Im Kanton Luzern herrscht erstmals eine Übersterblichkeit
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Die Corona-Pandemie dürfte zur Übersterblichkeit beigesteuert haben. (Bild: zVg)

Bei über 65-Jährigen Im Kanton Luzern herrscht erstmals eine Übersterblichkeit

2 min Lesezeit 2 Kommentare 06.01.2021, 10:38 Uhr

Lange Zeit bildete der Kanton Luzern eine Ausnahme: Im Gegensatz zum Rest der Zentralschweiz gab es keine Übersterblichkeit. Doch das hat sich geändert.

In der Zentralschweiz ist seit zehn Wochen, also seit dem 19. Oktober, eine Übersterblichkeit bei Personen ab 65 Jahren zu bemerken. Dabei wird auch berücksichtigt, dass es eine saisonale Verteilung gibt und Schwankungen möglich sind. Doch die Kurve ist im Oktober dennoch über die obere erwartbare Grenze gestiegen. In der letzten Woche des vergangenen Jahres starben 167 Personen. Weil womöglich noch nicht alle Todesfälle gemeldet wurden, handelt es sich bei den aktuellsten Zahlen noch um Hochrechnungen.

Der Kanton Luzern bildete lange eine Ausnahme. Im Gegensatz zu anderen Zentralschweizer Kantonen konnte keine Übersterblichkeit bei älteren Personen festgestellt werden. Das ist nun allerdings vorbei, wie die neusten Zahlen von Lustat Statistik zeigen. Seit der Woche vom 16. November herrscht auch in Luzern eine Übersterblichkeit.

Seit dem 23. März (Woche 13) wurden 2205 Todesfälle registriert. Seit November steigt die Zahl markant. In der letzten Woche von 2020 starben beispielsweise 93 Personen, sechs Wochen zuvor waren es noch 61 Personen.

Bei den unter 65-Jährigen hingegen liegt die Zahl innerhalb der Bandbreite der Erwartungen. Seit Ende März sind 307 von ihnen gestorben. In der gesamten Zentralschweiz wurde Anfang Dezember die obere Grenze erreicht, ist seither jedoch wieder etwas gesunken.

Doch was heisst das konkret? Ist wirklich Corona dran schuld? Lustat erklärt das so: «Kommt die Anzahl wöchentlich gemeldeter Todesfälle über der oberen erwarteten Grenze zu liegen, muss davon ausgegangen werden, dass die Sterblichkeit aufgrund eines zusätzlichen Risikos angestiegen ist.» Es ist deshalb naheliegend, dass die Pandemie zur Übersterblichkeit beitrug.

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2 Kommentare
  1. Andreas Peter, 06.01.2021, 11:43 Uhr

    Das ist bei einer «Jahrhundertpandemie» auch nicht anders zu erwarten.
    Wenn wir überlegen, was wir dafür alles opfern und kaputt machen, sind die Zahlen vergleichsweise unspektakulär.

  2. Pivo, 06.01.2021, 10:55 Uhr

    Vielleicht sind die verstorbenen es leid um die ganzen diskusionen rund um den tod der seit einem jahr dramatisiert und für etwas verbotenes hochstilisiert wird,und haben darum einfach die finken geklopft…..

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