Impfdosen-Spende sorgt in Luzern für Kopfschütteln
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Das Personal des Kantonsspitals wird vorerst nicht geimpft. (Bild: ber)

Warten auf neue Lieferung Impfdosen-Spende sorgt in Luzern für Kopfschütteln

1 min Lesezeit 3 Kommentare 06.02.2021, 09:17 Uhr

3000 Dosen eines Covid-Impfstoffes trat der Kanton Luzern an andere Kantone ab. Hinter der Aktion steckt zwar durchaus Kalkül, im Kantonsspital Luzern sorgt sie dennoch für Kopfschütteln.

Es sei ein Akt der Solidarität, erklärte Gesundheitsdirektor Guido Graf vergangene Woche. Der Akt: Rund 3000 Dosen des Covid-Impfstoffes von Biontech/Pfizer wurde den Nachbarkantonen zur Verfügung gestellt (zentralplus berichtete).

Im Kantonsspital Luzern hat dies zu einiger Konsternation geführt, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. Demnach erhielten Angestellte unlängst eine Benachrichtigung, dass wegen ausbleibenden Impfstoff-­ Lieferungen vorerst keine Erstimpfungen Impfungen mehr werden. Der Unterbruch könnte länger als eine Woche dauern.

Tauschhandel für das Impfzentrum

Teile des Personals können die Impfspende deshalb nicht verstehen. Allerdings sei bisher nur ein kleiner Teil des Spitalpersonals geimpft worden. Der Grossteil ging an die Bewohner und Mitarbeitende der Luzerner Alters- und Pflegeheime. Das übrige Gesundheitspersonal wird, gemäss dem kantonalen Impfplan, erst im März ihre Erstimpfung erhalten.

Letztlich war die Spende der 3000 Biontech/Pfizer-Impfdosen auch keine reine Solidaritätsaktion. Luzern soll im Gegenzug 3000 Impfdosen des Herstellers Moderna erhalten. Dieser ist wesentlich einfacher in der Lagerung und wird deshalb auch im Impfzentrum auf der Luzerner Allmend eingesetzt, das am 12. Februar den Betrieb wieder aufnehmen soll (zentralplus berichtete).

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3 Kommentare
  1. Der Obernauer, 06.02.2021, 15:35 Uhr

    Nicht nur das Spitalpersonal wartet auf die Impfung. Noch sind längst nicht alle Risikopatienten geimpft und warten eingesperrt zu Hause oder in den Heimen. Umso unverständlicher ist das Vorgehen der Regierung. Nur um wieder im Rampenlicht zu stehen lässt man die eigenen Bürger unnötig warten !

    1. Schapi, 06.02.2021, 23:52 Uhr

      Das nennt man mediengeil… war nicht anders zu erwarten.

    2. Eugen, 07.02.2021, 02:12 Uhr

      Kein Wunder wenn in der Schweiz unfähige Politiker, angefangen von den Grossstadträten bis zu den Bundesräten, am Werk sind…in der Privatwirtschaft hätten Sie schon längstens die Stelle verloren…

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