Im Kanton Zug steigen die Coronazahlen deutlich
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«Die Ansteckungszahlen müssen stabilisiert werden»: Gesundheitsdirektor Martin Pfister appelliert an die Bevölkerung.

Behörden warnen vor einschneidenden Massnahmen Im Kanton Zug steigen die Coronazahlen deutlich

2 min Lesezeit 16 Kommentare 05.10.2020, 15:57 Uhr

Mehr Ansteckungen, besonders im Familien- und Freundeskreis: Der Kanton Zug beschreibt die aktuelle Corona-Lage als «angespannt». Der Gesundheitsdirektor appelliert an die Bevölkerung – ansonsten würden einschneidende Massnahmen drohen.

Die Corona-Neuinfektionen im Kanton Zug sind deutlich gestiegen. In den letzten sieben Tagen waren es 53 Fälle in 32 Clusters mit maximal acht Personen, heisst es in der Lagebeurteilung des Kantons. Nachdem die Zahl der positiv Getesteten auf 100’000 Einwohner im 7-Tage-Schnitt mehr als zwei Wochen unter 20 blieb, stieg diese Zahl über das Wochenende sprunghaft auf 40 an. Das ist der aktuellsten Lageeinschätzung zu entnehmen. Die Zahl der Hospitalisierten bleibt derweil klein.

Knapp ein Drittel der Neuinfizierten von vergangener Woche ist 50 Jahre oder älter. Bei rund 47 Prozent ist die Infektionsquelle unbekannt. Laut einer Mitteilung der Zuger Behörden, finden jedoch viele Ansteckungen im Familien- und Freundeskreis statt. Das zeigten die Erkenntnisse aus dem Contact Tracing, das tageweise sehr stark ausgelastet gewesen sei, aber funktioniere. Das bestätigt Aurel Köpfli, Sprecher der Gesundheitsdirektion. Bei Gesprächen mit den Infizierten habe man festgestellt, dass sie sich oft bei Anlässen in Freundes- und Familienkreisen infiziert hatten.

Aufgrund der kühleren Temperaturen würden solche Treffen vermehrt in Innenräumen stattfinden, was das Ansteckungsrisiko deutlich erhöhe. «Durch laute Gespräche oder gar Singen steigt das Ansteckungsrisiko an solchen Anlässen weiter an», wird der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri in der Mitteilung zitiert. Die aktuelle Lage wird gemäss dem Kantonsarzt als Stufe 2 (von 4) eingeschätzt.

«Entscheidender Punkt»

Die Lage sei angespannt, schreibt der Kanton. «Die Ansteckungszahlen müssen stabilisiert werden können, sonst müssen einschneidende Massnahmen ins Auge gefasst werden», wird Gesundheitsdirektor Martin Pfister deutlich.

Die Gesundheitsdirektion appelliert deshalb dringend an die Zuger Bevölkerung, gerade auch im privaten Rahmen die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten (siehe Box). Daneben werden laut Mitteilung weitere Massnahmen geprüft, um die Ausbreitung zu bremsen. «Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt in dieser Pandemie. Jetzt gilt es, nicht nachzulassen», betont Pfister.

Die Abstands- und Hygienemassnahmen:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten
  • Schutzmasken tragen, falls der Abstand nicht eingehalten werden kann
  • Regelmässiges Händewaschen, Verzicht auf Umarmen oder Händeschütteln
  • Keine Teilnahme von Personen, welche Symptome zeigen

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16 Kommentare
  1. Kurt Flury, 06.10.2020, 10:49 Uhr

    Wir haben keine Korona Krise, sondern einen Korona Skandal.

    Niemand wurde in der med. Vergangenheit aufgrund eines (KRASS FEHLERHAFTEN UND NICHT ZUR DIAGNOSE ZUGELASSENEN*) Labortests als krank bezeichnet. Niemand ist infiziert, solange es ihm gut geht. Was soll dieser Unsinn plötzlich..?

    *Fussnote auf dem Blatt mit PCR-Laborresultat: „Test nicht im akkreditierten Bereich“.
    => Deshalb: Fabrizirte Laborpandemie, die nur auf dem Papier existiert. Und, dieser Hoax-Test kostet Fr. 350.-. Fast zehn Mal mehr, als ein alltäglicher Bluttest.

  2. mebinger, 06.10.2020, 07:57 Uhr

    Verbietet doch einfach das Leben ihr hysterischen Faktenverweigerer. Wir haben keine Pandemie

    1. Nun mal wahr, 06.10.2020, 23:46 Uhr

      Eine Pandemie ist der Zustand, dass sich eine Krankheit weltweit ausbreitet. Diesen Zustand haben wir und es sind schon mehr als eine Million Leute daran gestorben… Wir brauchen keine Zyniker, sondern Leute, welche versuchen die Ausbreitung einzudämmen. Auch für sie…

  3. Sandra Klein, 05.10.2020, 20:51 Uhr

    Steuern senken hilft sicher auch hier!

  4. Hensler, 05.10.2020, 20:27 Uhr

    Das ist ja unglaublich was hier abläuft. Solche unseriösen Aussagen der Politik sind eine gewaltige Gefahr für die Zuger Wirtschaft! Es wird wieder eine künstliche Gefahr daher geredet, wo gar keine ist. Wieder wird von Ansteckungszahlen gesprochen, obwohl es sich lediglich um positive Tests handelt. Zur Zeit ist keine einzige Person auf Grund von Corona hospitalisiert? Die Lügerei und bewusstes Weglassen von Tatsachen scheint langsam zum guten Ton in den Medien und der Politik zu gehören.

  5. The Ghost43, 05.10.2020, 19:51 Uhr

    Zuerst kümmern sie sich nicht um ihre eigenen Regeln in ihrem Gebäude und Restaurants vom Kanton. zweitens verbieten sie Homeoffice seit dem 8. Juni und jetzt wollen sie Disziplin von ihren Bürgern

    1. Rumpelstilz, 06.10.2020, 08:34 Uhr

      Home-Office wäre so eine einfache Massnahme, damit viele Leute wieder geschützt werden. Sie müssten dann nicht in die überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel steigen.

    2. The Inquisitor, 06.10.2020, 12:48 Uhr

      Das «Aabächli», auf das sie anspielen, wird nicht vom Kanton Zug betrieben, sondern von der SV Group. Und die hat ein Schutzkonzept, das eingehalten wird, soweit sich das als Besucher überprüfen lässt.

    3. Karl ottiger, 07.10.2020, 19:54 Uhr

      Die beste Therapie für das Masken tragen wäre ganz einfach ich bin sicher das dass ganze Schweizervolk ohne Murren mit macht ab 12.10.2020 bis und mit 28.02.2021 ziehen wir die Fastnacht und die Maskenbälle vor und es muss jeder maskiert sein COVID Schutz ist ja so garantiert

  6. Josef, 05.10.2020, 19:32 Uhr

    Ein positiv Getesteter ist nicht Infisziert, lediglich irgendwie mit dem Virus in Kontakt gekommen. Die allermeisten davon zeigen nicht einmal Symptome, kaum jemand wird krank. Und wenn jemand krank wird, verläuft dies meist milde (wie schon seit Anfang auf der BAG Seite vermerkt)

    Die Medien sollten dringend positiveres berichten wie von Prof. Pietro Vernazza, Chefarzt der Infektiologie.

    Es ist ein absoluter Witz, dass bei so minimen positiv Getesteten, ein derartiges Theater veranstaltet wird. Inzwischen versterben in Deutschland Kinder wegen des erzwungenen Maskentragens. DAS ist traurig!

    1. Nun mal wahr, 06.10.2020, 23:35 Uhr

      Es ist eine Lüge die von Verschwörungstheoretikern gestreut wird, dass in Deutschland Kinder beim Tragen von Masken sterben… Bleiben Sie bei den Fakten.

  7. transit, 05.10.2020, 17:56 Uhr

    Um zu verhindern dass die Neuansteckungen solche Ausmasse annehmen wie jetzt hätte man vor den Sommerferien nicht so viel lockern dürfen. Logisch dass viel zu viele in die Ferien gefahren sind. Jetzt haben wir den Schlamassel.

    1. Roli Greter, 05.10.2020, 21:52 Uhr

      Welchen Schlamassel meinen Sie? Es gibt keine Hospitalisierungen, sie meinen wahrscheinlich das mediale Theater stimmts?

  8. Rumpelstilz, 05.10.2020, 16:12 Uhr

    Es würden so viele Leute im Kanton Zug, insbesondere auch bei der Verwaltung im Home-Office arbeiten. Leider akzeptiert der Kanton Zug lediglich 1 Tag pro Woche, was in Zeiten dieser Pandemie natürlich ein Witz ist.

    1. Roli Greter, 05.10.2020, 21:50 Uhr

      Welche Pandemie?

    2. Guellemaetteli, 06.10.2020, 11:41 Uhr

      „Es würden so viele Leute im Kanton Zug, insbesondere auch bei der Verwaltung im Home-Office arbeiten.“ Arbeiten? Bei den meisten kommt es eh nicht darauf an wo genau Sie ihren Büroschlaf abhalten.

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