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In der Krise: Theologiestudenten wollen für ihre Fakultät beten
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Universität Luzern

Offener Brief an Luzerner Universitätsleitung In der Krise: Theologiestudenten wollen für ihre Fakultät beten

2 min Lesezeit 06.09.2018, 12:26 Uhr

Die Studenten der Theologischen Fakultät verlangen eine umfassende Aufarbeitung der Angelegenheit um den freigestellten Professor Martin Mark. Die «Mauer des Schweigens» müsse nun durchbrochen werden. Man setzt auch auf göttliche Hilfe.

Die Entlassung von Theologieprofessor Martin Mark an der theologischen Fakultät sorgt weiter für Unruhe. Nachdem die Studenten bereits eine Petition lancierten (zentralplus berichtete), doppeln sie nun mit einem offenen Brief nach. 

Darin fordern sie konkret:

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  • Die Zusammenarbeit aller Beteiligten mit dem Ziel einer umfassenden Aufarbeitung 
der ganzen Angelegenheit, einer verbesserten Kommunikation und vor allem zu einer 
positiveren Atmosphäre an der Theologischen Fakultät. 

  • Die Offenlegung der Gründe der Entlassung von Prof. Mark und Transparenz 
hinsichtlich der beteiligten Institute und Personen, wie bereits mit der Petition vom 
31.07.2018 eingereicht. 

  • Eine umfassende Rehabilitation Prof. Martin Marks. «Nach unserer Wahrnehmung hat 
die karge Kommunikation seitens der Universitätsleitung der Integrität seiner Person 
sehr geschadet, da sie zu vielen Spekulationen Anlass gegeben hat», heisst es. 

  • Die Sicherstellung eines angemessenen Angebots im Fach «Exegese des Alten Testamentes» auch für das Herbstsemester 2018 und eine fachlich kompetente 
Betreuung der laufenden Seminar-, Master- und Promotionsarbeiten. 


Das Ziel sei es nicht, neue Gräben aufzuwerfen oder bestehende Gräben zu vertiefen, heisst es im offenen Brief. Mit gemeinsamer Anstrengung aller Beteiligten soll es doch noch gelingen, einen Modus des Umgangs miteinander zu finden, der es allen Beteiligten ermöglicht, trotz aller Unterschiede an unserem gemeinsamen grösseren Ziel zu arbeiten.

Die Studenten kritisieren, dass die sprichwörtliche «Mauer des Schweigens» zu einer stetigen Verschlechterung der Situation geführt hat: Es kam und komme unvermeidlich zu Spekulationen und Gerüchten in der Presse, der weiteren Öffentlichkeit und auch unter den Studenten. Das Resultat sei nicht nur eine Beschädigung des Rufes von Prof. Dr. Martin Mark, sondern auch der Theologischen Fakultät und der Universität Luzern.

Die Studenten wollen nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. Deshalb werden sie im neuen Semester jeden Tag, an dem Vorlesungen stattfinden, gemeinsam für einen guten Geist in der Theologischen Fakultät beten. Das Gebet findet jeweils um 10 Uhr im 3. Stock des Universitätsgebäudes statt. 


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