Impfwille in Luzern steigt – Zuger zögern weiterhin
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Nach den Sommerferien sollen sich in der Schweiz wieder mehr Personen gegen Corona impfen lassen.

Bald sind die Ferien zu Ende Impfwille in Luzern steigt – Zuger zögern weiterhin

1 min Lesezeit 4 Kommentare 10.08.2021, 05:00 Uhr

Der stotternde Impfmonitor beschäftigt landauf, landab. Während die Impfkurven in Luzern und Zug über den Sommer stagnierten, schnellt die Zahl der Neuinfizierten plötzlich wieder nach oben. Eine äusserst gefährliche Tendenz. Doch mit dem Ende der Ferien keimt Hoffnung auf.

Die Situation ist paradox. Mit dem Covid-Zertifikat sollten unbeschwerte Sommerferien erst möglich werden. Doch anstelle sich eben genau die Impfnadel setzen zu lassen, nutzten viele die Sommerferien, um die Nadel auf später zu vertagen. In den Impfzentren herrschte die letzten Wochen gähnende Leere (zentralplus berichtete).

Gleichzeitig haben die täglichen Fallzahlen in der Schweiz die 1000er-Marke wieder überschritten. Darum wollen auch Luzern und Zug die Impfkampagne nach den Sommerferien wieder ankurbeln. Und erzielen erste Erfolge.

Zuger sind Spontan-Impfer

Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) gab sich gegenüber zentralplus gar überzeugt, dass sich nun «noch mehr Junge zum Impfen motivieren» lassen. Auch wenn die zuvor angekündigten Impf-Goodies wieder vom Tisch sind. Und offensichtlich scheint der Plan aufzugehen. Bereits letzte Woche verzeichnete der Kanton Luzern steigende Impfanmeldungen in den kantonalen Impfzentren, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtete.

Anders sieht es in Zug aus, wie die Nachfrage von zentralplus zeigt. Gesundheitsdirektor Martin Pfister (Mitte): «Mit Blick in den August können wir noch keine Steigerung des Interesses an Impfterminen feststellen.» Das liege einerseits daran, dass Zugerinnen, die sich jetzt für eine Erstimpfung anmelden, den Termin wegen der tiefen Nachfrage innert weniger Tagen wahrnehmen können.

Andererseits begründet Pfister, «dass immer mehr Personen das Walk-in-Angebot nutzen», sich also ohne Voranmeldung impfen lassen. Ein solches Angebot existiert seit zwei Wochen auch am Luzerner Kantonsspital. Jedoch sind die Spontan-Impfungen lediglich von 14 bis 17 Uhr möglich. Die Zuger können sich im kantonalen Impfzentrum in Baar von 10 bis 18.30 Uhr ohne Voranmeldung die Spritze setzen lassen.

Marco Rossi, Chefarzt Infektiologie und Spitalhygiene des Luks, demonstriert die Corona-Impfung.

Der Zuger Gesundheitsdirektor geht davon aus, dass die Impfbereitschaft auf das Ferienende wieder zunimmt. Denn dass über die Sommerferien weniger geimpft wurde, führt Pfister auch auf die geringere Verfügbarkeit des Impfstoffes zurück. Und: «Im Kanton Zug wurden im Juli rund 2/3 Zweitimpfungen verabreicht.»

Gestern Montag hat der Kanton eine neue Kampagne lanciert, mit der die Zugerinnen erneut zum Impfen animiert werden.

Testen, testen, testen – auch an den Schulen

So oder so animieren die Kantone die Bevölkerung zum Ende der Sommerferien vor allem zum Testen. Der Bund appellierte jüngst, dass sich auch asymptomatische Personen nach der Heimreise auf Corona testen lassen sollen.

«Zurzeit wird jedoch nur ein sehr geringer Anstieg der Testanfragen verzeichnet», stellt Pfister fest. Dies obwohl bereits nächste Woche das neue Zuger Schuljahr beginnt. Trotzdem hat der Kanton die Testkapazitäten in den Zentren des Zuger Kantonsspitals und der Chamer Andreas-Klinik vorsorglich erhöht.

Sowohl Luzern als auch Zug haben zudem beschlossen, die Reihentests an den Schulen bis mindestens zu den Herbstferien weiterzuführen. In Zug spucken die Schülerinnen der 4. Primarstufe bis 2. Sekundarstufe wöchentlich ins Röhrchen, in Luzern Schüler ab Sekundarstufe I.

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4 Kommentare
  1. Ein Wirt, 12.08.2021, 13:58 Uhr

    Der stotternde Impfmonitor: im-im-im-pf-pf-pf …

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  2. Daniela Übersax, 10.08.2021, 22:00 Uhr

    Die Demoskopen der Monmouth University in New Jersey haben Beziehungen zwischen Impfkampagne und Wahlergebnis analysiert. Hier sind einige der Befunde:

    – Unter jenen Amerikanern, die Joe Bidens Wahlsieg als Ergebnis einer Manipulation sehen, sind nur 36 Prozent geimpft.
    – Unter den Anhängern der Demokraten ist der Anteil von Geimpften (83 Prozent) ebenso auffallend hoch wie der von Bürgern, die sagen, bei der Wahl sei alles nach Recht und Gesetz verlaufen (90 Prozent).
    – Unter den Republikanern dagegen ist nur eine Minderheit geimpft (40 Prozent), während eine Mehrheit (57 Prozent) an eine Manipulation der Wahl glaubt.

    Soviel zum Thema der Verschwörungstheoretiker. Ich nehme an, in der Schweiz würde das Resultat ähnlich ausfallen.

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  3. mebinger, 10.08.2021, 20:15 Uhr

    38. Ich lasse mich weder kaufen noch erpressen

    Die Einzigen, die an der momentanen gesellschaftlichen Entwicklung wirklich Freude haben dürften, sind die Versuchstiere, denn wir Menschen haben uns entschieden das grösste je stattgefundenes Experiment, nämlich die mRNA-Impfung, direkt am Menschen durchzuführen! Das ginge noch, aber wenn Minderjährige gegen dem Willen der Eltern geimpft werden, ist das meiner Ansicht nach ein Verbrechen.

    Auch wenn nun die Regierung mich durch leere Versprechungen und sogar durch Erpressung indirekt zum Impfen zwingen will, hat sie nur eines erreicht, nämlich, dass ich mich von allen Verpflichtungen frei gemacht habe. Ich habe alle Ämter abgegeben und engagiere mich nirgendwo mehr! Ich bin damit nicht alleine! Wir, die Engagierten, werden fehlen! Ich werde auch keine politischen Veranstaltungen mehr besuchen und falls ich je wieder wählen gehe, dann wähle ich keine Bisherigen mehr. Die Apartheitsdrohung, dass ich ohne COVID-Pass nicht mehr an gesellschaftliche Anlässe teilnehmen kann, ist somit für mich wirkungslos, denn mein Interesse an so einem gesellschaftlichen Leben liegt inzwischen bei null.

    Wenn wir nicht aufpassen, wird auch niemand mehr etwas organisieren.

    Eines muss man der heutigen Politiker- und Wissenschaftsgeneration lassen: Noch nie seit 80 Jahren wurde die Gesellschaft so schnell gespalten und ich stelle mit Schrecken fest, dass die schlechten Eigenschaften einer Gesellschaft, die wir begraben wollten, wieder alle aufgewacht sind.

    Ich habe genügend gute Freunde, welche mit mir ein Bier trinken und eine Zigarre rauchen, ohne dass ich geimpft sein muss und wenn wir wirklich die Restaurantsbesuche von diesem «Wisch» abhängig machen wollen, dann mache ich halt alles zu Hause. Und als Rentner ist es mir dann auch egal, wenn die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung explodieren!

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    1. Felix, 12.08.2021, 10:59 Uhr

      Dann wünsche ich Ihnen viel Glück. Als jemand der offenbar über 65 und nicht geimpft ist empfehle ich Ihnen für die nächste Zeit sowieso Isolation, eine Infektion mit Covid könnte für sie u.U. tödlich sein. Bleiben sie gesund.

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