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In die ehemalige Confiserie Meier kommt halb Café, halb Bar
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Schon bald wird die Tür auch für die kuchen- und drinkfreudigen Zuger geöffnet. (Bild: sib )

Drei Zuger wollen Wohnzimmeratmosphäre bieten In die ehemalige Confiserie Meier kommt halb Café, halb Bar

4 min Lesezeit 1 Kommentar 19.06.2018, 17:22 Uhr

Vor vier Monaten hat die Confiserie Meier ihr Ladenlokal aufgegeben. Doch bis das Urania-Haus am Zuger Bahnhof abgerissen wird, dauert es noch gegen drei Jahre. Nun ist klar, wie die leeren Räume bis dahin genutzt werden sollen: Ein illustres Zuger Trio eröffnet am Samstag ein Café, welches am Abend zur Bar mutiert.

Seit Mitte Februar standen die Räumlichkeiten der ehemaligen Confiserie Meier im Zuger Urania-Haus an der Alpenstrasse leer (zentralplus berichtete). Der Abriss des altehrwürdigen Gebäudes steht längst fest. Doch aufgrund von Einsprachen wird dieser nicht vor 2020 vonstattengehen.

Demzufolge bot sich eine Zwischennutzung für die Ladenfläche neben dem Modegeschäft Knecht an. Nur was es denn nun konkret sein würde, fragte sich so mancher Zuger, als er direkt beim Hauptausgang des Bahnhofs daran vorbeiflanierte. Von aussen gibt es auch jetzt noch keine Hinweise darauf, wer die Nachfolge der Traditions-Confiserie antreten wird. Noch immer sind die Fenster mit Planen verhangen. Selbst die Leuchtreklame für die Kirschtorten der Albert-Meier-Confiserie hängt nach wie vor.

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Der Name soll Programm sein

Doch nach über vier Monaten des Rätselns und Werweissens ist das Geheimnis endlich gelüftet. Nicht ganz unerwartet kommt ein Café rein. «Glücklich» heisst es und genau so soll es auch seine Besucher machen. Hinter dem Café steckt ein Trio um Ramon Nietlispach, bekannt als Geschäftsführer des Restaurants Meating in der Grafenau, den Chamer Tobias Rothenfluh und Dogan «Dogi» Erdogan, Geschäftsführer der «Lounge and Gallery».

«Wir sprechen explizit auch die Kundschaft an, die bereits bisher hier bei der Confiserie Meier eingekehrt ist.»

Ramon Nietlispach, Geschäftsführer Restaurant Meating und Café Glücklich

«Wir möchten im Café eine Wohnzimmeratmosphäre schaffen; für Glücklichkeit und Wärme sorgen», formuliert Nietlispach die Ziele. Denn es mangle an einem Café mit Seele in der teilweise unpersönlichen und kalten Stadt Zug. Dies habe auch zur Namenswahl geführt.

Auf die Kirschtorte muss nicht verzichtet werden

Die Gastronomen planen mit einem Zwei-Phasen-Konzept. «Den Tag über setzen wir auf Fruchtsäfte, Salate sowie Kaffee und Kuchen. Dabei sprechen wir explizit auch die Kundschaft an, die bereits bisher hier bei der Confiserie Meier eingekehrt ist», formuliert es Nietlispach. Damit dies gelingt, hat sich das Trio etwas Spezielles einfallen lassen. «Wir richten eine nostalgische Ecke ein, wo sich die Meier-Stammgäste wohlfühlen sollen», erklärt der Bruder von Ex-Bachelor Janosch. Dabei darf natürlich auch die Meier’sche Kirschtorte nicht im Angebot fehlen.

Ramon Nietlispach ist der Bruder von Ex-Bachelor Janosch.

Ramon Nietlispach (Bild) hatte als Bruder von Ex-Bachelor Janosch auch schon einen TV-Auftritt.

(Bild: Screenshot 3+)

Ab 17 Uhr folgt dann der zweite Teil des Konzepts, nämlich möglichst nicht ganz alltägliche Drinks in der «Afterwork-Bar», in die sich das Lokal verwandeln wird. Entsprechend solle dann auch das Publikum deutlich jünger ausfallen.

Viel spontaner geht kaum

Die Idee des Cafés Glücklich sei sehr zufällig entstanden, wie Nietlispach verrät. «Ich lief vor rund eineinhalb Monaten mit ‹Dogi› am leer stehenden Café vorbei und wir hatten spontan diesen Einfall.» Mit ihrem Konzept hätten sie die Eigentümerin, die Zurich Versicherungen, auf Anhieb überzeugt. Diese Spontaneität sei eigentlich untypisch für das Trio, denn: «Wir sind von Natur aus eher Planer», so Nietlispach. Doch dank der Hilfe von Freunden habe das ganze Projekt in solch kurzer Zeit in die Tat umgesetzt werden können.

«Wir wären nicht böse, wenn wir auch noch ein bisschen länger bleiben könnten.»

Ramon Nietlispach

Samstags ab 17 Uhr, pünktlich zum Zuger Seefest, startet das Testweekend, wobei sie dafür definitiv im Fahrplan seien, bestätigt Nietlispach. Natürlich dürfen dann die TV-Bildschirme nicht fehlen, damit auch die Fussball-WM-Maniacs nicht verzagen müssen.

Den Aufwand bewusst gering gehalten

Doch wie lange wird das Café Glücklich eigentlich Bestand haben in einem Gebäude, das wie erwähnt dem Abriss geweiht ist? «Da dieser für 2020 geplant ist, haben wir auch bis dann kalkuliert, wobei wir natürlich nicht böse wären, wenn wir auch noch ein bisschen länger bleiben könnten», sagt Nietlispach mit einem Schmunzeln.

Da der Betrieb somit innerhalb von zwei Jahren amortisiert sein muss, hätten sie sich bewusst für ein einfaches Konzept entschieden, ohne gross kochen zu müssen. So wurde auch bei der Ausstattung der zuvor gänzlich leeren Räumlichkeiten darauf geachtet, den Aufwand eher gering zu halten. Teile des Interieurs wurden auch von insolventen Gastrobetrieben übernommen.

Die Leuchtreklame der Confiserie von Albert Meier ziert nach wie vor das Urania-Haus.

Die Leuchtreklame der Confiserie von Albert Meier ziert nach wie vor das Urania-Haus.

(Bild: sib)

Ramon Nietlispach ist seit rund dreineinhalb Jahren hauptberuflich Geschäftsführer des Restaurants Meating. Er ist überzeugt, dass Glücklich und Meating aneinander vorbeigehen werden. «Wir haben für das Glücklich zwar ein kleines Team mit zwei Serviceangestellten und einer Person an der Bar, doch dafür ein umso motivierteres.»

Der Zuger werde sich weiterhin auf das Meating konzentrieren und vor allem zu den Peak-Zeiten am Donnerstag, Freitag und Samstag an der Alpenstrasse 16 anzutreffen sein. «Die restliche Zeit wird meist ‹Dogi› den Lead übernehmen», erklärt er. 

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1 Kommentare
  1. David Meyer, 21.06.2018, 12:54 Uhr

    Bewegung in der Zuger Gastroszene, mit einem erfrischenden Konzept. Das tut gut. Da schau ich gerne schon bald vorbei.