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Im «Hirschen» hat sich’s ausgewirtet

2 min Lesezeit 16.04.2015, 08:22 Uhr

Die Traditionsbeiz Hirschen in der Luzerner Altstadt schliesst am Sonntag ihre Türen. Damit geht eine Ära zu Ende: Über 500 Jahre lang wurde in den alten Gemäuern gewirtet. Der neue Besitzer der Liegenschaft hat wohl andere Pläne.

Das Traditionslokal Hirschen in der Altstadt wird Ende Woche schliessen, wie die «Neue Luzerner Zeitung» schreibt. Grund: Die bisher der Hogastro AG gehörende Liegenschaft am Hirschenplatz wurde für einen einstelligen Millionenbetrag an die NLU Immobilien AG in Genf verkauft.

Kommt ein Uhren- und Schmuckgeschäft?

Dass nach der Übernahme wieder ein Gastrobetrieb im Patrerre einziehen wird, ist unwahrscheinlich. Somit teilt das Lokal das Schicksal anderer Liegenschaften in der Altstadt: Aus Renditegründen ist der Einzug eines Uhren-, Schmuck oder Kleidergeschäftes eher realistisch. Auch der Hirschen-Geschäftsführer Rudolf Schnyder ist sich gemäss der «Neuen Luzerner Zeitung» sicher: «Da kommt klar ein Verkaufsgeschäft rein. Alles andere würde mich überraschen.» Zudem führe er bereits die ersten Gespräche für den Verkauf des Küchenmobiliars.

Das Genfer Unternehmen NLU will künftig in der Luzerner Immobilienszene Fuss fassen und hat mit dem Gebäude am Hirschenplatz ihre erste Liegenschaft in der Altstadt gekauft. Man habe «grosses Interesse, weitere schöne Häuser mit Wohnungen zu kaufen», wird Jacques Mot von der NLU in der «Neuen Luzerner Zeitung» zitiert. Das Unternehmen lege Wert darauf, den Charakter der Luzerner Altstadt zu bewahren, betont Mot weiter.

Teure Mitewohnungen in den oberen Etagen

Dass wieder ein Gastrobetrieb einziehen könnte, hält Mot für möglich, da man noch keine definitiven Pläne habe. Klar jedoch ist, dass in den oberen Etagen fünf bis sieben Wohnungen entstehen werden − die Mieten würden sich gemäss Mot «im oberen Segment» bewegen werden. Heute ist dort ein Etablissement mit Kontaktbar eingemietet. Für den Umbau wird mit 3 bis 3,5 Millionen Franken gerechnet. Gestartet wird im Mai. Geht es nach Plan, sollte der Umbau in maximal neun Monaten beendet und die Wohnungen bezugsbereit sein.

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