Impfstoffe: Luzern fordert vom Bund mehr Verlässlichkeit
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Regierungsrat Guido Graf weiss nicht, wann Luzern nächste Impfdosen vom Bund erhält.

Vorrat reicht bis Sonntagabend Impfstoffe: Luzern fordert vom Bund mehr Verlässlichkeit

2 min Lesezeit 4 Kommentare 19.04.2021, 10:18 Uhr

Der Bund wollte dem Kanton 16’000 Impfdosen von Moderna zur Verfügung stellen. Doch weil zu wenige Dosen geliefert wurde, ging der Kanton Luzern leer aus. Für diese Woche kann der Impfplan dennoch eingehalten werden.

Dem Bund wurde letzte Woche eine Lieferung von Moderna-Impfdosen im Umfang von 350’000 Stück in Aussicht gestellt. Von dieser Lieferung hätte der Kanton Luzern gut 16’000 Impfdosen erhalten sollen. Nun sind es aufgrund von Problemen seitens des Impfstoffherstellers vorderhand lediglich 70’000 Dosen, die der Schweiz zur Verfügung gestellt worden sind. Der Kanton Luzern erhält von dieser Teillieferung keine Impfdosen, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst. Trotz der Verzögerungen gebe es aber keine unmittelbaren Auswirkungen auf den kantonalen Impffahrplan – zumindest nicht für diese Woche. Auch ausgewählte Arztpraxen könnten wie geplant mit dem Impfen beginnen.

«Sämtliche Impftermine in dieser Woche finden unverändert statt. Alle Personen, die für diese Woche einen Impftermin für eine erste oder zweite Impfung erhalten haben, können diesen Termin daher wahrnehmen; es ist nichts weiter zu unternehmen», heisst es weiter. Der Impfvorrat des Kantons Luzern reiche bis Sonntagabend.

Wie es bis Ende April weitergeht, ist unklar

Wie es danach mit dem Impfen bis Ende April weitergeht, ist hingegen nicht gesichert. «Es ist gegenwärtig noch unklar, wie viele zusätzliche Impfungen effektiv möglich sein werden, solange nicht bekannt ist, ob und wann wie viele Moderna-Impfdosen im Kanton Luzern eintreffen». Sollte bis Ende dieser Woche keine Lieferung erfolgen, dann müssten zudem die für nächste Woche geplanten Impfungen verschoben werden.

Regierungsrat Guido Graf (CVP), Vorsteher des GSD verlangt mehr Verlässlichkeit bei der Planung: «Die Situation bleibt für die Kantone, welche für die Verimpfungen zuständig sind, höchst anspruchsvoll. Ich erwarte vom Bund, dass eine höhere Verlässlichkeit bei der Beschaffung der Impfstoffe sichergestellt wird. Dies umso mehr, als dass uns der Bund am letzten Donnerstag aufgefordert hat, die Impfvorräte für die Zweitimpfungen abzubauen.»

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4 Kommentare
  1. Ernst Zimmermann, 19.04.2021, 21:52 Uhr

    Ich habe das Vertrauen in die Organisation des Kantons Luzern betreffend Covid Impfung schon längst verloren. Meine Frau und ich haben uns rechtzeitig angemeldet und bekommen zum 3-male das SMS Sie sind in der Warteschlange. Jüngere Personen die sich später als wir angemeldet haben und keine Risikopatienten sind sind haben schon die erste Impfung erhalten. Dies soll mir noch jemanden erklären.

    1. Daniel Steiner, 19.04.2021, 22:29 Uhr

      Kenne auch ein paar Fälle. Zwei haben mir gesagt sie hätten bei der Anmeldung einfach angeklickt, dass sie über 75 sind und haben postwendend 2 Termine bekommen. Im Impfzentrum hat es niemanden interessiert dass sie jünger sind…

    2. Michel von der Schwand, 21.04.2021, 12:58 Uhr

      @Daniel Steiner: Ich selbst habe mich impfen lassen und bin weiter unter 75 Jahre. Gehöre durch eine Vorerkrankung zur Risikogruppe. Es stimmt nicht, dass im Impfzentrum keine Kontrollen stattfinden. Ich musste meine Krankenkassen-Karte zeigen und somit war mein Alter bekannt. Zudem habe ich ein ärztliches Attest vorweisen müssen, dass aufzeigt, dass ich eine Vorerkrankung habe.
      Sollten also ihre zwei Bekannten tatsächlich vor Ort gewesen sein, war entweder niemand anwesend und es haben tatsächlich keine Kontrollen stattgefunden oder ihre beiden Bekannten erzählen gröberen Unfug.

  2. Daniel Steiner, 19.04.2021, 10:39 Uhr

    War da nicht mal eine PK in Bern des BAG mit den Impfstoffherstellern in denen diese grossmundig erzählt haben, dass die Lieferungen jetzt eintreffen? Schöne Worte wie so oft in dieser Pandemie. Bedauerlich dass seitens des BAG keine Info kommt, weshalb die Lieferung so drastisch gekürzt wurde.

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