Toiletten kriegt man vom Match nichts mit.

Die Bruch Brothers-Bar an der Baselstrasse (Foto: Pawel Streit).

Die Bruch Brothers-Bar an der Baselstrasse (Foto: Pawel Streit).

Bei Samstagabend-Spielen füllt sich der etwas abgehalfterte, aber gerade deswegen ausgesprochen gemütliche Schuppen oft schneller, erzählt Hüsler. Wobei sich nach dem Match die heimelige Sportbar jeweils ruckzuck in einen richtigen Rockerschuppen verwandelt, wo ausgelassen zu lauter Musik gefeiert wird.

Für den stimmungsvollen Nostalgiker

Mit etwas weniger Wohnzimmeratmosphäre, aber dennoch sehr familiär, geht es in Tschuppis Wonderbar an der Burgerstrasse 21 zu und her. Die Altstadt-Raucherbar des ehemaligen Radio Pilatus Kult-Moderators Rolf Tschuppert alias Tschuppi ist relativ klein, etwas bis ziemlich verraucht und mit sehr viel Ambiente verbunden. Ein Bild der FCL-Meistermannschaft hängt hinter der Bar. Es ist ein Geschenk der FCL-Legende Hansi Burri zum zehnjährigen Bestehen der Wonderbar. Die grossen TV-Screens übertragen die Fussballspiele in prima Qualität.

Tschuppis Wonderbar an der Burgerstrasse 21 (Foto: Pawel Streit).

Tschuppis Wonderbar an der Burgerstrasse 21 (Foto: Pawel Streit).

Das eher etwas ältere Publikum jubelt und leidet lauthals mit und der eine oder der andere kommentiert das Geschehen schon mal stimmgewaltig durch die ganze Bar. Während das Bier in Strömen fliesst und sich die Aschenbecher langsam füllen, kommt eine wunderbare Stimmung auf. Es hat Gäste im FCL-Trikot oder mit Schal und auch der Chef bedient in Fanmontur.

Für multitaskingfähige Stimmungskanonen

Die grösste getestete Location ist das Anfield an der Seehofstrasse 7 hinter dem Schwanenplatz. Dieses hat neben einer riesigen Nichtraucherbar auch eine grosszügige Raucher-Lounge mit Dartscheiben und Töggelikasten. Das ganze Pub ist überfüllt mit Fernsehern und Leinwänden, welche zeitgleich die unterschiedlichsten Sportarten übertragen, sicher aber immer Fussball und ganz bestimmt alle Spiele vom FCL und vom Liverpool FC.

Das Anfield an der Seehofstrasse (Foto: Pawel Streit).

Das Anfield an der Seehofstrasse (Foto: Pawel Streit).

Das Pub ist selbst an sonnigen Sommertagen gut gefüllt. Bei richtigem Pub-Wetter und Spielen zur Primetime verwandelt sich das Anfield in einen brodelnden, lauten, alkoholgeschwängerten Hexenkessel, wo man sich zur Bar durchkämpfen muss und dort lieber Dosenbier bestellt, da man dieses auf dem Rückweg nicht verschütten kann.

Für den ruhigeren Pub-Fan

Wesentlich kleiner ist die Legends-Bar an der Löwenstrasse, in der Nähe der Hofkirche. Wo sich zu Bestzeiten Pub-Begeisterte zuhauf in die nette Bar pressten, geht es hier heute etwas ruhiger zu und her. Vor einigen Monaten kam es zu einem Besitzerwechsel. Neu versucht Zlatika Wiederkehr das Bar-Ambiente mit tschechischen Spezialitäten zu pimpen.

Legends-Bar an der Löwenstrasse (Foto: Pawel Streit).

Legends-Bar an der Löwenstrasse (Foto: Pawel Streit).

«Heute Fussball» steht auf der Tafel vor dem Lokal, dabei kann das Spiel auf mehreren Bildschirmen verfolgt werden. Die FCL-Fahne an der Wand zeugt von der Verbundenheit zum Verein und das, obwohl nur wenige Gäste speziell wegen des Matchs hierher kommen. Das Legends bietet sich für Leute an, denen das Pub-Ambiente gefällt, der Rummel im Anfield aber etwas zu gross ist. Trotzdem trage bei einem guten Spiel das tschechische Staropramen (was ist das? ein Bier?) auch noch sein Übriges dazu bei, dass auch mal richtig die Post abgehe, sagt Wiederkehr und lacht.

Für den gemütlichen Kontaktknüpfer

Normalerweise besticht die Bar Capitol mit ihrem Charm und einer riesigen Auswahl an hochklassigen Spirituosen. Aber auch in Sachen FC Luzern ist man in dieser schmuck eingerichteten Raucherbar mittendrin statt nur dabei. Am Bundesplatz gelegen, bekommt man etwa die Fanmärsche auf der Mini-Strassenterasse schon mal hautnah mit. Aber auch bei Auswärtsspielen gerät das Spirituosenangebot in den Schatten des Spiels, das auf der Leinwand hinter der Bar gezeigt wird.

Bar Capitol am Bundesplatz, neben den Kinos (Foto: Pawel Streit)

Bar Capitol am Bundesplatz, neben den Kinos (Foto: Pawel Streit)

Es habe sich eine lose Gruppe aus Stammgästen gebildet, die jeweils gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre das Spiel geniesse, erzählt Tim Michel, der die Bar seit Jahren führt. Für Grüppchen stehen verschiedene Nischen mit Tischen und Bänken parat, alleine kann man sich gemütlich an die Bar setzen, wo man schnell in Kontakt mit anderen Gästen kommt und über das Spiel räsonieren kann.

Für fast jeden

Keine hundert Meter vom Capitol entfernt, Richtung Langensandbrücke, steht das Matrix. Ausser an Sonntagen, wo die Bar geschlossen hat, werde eigentlich jeder Match übertragen, sagt Geschäftsführerin Silvia Stalder. Die grossen Fenster lassen viel Licht in die Bar, so dass eine angenehme Atmosphäre entsteht und jeder willkommen scheint.

Das Matrix am Bundesplatz (Foto: Pawel Streit).

Das Matrix am Bundesplatz (Foto: Pawel Streit).

Im breit durchmischten Publikum sitzen Stammgäste, aber auch einige, die von der Strasse durch die Fenster sahen, dass hier das Spiel übertragen wird. Ein fast mediterranes Ambiente lässt einen kaum erahnen, dass hier an den Abenden schon mal richtig Party ist.

Für den Fussball-Freak und andere

Am Stichtag unserer Fussballbeizen-Tour von Ende August waren zwei weitere anerkannte Fussball-Bars in der Neustadt geschlossen. Zum einen das FCL-Fanlokal Zone 5 am Bundesplatz, zum anderen die erst kürzlich eröffnete Bar Plan B an der Waldstätterstrasse 6. Von der Zone 5 ist bekannt, dass sich dort vor allem, aber nicht nur, junge eingefleischte FCL-Fans treffen, um ihren Verein anzuspornen. Und anschliessend wird – meist nicht zu knapp – gefeiert, falls eine Party angesagt ist.

Das Plan B wiederum wird dafür gerühmt, dass speziell an Samstagen die Küche offen hat und man richtig lecker während des Spiels speisen kann. Ansonsten überzeugt es durch eine riesige Leinwand und eine vielseitige Bierkarte. Und einen grossen Raucherraum.

Zu guter Letzt kann man den Match auch im Roadhouse direkt beim Bahnhof schauen, wenn man will. Man muss sich nur an der Bar melden, dann werden die Bildschirme auf das Spiel umgeschaltet, jedoch ohne Ton. Wohl auch deshalb treffen sich die Fans im oft überfüllten In-Lokal eher vor oder nach den Spielen.

So. Einsam ein FCL-Spiel gucken? Ist Geschichte!

Mehr Eindrücke durch die Luzerner FCL-Pubs vom Fotografen Pawel Streit finden Sie hier.

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