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«Ich träume davon, sprachlos zu sein. Horror!»
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«D’Anic Lautenschlager mit euch bis am 7i»: Die Radiomoderatorin während den 50 Fragen.

50 Fragen an … Anic Lautenschlager «Ich träume davon, sprachlos zu sein. Horror!»

13 min Lesezeit 02.07.2017, 05:12 Uhr

Die ganze Schweiz kennt ihre Stimme: Anic Lautenschlager ist seit einigen Jahren eine feste Grösse bei SRF 3. Im Interview verrät die Luzernerin, wieso man sie plötzlich so oft mit Golfschläger sieht, wie Netflix ihr Leben verändert und warum sie weniger Fans hat als Nik Hartmann.

Anic Lautenschlager hat gerade eine mehrtägige Moderationsschicht hinter sich – vor ihr liegen einige freie Tage. Der unregelmässige Alltag einer Radiomoderatorin halt. Immerhin muss sie morgens nicht mehr so früh aus den Federn, seit sie vom Morgen auf den Nachmittag gewechselt hat.

Vergnügt stellt sie sich unseren 50 Fragen. Wie von einer Radiofrau zu erwarten, antwortet sie präzis, meist sehr schnell, wägt aber zwischendurch die Worte ab. Der Kaffee steht auf dem Tisch, es kann beginnen.

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1. Anic Lautenschlager, gibt es im Leben einer Radiomoderatorin Tage, an denen Sie am liebsten mit niemandem reden?

Ja, das gibt es ab und zu. Es gibt auch Tage, an denen du bis zum Zeitpunkt, wo du ins Radiostudio hineinläufst, noch kein Wort geredet hast. Aber ich hatte noch nie ein Problem damit, ich brauche keine Anlaufzeit. Bei mir redet es meistens.

2. Dann legen Sie den Schalter um und es redet?

Ja, aber es gibt schon zähere Tage. Aber so fest Profi musst du dann sein.

3. Mit der Morgenmoderation haben Sie aufgehört …

… ja, ich bin jetzt sozialverträglich (lacht).

4. Wie lange sind Sie mitten in der Nacht aus den Federn?

Insgesamt, wenn man Radio 3fach und Virus dazurechnet … (grübelt) … etwa 12 Jahre, kann das sein?

5. Und dann hatten Sie das Frühaufstehen satt?

Es gab eine Rochade im Team und ich hatte die Chance, vom Morgen in den Vorabend zu wechseln. Mir gefällt die sehr enge Zusammenarbeit zwischen Produzent und Moderatorin. Aber ich find’s nach wie vor mega schön, am Morgen zu moderieren. Mit den Leuten aufstehen und sie in den Tag begleiten … aber aus persönlicher Sicht ist es schon sozialverträglicher, wenn du normale Arbeitszeiten hast.

«Ich sage immer, ich wäre sportlich, wenn ich Sport machen würde.»

6. Wieso sieht man Sie derzeit auf Bildern so oft mit Golfschläger?

Ich lerne für ein SRF-Projekt Golf spielen, es heisst «Ready, Steady, Golf!» und wird im September ausgestrahlt. Während fünf Tagen versuchen wir uns mit zwei Viererteams vom Genfer- an den Bodensee zu golfen. Neben den Golfplätzen und mitten durchs Kraut. Ich wurde gefragt, ob ich Lust hätte, das zu machen, und ich fand’s lustig. Und darum lerne ich jetzt Golf.

Von der «3fächlerin» zur Golferin

Anic Lautenschlager (33) hat ihre Radiokarriere beim Luzerner Jugendradio 3fach gestartet. Via SRF Virus ist sie schliesslich 2008 bei SRF3 gelandet. Sie ist verheiratet mit Ivo Amarilli, der ebenfalls bei SRF arbeitet.

Für das neue trimediale Format «Ready, Steady, Golf!» tritt sie ab 11. September gegen Moderationskollege Julian Thorner an. Beide spielen mit einem Golf-Team quer durch die Schweiz, wer den Ball zuerst im Bodensee versenkt, hat gewonnen. 11. bis 15. September 2017 täglich auf SRF 3, spätabends im Fernsehen und stets online.

7. Und wie läuft’s?

Ich hätte sonst nie angefangen und ich verfluche es sehr häufig. Aber es macht recht Spass. Die Idee ist, dass ich bis September die Platz-Reifeprüfung mache – mein Konkurrent Julian Thorner hat sie schon.

8. Es gab doch mal die Turbogolfer in Luzern? Eine ähnliche Idee?

Ja, das waren Benji Gross und Dominic Deville, die machten das schon vor einer Ewigkeit. Wobei beim Turbogolf wurde sicher viel mehr Bier getrunken.

9. Wird man Anic Lautenschlager in Zukunft auf dem Golfplatz antreffen?

Es ist unheimlich zeitaufwendig und man braucht dazu ja einen golfenden Freundeskreis. Den habe ich noch nicht, obwohl mehr Leute golfen, als ich gedacht hätte. SRF3-Kollege Michael Zezzi etwa golft auch. Aber mir gefällt der Gedanke, draussen etwas zu machen. Gerade für mich, weil ich ja in der Tendenz eher unsportlich bin.

«Ready, Steady, Golf!»: Anic Lautenschlager lernt jetzt Golf spielen.

«Ready, Steady, Golf!»: Anic Lautenschlager lernt jetzt Golf spielen.

(Bild: SRF)

10. Und Sie haben’s damit in die «Schweizer Illustrierte» geschafft. Sind Sie in der Promiliga angekommen?

Jesses Maria, ja. Ich musste sehr lachen. Sie machen ja diese Listen mit den prominenten Golfspielern und ihren Handicaps. Und ich habe weder ein Handicap noch einen Club – ich kann nicht mal richtig golfen (lacht).

11. Dort habe ich auch gelesen, dass Ihr Vater Eishockeyspieler war.

Ja, er ist immer noch Trainer. Er spielte bei Kloten und Biel. In der Nacht, als ich auf die Welt kam, hat er mit Biel Davos geschlagen. Mein Mami ist nach dem Match noch schnell in die Disco und dann ins Spital. Irgendwie so.

12. Aber der Sport hat nicht auf Sie abgefärbt?

Ich sage immer, ich wäre sportlich, wenn ich Sport machen würde. Ich wäre nicht untalentiert und ich finde den Wettbewerbsgedanken lässig. Ich ging auch immer gerne ins Turnen und habe als Teenager Curling gespielt. Aber dann kamen halt andere Sachen … Und ich bin nicht auch nicht die, die alleine joggen geht, ich hasse Joggen.

13. Würden Sie ein Bild von Ihnen zeichnen beim Golfen?

Oh mein Gott, also gut … (zeichnet) Wie hält man einen Golfschläger? (lacht) Das wird ganz schlimm …

Vermutung: Anic Lautenschlager kann besser golfen, als sich beim Golfen zeichnen.

Die Ähnlichkeit zum Bild oben ist frappant.

(Bild: jwy)

14. Wird man im SRF3-Umfeld nicht automatisch mitgerissen beim Sportgucken?

Ich bin da eine Mitläuferin. Wenn ich zufällig irgendwo bin, wo ein Match läuft, dann schaue ich, bin nervös und fiebere mit. Ich mag auch es sehr, wenn ein Stan-Wawrinka-Match in meine Sendung fällt. Ich verstehe die Faszination total, bin aber nicht so fanatisch.

15. Gibt es ein Radiomoment, für das Sie sich heute schämen?

Ich habe einem Comedian mal die Pointe abgeschnitten. Das war bei «Jeder Rappen zählt» und ich glaube, es war Michael Elsener – Entschuldigung an dieser Stelle. Ich war voll überzeugt, dass es vorbei war, und habe den Schluss-Jingle reingehauen. Aber so richtig in Grund und Boden schämen musste ich mich noch nie. Hoffentlich.

16. Wieso ist Radio wie Psychotherapie, wie Sie auf der SRF3-Website schreiben?

Ich habe Radiomachen so erlebt: Zuerst musst du das Handwerk lernen: wie all die Knöpfchen funktionieren, das Schneiden und wie man eine Moderation aufbaut. Später geht es darum, wie du wirkst. Dann hat es für mich etwas Psychotherapeutisches. Du hast Feedbackrunden und plötzlich heisst es: In dem Moment tönst du arrogant oder besserwisserisch. Das willst du gar nicht, aber aus irgendeinem Grund tönst du so. Dann musst du dich relativ intensiv mit dir selbst auseinandersetzen.

17. Die Glasbox wird ja wieder in Luzern stehen dieses Jahr. Sie haben das zweimal moderiert. Sind Sie wieder dabei?

Ich sage meinem Chef jedes Jahr: Ich möchte dabei sein, ganz egal, ob in, hinter oder neben der Box. So ist es auch dieses Jahr.

18. Übrigens, wir haben eine Gemeinsamkeit: Menschen, die vor uns langsam gehen, machen uns nervös.

Ja, das finde ich ganz schlimm. Wenn Leute zu dritt auf einem Trottoir laufen und du kannst nicht vorbei. Obwohl mir mein Mann sagt, dass ich das auch mache. Dass ich in der Migros vor Leuten stehe und nicht merke, wenn sie vorbei wollen.

19. Was tun Sie, wenn Sie Ihre Stimme am Radio hören?

Es kommt vor, etwa wenn die Stimme in einem Trailer vorkommt. Früher bin ich noch zusammengezuckt, aber mittlerweile passiert gar nichts mehr.

20. Ihre Stimme ist national bekannt. Haben Sie viele Fans?

Im Vergleich zu Nik Hartmann oder Mona Vetsch eher wenig. Aber sobald das Gesicht dazukommt, wenn man etwas im Fernsehen gemacht hat, merkt man das. Es kommt schon mal vor, dass jemand sagt: «Du bist doch …» Aber die Schweizer sind enorm zurückhaltend.

21. Aber Sie wurden einmal im Coop erkannt, habe ich auf Facebook gesehen.

Ja, das war mega herzig. Ich ging im Bahnhof-Coop posten, und ein Kind stand vor mir und wollte Früchte wägen. Die Mutter hat mich nicht angesprochen, aber nachträglich geschrieben und sich entschuldigt, dass es etwas länger dauerte.

«D’Anic Lautenschlag usbrämst mit Manderindli»:

22. Jetzt haben Sie frei, was machen Sie an solchen Tagen?

Ich bin unheimlich gut im Faulsein, ich schlage mein Netflix-Abo wirklich raus. Ich muss mich auch ab und zu rausreissen und sagen: Jetzt musst du etwas machen. Meistens versuche ich, alle sozialen Kontakte nachzuholen, die ich während der Arbeit vernachlässige. Etwa meine beiden Gottenmeitlis. Oder ich muss den Haushalt machen. Ich bin sehr gut im Alles-Liegenlassen, ich kann schlecht konstant Ordnung halten. Es ist recht unspektakulär. Und jetzt habe ich ja noch Golf als neues Hobby.

23. Sie kommen ja bei SRF 3 mit vielen interessanten Leuten in Kontakt. Welches war die eindrücklichste Person?

(Seufzt und überlegt) Ich hatte nicht die eine Begegnung, die mein Leben verändert hat. Ich habe ganz grundsätzlich gerne Interviews und ich mag’s, wenn’s lustig wird. Da könnte ich ein paar Musiker aufzählen – Biffy Clyro etwa oder auch Seven. Aber eindrücklich … ich war zweimal für JRZ in Kolumbien, diese Begegnungen in den Slums waren für mich eindrücklicher als etwa eine Begegnung mit einem Bundesrat.

24. Dann gibt es auch niemanden, den Sie nicht mehr sehen wollen?

Klar, gibt es Leute, mit denen es weniger spannend war, ich nenne jetzt keine Namen. Aber von mir aus können alle kommen.

«Ich sage extrem viel ‹es bitzli› oder ‹bitz öppis›.»

25. Hatten Sie oder haben Sie eine Marotte vor dem Mikrofon?

Die kommen und gehen. Gewisse Floskeln schleichen sich ein. Wenn du’s positiv drehst, ist es dein Markenzeichen. Es gibt Sachen, die sind eine Zeit lang gut, fangen aber an, dich selber zu nerven. Aber es ist schwierig, die wieder loszuwerden. Im Moment sage ich häufig: «D’Anic Lautenschlager mit euch bis am 7i». Das «mit euch bis am 7i» fängt mich an zu nerven. Und ich sage auch extrem viel «es bitzli» oder «bitz öppis».

26. Waren Sie schon mal sprachlos im Radiostudio?

Ich glaube nicht, aber ich träume jeweils davon, das ist der Horror! Wirklich schlimm, aber das Schöne am Radio ist: Im Notfall gibt es immer den Knopf und dann kommt Musik.

27. Sie haben letzten Sommer geheiratet, eine gute Entscheidung?

Ja, ich hoff’s doch. Das Fest war mega toll. Es fühlt sich genauso an wie vorher, und das ist auch gut so.

28. Sie sind auf Social Media recht präsent, das gehört bei SRF 3 dazu. Ist es ein lästiges Muss oder leben Sie das wirklich?

Ich mach es gern, aber ich bin unregelmässig. Vielleicht ist es eine Generationenfrage, aber ich kann schlecht mein tägliches Leben in Social Media verpacken. Ich poste halt, wenn tatsächlich etwas passiert. Aber klar, es ist je länger je mehr Part of the Deal, man muss das professionalisieren, auch wenn sich ein Teil in mir etwas sträubt. Ich kann noch viel lernen, bei gewissen technischen Sachen stehe ich an. Es ist brutal, wenn man das mit 33 sagt (lacht).

29. Instagram oder Facebook?

Instagram, ich find’s einfacher: ein Bild, vielleicht ein Satz. Aber man muss nichts schreiben.

Und so sieht das dann aus:

 

Brother from another mother.

Ein Beitrag geteilt von Anic Lautenschlager (@anicanic) am9. Mai 2017 um 4:02 Uhr


30. Dominic Deville oder Jan Böhmermann?

Ich unterstütze die lokalen Helden: Dominic Deville.

31. Radio oder TV?

Radio! Ich werde häufig gefragt, ob ich mal zum Fernsehen gehe. Viele Leute sehen Radio als Vorstufe zum Fernsehen, ich sehe das aber nicht so. Radio wird immer ein Teil von mir bleiben, Radio ist so direkt und im Moment. Wenn ich mich für ewig entscheiden müsste, wär’s Radio.

32. Welche Radiosendung muss man unbedingt hören?

Ich bin auf Podcasts gekommen, da gibt’s eine riesige Welt zu entdecken. Ich habe angefangen, «Serial» zu hören, das ist eine amerikanische Talk-Sendung von einem Trüppchen Investigativ-Journalisten. Sie rollen Kriminalfälle neu auf und es ist unheimlich interessant. Es ist komplett am anderen Ende der Skala, als das, was ich mache. Man muss wirklich zuhören, es ist nicht Radio als Begleitmedium.

33. «House of Cards» oder «Game of Thrones»?

Ich habe noch nie «Game of Thrones» gesehen, und bei «House of Cards» bin ich irgendwann ausgestiegen.

34. Welche Serie ist bei Ihnen auf Netflix angesagt?

Mein Gott, ich schäme mich ein bisschen. Ähm, ich muss zuerst differenzieren. Es gibt Serien, die mich wirklich packen, und dann gibt es jene, die ich einfach konsumiere, weil ich Zeit habe. Ich schaue im Moment «iZombie», überhaupt nichts, das man sehen muss. Eine Assistenzärztin wird an einer Party von einem Zombie gekratzt und wird selber zum Zombie und muss nun Hirne essen, damit sie normal bleibt. Es ist völlig dämlich, aber das schaue ich momentan.

Na dann:

35. Welches Buch liegt auf dem Nachttisch?

Ich würde so gerne mehr lesen, ich habe einen Stapel Bücher und «Reportagen» neben meinem Bett. Netflix kills all my Books. Aber ich kann in den Ferien sechs Bücher in einer Woche lesen.

36. Wo verkehren Sie in Luzern im Ausgang?

Ausgang, was ist das? Ich bin eine schlechte Ausgängerin, gewisse Clubs in Luzern kenne ich nicht mal mehr. Ich bin überall gerne am Wasser, Buvette, Volière oder kürzlich erstmals im Nordpol. Aber ich bin viel zu wenig in Luzern unterwegs. Ich schäme mich manchmal, wenn Leute von auswärts fragen, wo man in Luzern hin soll.

«Die hartnäckigen Kritiker vergessen, dass es eigentlich einen Knopf gäbe, um das Radio abzuschalten.»

37. An Festivals und Konzerte gehen Sie?

Wenn du mal als Radiomensch an einem Festival warst und den Komfort von einem Backstage-WC genossen hast, bist du nicht mehr so auf dem Zeltplatz anzutreffen. Ich habe immer gern an Festivals gearbeitet, aber ich versiffe es leider immer, Tickets zu kaufen.

38. Man beschwert sich ja gern über die Musik bei SRF 3. Hören Sie das oft?

Es gibt immer Songs, die polarisieren. Etwas der «Hippie-Bus» von Dodo. Und viele Leute haben das Gefühl, wenn Anic im Radio ist, dann hat sie die Musik ausgewählt. Man muss den Leuten dann erklären, dass wir eine Musikredaktion haben, die sich einmal in der Woche trifft und sich alle neuen Songs anhört. Und die richtig hartnäckigen Kritiker vergessen, dass es eigentlich einen Knopf gäbe, um das Radio abzuschalten.

39. In Ihrer Küche: Läuft Radio 3fach oder SRF 3?

(lacht) Am Morgen meist SRF 3, damit ich weiss, was gelaufen ist auf dem Sender. 3fach dann, wenn ich im Auto unterwegs bin. Ich werde dann immer etwas nostalgisch. Und bei Moderationen, in denen viel Herzblut steckt, aber wo man mit wenigen Kniffs etwas verbessern könnte, würde ich manchmal gerne anrufen und Tipps geben. Dann sage ich mir: Nein, das sind die jungen Wilden, das ist genau richtig so, die sollen einfach machen.

40. Was hält Sie immer noch in Luzern? Wollten Sie nie nach Zürich ziehen?

Luzern selber, es hat sich einfach nie aufgedrängt. Erstens haben wir eine total schöne Wohnung und wir haben Familie und Freunde da. Uns hat auch das Pendeln nie gestresst. Ich weiss: Wenn ich in Luzern bin, habe ich frei, und wenn ich in Zürich bin, dann arbeite ich, es ist sauber getrennt.

41.  Wann nerven Sie sich über Luzern?

(überlegt lange) Hm. Wir haben schon weniger schönes Wetter als Basel. Aber ich nerve mich mittlerweile nicht mal mehr ab der Fasnacht. Ausser ab der Bahnhof-Guuggete! Ich finde allgemein alle Events, die im Bahnhof stattfinden, unnötig. Warum geht man an einen Weihnachtsmarkt im Bahnhof? Ein Bahnhof ist doch ein Ort, den ich so schnell wie möglich durchqueren muss, wenn’s nötig ist.

42. Beatles oder Stones?

Beatles, wenn ich mich für ewig entscheiden müsste.

43. Züri West oder Jeans for Jesus?

Züri West, weil ohne Züri West würd’s wahrscheinlich Jeans for Jesus nicht geben.

44. Reeto von Gunten oder Mona Vetsch?

Ou, das ist fies! Montag bis Freitag Mona Vetsch, am Sonntag Reeto von Gunten (lacht).

45. Bier oder Wein?

Bier, glaubs.

46. Mit wem würden Sie gern im Lift stecken bleiben?

Grundsätzlich mit niemandem, ich stelle mir das recht mühsam vor. Ich bin recht Fan von Katrin Bauerfeind, einer deutschen Moderatorin. Sie hat viel für WDR und 3sat gemacht. Ich würde gerne herausfinden, ob ich sie, wenn ich sie einfach so treffe, auch noch so cool finden würde wie im Fernsehen.

47. Was bringt Sie zum Lachen?

Schlechte Wortspiele und Situationskomik. Es braucht gar nicht viel. Konkret etwa die Serie von Christian Ulmen: «Jerks». Da musste ich unheimlich viel lachen, da war das Lachen pro Folge relativ hoch, weil es so absurd ist.

48. Apropos: Erzählen Sie uns bitte einen Witz!

Wenn’s irgendwie geht, erzähle ich keine Witze. Aber ich hab’s geahnt …

 

49. Sind Sie politisch aktiv?

Ich gehe abstimmen und wählen, das finde ich wichtig. Ich hab’s auch schon versifft, das regt mich dann richtig auf. Aber ich beziehe als SRF-Moderatorin nicht klar für etwas Stellung. Aber im Freundeskreis rufe ich die Leute schon dazu auf, etwa meinen Bruder, der es oft verhängt.

50. Letzte Frage: Was würden Sie Anic Lautenschlager am Mikrofon fragen?

Ui, ein Interview mit mir selber? (überlegt) Ich glaube, ich würde mich fragen: Geht’s dir gut? Weil man sich das selber im Alltag viel zu wenig fragt. Man stellt die Frage immer anderen, aber nie sich selber. Das wäre interessant, vielleicht würde es ganz melodramatisch werden.

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