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«Ich bin stolz darauf, Patriotin zu sein»
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Yvette Estermann (48) kümmert sich gerne um ihren grossen Garten. (Bild: les )

Interview: Ständeratskandidatin Yvette Estermann «Ich bin stolz darauf, Patriotin zu sein»

11 min Lesezeit 4 Kommentare 19.08.2015, 11:00 Uhr

Die Krienser SVP-Nationalrätin Yvette Estermann polarisiert. Und will jetzt ins Stöckli. Im Interview mit zentral+ erzählt sie, weshalb sie eine erbitterte Gegnerin der Sommerzeit ist, wieviel Geld sie für den Wahlkampf ausgibt und wieso sie die Linken eigentlich ganz gerne hat.

In einer Serie stellt zentral+ die Luzerner Ständeratskandidaten vor. Das heutige Treffen findet in Kriens statt. Bei schönem Blick auf den Vierwaldstättersee sind wir mit SVP-Nationalrätin Yvette Estermann verabredet. Die 48-Jährige macht sich gerade die Hände bei der Pflege ihres Gartens schmutzig.

Wir treffen Yvette Estermann an einem Ort, der ihr besonders am Herzen liegt, denn sie wuchs in einer kleinen Gärtnerei bei ihrer Grossmutter in der Slowakei auf. «Momentan bin ich überall etwas im Verzug, es ist viel zu tun», sagt sie und schneidet einen Strauch zurecht. Estermann ist viel beschäftigt. Und das wird sich in naher Zukunft nicht ändern. Ihr Wahlkampf sei sehr zeitintensiv, gibt Estermann preis. Da geniesse sie die Zeit im Grünen, um Kraft zu schöpfen. Kraft, die sie brauchen kann. Denn sie packt mitunter Themen an, bei denen der Widerstand besonders gross ist.

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Sie sei glücklich verheiratet, habe eine Familie und lebe in guter Nachbarschaft, sagt Estermann. Für weitere Fragen zu ihrem Privatleben verweist sie lachend auf ihren Mann. Doch es gibt viel interessantere Gesprächsthemen mit der in der Slowakei aufgewachsenen SVP-Frau, die sich als Vorzeige-Einwanderin sieht.

Zur Person

Yvette Estermann sitzt seit 2007 für die SVP im Nationalrat. Sie ist Mitglied der Aussenpolitischen Kommission. Estermann ist verheiratet und hat einen 20-jährigen Sohn. Beruflich führt die 48-Jährige eine Beratungspraxis. Wirren hatte es in Vergangenheit um ihren Doktortitel gegeben, der ihr vom Schweizer Ärzteverband aberkannt wurde. Sie hat zwar Medizin studiert, ihr fehlt aber die Dissertation.

zentral+: Frau Estermann, fühlen Sie sich noch als Immigrantin?

Yvette Estermann: Sie hören es beim ersten Wort, ich bin nicht hier geboren. Aber ich sehe mich sowieso als Gast auf dieser Welt und Kriens ist der Ort, wo ich mich beheimatet und wohl fühle. Das bedeutet mir viel.

zentral+: Weshalb soll der SVP mit Ihnen der Sprung ins Stöckli gelingen?

Estermann: Ich werde mich reinknien und alles tun, was in meinen Händen liegt. Aber schlussendlich entscheidet der Stimmbürger – das ist das Schöne an der Demokratie.

«Ich drücke mich nicht vor Meinungsäusserungen.»

zentral+: Und wie schätzen Sie die Ausgangslage ein?

Estermann: Wie gesagt, die Chance ist da. Sonst würde ich mich gar nicht engagieren.

zentral+: Als zweitgrösste Partei kann man die Ambitionen der SVP durchaus verstehen. Sie als Kandidatin sind allerdings umstritten. Gelingt der Sitzgewinn mit einer Hardlinerin?

Estermann: Ich sehe mich nicht als Hardlinerin. Ich bin direkt und setze den Auftrag der Stimmbürger um. Ich drücke mich nicht vor Meinungsäusserungen. In den letzten Jahren habe ich nie gehört, ich sei zu hart. Ganz im Gegenteil: Die Leute sagen mir, es sei richtig für seine Anliegen zu kämpfen und sich nicht beeinflussen zu lassen.

zentral+: Sagen Sie bitte in 30 Sekunden, warum man Sie wählen sollte.

zentral+: Wie bestreiten Sie Ihren Wahlkampf?

Estermann: Ich habe eine Tour geplant: Ich werde jede Gemeinde des Kantons besuchen. Wir suchen das Gespräch mit den Leuten. Obwohl ich eigentlich die ganze Zeit viel unterwegs bin. Deswegen ist der Wahlkampf für mich kein besonderer Kraftakt.

zentral+: Sind Sie transparent, was die Finanzierung Ihres Wahlkampfs betrifft?

Estermann: Die Kampagne läuft etwa in dem Rahmen, wie die bisherigen. Das Budget der Familie liegt zwischen 20’000 und 30’000 Franken. Hinzu kommen Personen, die mich mit Sachleistungen unterstützen, etwa mit Plakatplätzen oder Naturalspenden. Geld ist nicht das Entscheidende für einen erfolgreichen Wahlkampf, ich setze auf persönliche Begegnungen.

zentral+: Was sagen Sie zum Wahlkampfsong «Wo e Willy esch, esch au e Wäg»?

Estermann: Ich finde das lustig. Man kann auch ganz ernste Themen einmal auf eine andere Art und Weise angehen. Menschen, die wenig Ahnung von Politik haben, kann so vielleicht der Zugang zur Materie erleichtert werden.

Wir bitten Yvette Estermann um ein Solo, doch sie lehnt ab. Sie sei zu wenig gut.

zentral+: Sie kandidieren auch für den Nationalrat, sind das Zugpferd der SVP und haben die Wiederwahl praktisch auf sicher. Ein Selbstläufer?

Estermann: Ich habe mir gesagt, dass ich aus einer starken Position und aus Überzeugung Ständerätin werden möchte und nicht einfach um meinen Nationalratssitz zu sichern. Ideal wäre es natürlich, wenn ich einem Kollegen ermöglichen könnte, nachzurutschen.

«Meine Ideen für die Schweiz sind auch gut für den Kanton Luzern.»

zentral+: Zur Ausgangslage: Legt die SVP zu und jagt der GLP den Nationalratssitz ab?

Estermann: Ich hoffe es. Wir konnten bei den Kantonsratswahlen zulegen und ich rechne auch auf nationaler Ebene mit einer minimalen Erhöhung. Ein Sitzgewinn ist durchaus realistisch, wohl sogar wahrscheinlicher als der Einzug in den Ständerat.

zentral+: Was könnten Sie für den Kanton Luzern im Ständerat bewirken?

Estermann: Ich sehe jetzt nicht so grosse Unterschiede zwischen National- und Ständerat. Ich frage mich immer, welche Auswirkungen meine Entscheide auf die Luzerner haben. Und: Meine Ideen für die Schweiz sind auch gut für den Kanton Luzern.

zentral+: Wie würden Sie Ihr politisches Profil beschreiben?

Estermann: Man sieht es gleich: Die restriktive Migrationspolitik steht im Zentrum. Wir sind es dem Stimmbürger schuldig, dass er sich zu Hause wohl und sicher fühlt. Dann bin ich für die Stärkung des Gewerbes und der Landwirtschaft. Es ist zentral, dass die Steuern und Abgaben nicht erhöht werden. Bei der liberalen Gesellschaft und dem Sozialstaat muss man aufpassen. Denn nicht immer ist eine Öffnung wirklich besser.

Strikte Ausländerpolitik und ein strenges Rechtssystem stehen im Zentrum von Estermanns Politik. Aussenpolitische Öffnung lehnt sie ab (Bild: vimentis).

Strikte Ausländerpolitik und ein strenges Rechtssystem stehen im Zentrum von Estermanns Politik. Aussenpolitische Öffnung lehnt sie ab (Bild: vimentis).

zentral+: Auffallend ist auch der tiefe Wert bei der offenen Aussenpolitik. Sind Sie für die totale Abschottung?

Estermann: In den letzten Jahren haben wir uns einfach viel zu stark geöffnet, jetzt sehen wir die Auswirkungen. Wir haben mehr Kriminalität, müssen die Strassen ausbauen, haben zu wenig Wohnflächen und so weiter. Man darf sich schon fragen, wie viele Leute die Schweiz erträgt. Deshalb kann ich es gut vertreten, eine offene Aussenpolitik abzulehnen.

zentral+: Aber Ihre Haltungen sind in gewissen Punkten schon extrem?

Estermann: Man muss kämpfen und Druck aufbauen. Wenn wir alles absegnen würden, nähme uns niemand ernst. Deshalb können unsere Positionen manchmal extrem erscheinen. Wir versuchen aber immer, das beste für die Bevölkerung zu erreichen.

«Dass man dort keinen Riegel schiebt, verstehe ich nicht.»

zentral+: Die SVP bearbeitet das Ausländer- und Asylthema wie keine andere Partei. Aber haben Sie auch Lösungen oder sind Sie einfach eine Wutbürgerin?

Estermann: Bereits vor Jahren haben wir viele Lösungen präsentiert, etwa ein Punktesystem für die Zuwanderung. Ich selber habe einen Vorstoss eingereicht, der die Hilfe vor Ort in den Krisenregionen prüfen sollte. Man könnte mit viel weniger Geld viel mehr erreichen. Und dabei allen Bedürftigen helfen, statt nur einigen Auserwählten hier in der Schweiz. Auch Länder, welche vor Ort Flüchtlinge aufnehmen, etwa den Libanon, sollten wir finanziell unterstützen. Mit der Entwicklungshilfe hätten wir das richtige Instrument. Leider fliesst dieses Geld heute irgendwohin.

zentral+: Und die Mittelmeerproblematik?

Estermann: Man muss die afrikanische Grenze bewachen, auch mit Hilfe der EU und der UNO. Somit könnten die Leute gar nicht aufs Mittelmeer gelangen. Dass man dort keinen Riegel schiebt, verstehe ich nicht. Ich frage mich, wie lange die EU und die UNO noch zuschauen. Wie viele Menschen müssen noch sterben?

«Irgendeinmal endet dieser Unsinn, der nichts ausser Ärger und Krankheit bringt.»

zentral+: Nun zu Ihren Vorstössen. Die Abschaffung der Sommerzeit ist eines Ihrer Lieblingsthemen. Dafür wurden Sie von vielen Seiten belächelt, stört Sie das?

Estermann: Solche Reaktionen sind selbstverständlich – das stört mich aber nicht. Ich habe auf keinen Vorstoss so viele positive Rückmeldungen erhalten wie auf diesen. Auch als Ärztin verurteile ich diese Sinnlosigkeit, denn es gibt Leute, die stark unter der Sommerzeit leiden. Wenn ich ganz wenig dazu beitragen kann, dass dieser Unsinn aufhört, dann mach ich das, egal wer über mich lacht. Das sage ich aus tiefster Überzeugung. Irgendeinmal endet dieser Unsinn, der nichts ausser Ärger und Krankheit bringt.

zentral+: Und wenn jemand diese Haltung als verrückt bezeichnet. Nehmen Sie das nie persönlich?

Estermann: Nein, ich weiss wofür ich kämpfe und mache das wirklich aus Überzeugung. Alle, die eine spezielle Art zu kämpfen haben, werden belächelt. Die positiven Rückmeldungen bestätigen mich aber.

zentral+: Eines Ihrer weiteren Ärgernisse ist der hohe Einsatz von Ritalin bei Kindern. Wo liegt das Problem?

Estermann: Die Ritalinabgabe an Kinder ist auf unglaublich hohem Niveau. Auch die UNO rügte die Schweiz diesbezüglich. Im Tessin ist der Verbrauch etwa fünfmal geringer, da muss man sich doch fragen weshalb. Man sollte unbedingt die anderen Methoden ausschöpfen und nicht den Weg des einfachsten Widerstands gehen. Mit meinem Kampf will ich auch Eltern und Lehrpersonen unterstützen.

Yvette Estermann setzt sich ein gegen die Sommerzeit und die Abgabe von Ritalin (Bild: les).

Yvette Estermann setzt sich ein gegen die Sommerzeit und die Abgabe von Ritalin (Bild: les).

zentral+: Dann wollen Sie auch die Schweizer Fahne am Bundeshaus aufgehängt sehen oder die Kenntnisse zur Landeshymne verbessern. Sind Sie eine Symbolpolitikerin?

Estermann: Solche nationalen Symbole sind etwas Schönes und Wichtiges. Jeder hat sofort ein gutes Gefühl, wenn er diese Symbole sieht. Aber es geht um viel mehr. Das nationale Befinden sollte vor das persönliche gestellt werden. Erst wenn dieses Gefühl stark genug ist, kann man auch behaupten, ein guter Weltbürger zu sein.

zentral+: Zu viel Nationalstolz wird doch negativ bewertet.

Estermann: Ich wurde einmal in Bern an einer Veranstaltung von Linken angegriffen. Von Leuten der Reitschule, des schwarzen Blocks, oder wo die alle herkommen – schwarze Schafe (lacht). Wir waren mit Fahnen unterwegs, ich in der Tracht. Dann hielten uns vermummte Leute an und provozierten mich mit «Du **irgendein Schimpfwort** Patriotin» und ich musste sagen: Das war kein Schimpfwort, sondern ein Kompliment. Wenn alle Leute patriotisch wären, hätten wir weniger Probleme auf der Welt.

zentral+: Zu etwas Unpolitischem: Sie sind ein Farbtupfer in der oftmals grauen Politlandschaft. Können Sie uns etwas über Ihren Kleidungsstil verraten?

Estermann: Lacht. Ich mag einfach Farben, sie sehen das ja auch in meinem Garten. Ich bin ein sonniges Gemüt und mag den Landstil-Look. Dafür bekomme ich sehr gute Rückmeldungen.

Der Farbtupfer unter den Politikern. Yvette Estermann hier gemeinsam mit den Nationalratskandidierenden der SVP.

Der Farbtupfer unter den Politikern. Yvette Estermann hier gemeinsam mit den Nationalratskandidierenden der SVP.

(Bild: Picasa)

 

zentral+: Sie wurden zur fleissigsten Politikerin gekürt, da sie von allen Parlamentariern am häufigsten bei Abstimmungen anwesend waren. Sind Sie eine Perfektionistin?

Estermann: Ich bin sehr pflichtbewusst. Wenn Abstimmungen nach links kippen, nur weil Leute nicht da sind, nervt mich das extrem. Zudem: Wenn man sich einschreibt und Taggeld erhält, und nicht im Rat anwesend, sondern beim Apéro ist, geht das überhaupt nicht. Ich möchte einen Arbeitgeber sehen, der so etwas zulässt.

«Ich habe keine Hemmungen, mich für die Landwirtschaft einzusetzen und zu lobbyieren.»

zentral+: Sie haben ein Buch geschrieben. Unter anderem über den unsäglichen Lobbyismus. Was genau stört sie daran?

Estermann: Die ganzen Interessenbindungen sind aufgeführt, geheim ist eigentlich nichts. Mich stört einfach, dass man teilweise grundlos Lösungen blockiert. Die Lobbyisten helfen sich oft auch aus Eigennutz gegenseitig und verhindern so positive Entwicklungen für die Bevölkerung.

zentral+: Ausser bei der Agrarlobby, dort ist alles ok?

Estermann: Ich habe keine Hemmungen, mich für die Landwirtschaft einzusetzen und zu lobbyieren. Ich stehe zu diesen Anliegen, wir alle wollen regionale Produkte. Nein, in erster Linie macht mir die Geschäftsmacherei Mühe.

zentral+: Ein anderes Kapitel heisst: «Frauen zurück an den Herd?» Sind Sie eine Anti-Feministin?

Estermann: Ich stehe zu meiner Weiblichkeit und ich stehe auch dazu, am Herd gestanden zu haben. Man kann nicht alles haben, perfekt im Job und in der Familie. Man sollte Prioritäten setzten. Ich befürworte das Normale: die klassische Familie. Immer mehr junge Frauen finden übrigens zu diesem Modell zurück.

zentral+: Wie stehen Sie eigentlich Ihren politischen Gegnern gegenüber?

Estermann: Also, die Linken mag ich eigentlich ganz gut. Da weiss man immer, woran man ist und wie sie ticken. Mühe machen wir Personen, die immer ihre Meinung wechseln und je nach Gesprächspartner völlig unterschiedliche Positionen vertreten.

Ständeratskandidatin Yvette Estermann nimmt zu 12 heissdiskutierten Fragen Stellung

Sind Sie für die Homo-Ehe?

Eher Nein, die Ehe ist etwas Spezielles. Die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle befürworte ich.

Sind Sie für die Legalisierung von Cannabis?

Grosses Nein. Als Mutter und als Ärztin lehne ich das ab.

Sind Sie für ein neues Rahmenabkommen mit der EU?

Nein, die Übernahme von EU-Recht lehne ich ab.

Sind Sie für eine zweite Gotthardröhre?

Ja, um die Sicherheit zu erhöhen.

Sind Sie für den Lehrplan21?

Nein, die Harmonisierung von Lehrplänen wäre wünschenswert. Aber, dass die ganzen Anhängsel wie Früheinschulung oder integrierte Betreuung harmonisiert werden sollen, geht nicht.

Sind Sie für eine Beschränkung der Zuwanderung?

Ja, wir haben zu viele Einwanderer.

Sind Sie für mehr Geld zugunsten der Armee?

Ja, ein Bestand von 140’000 Soldaten wäre angemessen.

Sind Sie für eine Erhöhung des Rentenalters?

Diese Frage ist sehr schwierig. Eher nein, es muss andere Möglichkeiten geben. Eine Angleichung des Frauenrentenalters unterstütze ich.

Sind Sie für die Energiestrategie 2050?

Nein, diese ist total fehlerhaft und völlig überhastet.

Sind Sie für die Aufnahme zusätzlicher Asylbewerber?

Nein, wir müssen das Problem vor Ort lösen.

Sind Sie für die Förderung von externer Kinderbetreuung?

Nein, es gibt bessere private Modelle.

Soll der Bund die Kulturförderung abschaffen?

Nein, aber heute sind die Gelder völlig falsch aufgeteilt. Das Verkehrshaus oder das Naturhistorische Museum sollten Gelder erhalten und nicht irgendein Künstler, der eine Pyramide aus vergammeltem Fleisch baut.

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Bereits erschienen in der Interview-Reihe:

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4 Kommentare
  1. Lukas Bucher, 19.08.2015, 20:32 Uhr

    Ich wähle Yvette Estermann ganz sicher nicht als Ständerätin. Nicht einmal, dass sie eine Frau ist wäre ein Grund dazu. Denn sie vertritt Meinungen wie z.B. betreffend der Fristenlösung, die ich überhaupt nicht vertrete.

    Weder hat sie sich mit nützlichen und wichtigen Vorstössen hervorgetan noch ihre Meinung während der Legislatur geändert. Wer ernsthaft denkt, was das Volk bewegt sei, wann und wo die Nationalhymne gesungen wird und ob das Bundeshaus beflaggt ist – kennt sie das Volk sehr schlecht. Damit ist keinem Bürger und keiner Bürgerin geholfen.

  2. Anne Maeder Beglinger, 19.08.2015, 18:04 Uhr

    Ein durch und durch erschütterndes Interview, geeignet als Pflichtlektüre für alle Schweizerinnen und Schweizer und insbesondere alle Bürgerinnen und Bürger des Kantons Luzern.

    Als „Vorzeige-Einwanderin“ will sich SVP-Nationalrätin und Ständerat-Kandidatin Yvette Estermann sehen. Sie wuchs in der Slowakei auf und konnte sich noch rechtzeitig ein Plätzchen in der Schweiz sichern. Umso mehr kämpft sie heute gegen Einwanderung, da es „zu viele“ habe. „In den letzten Jahren haben wir uns einfach viel zu stark geöffnet, jetzt sehen wir die Auswirkungen. Wir haben mehr Kriminalität, müssen die Strassen ausbauen, haben zu wenig Wohnflächen“.

    Nun, wir sind ja glücklich zu wissen, dass sie sich in ihrem Anwesen mit grossem Garten, Swimmingpool und Blick auf den Vierwaldstättersee sicher nicht bedrängt fühlen muss. Oder etwa doch?
    Liest man doch fast täglich gerade von SVP-Seite, wer Flüchtlinge wolle, soll sie auf’s eigene Grundstück nehmen.

  3. Pro Metheus, 19.08.2015, 16:55 Uhr

    Mich hätte ja interessiert, was Frau Estermann zu den Themen
    – “aberkannter Doktortitel” Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/SVPNationalraetin-ist-ihren-Doktortitel-los-/story/17141470),
    – “Mandat bei der Titel-Mühle Freie Universität Teufen” (Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/schweizer-titelmuehlen-prof-dr-hochmut-a-564414.html),
    – “Eigennützige Yvette-Estermann-Stiftung” (Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Stiftung-mit-eigennuetzigem-Anliegen-/story/28168119) oder
    – “administration rassistischer Facebook-Gruppen” (Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Estermann-administrierte-rassistische-Gruppe-12790008) zu sagen gewusst hätte.

  4. Andy Künzli, 19.08.2015, 15:48 Uhr

    Eine selbsternannte “Vorzeige-Einwanderin” die sich für eine restriktive Migrationspolitik einsetzt, allein mit dieser Aussage disqualifiziert sich Frau Yvette Estermann bzw. Iveta Gavlasová für den Ständerat und die Politik allgemein. Auf Ihren Gruppenseiten auf Facebook tummeln sich die übelsten Rassisten dieses Landes. Als Administratorin dieser Seiten löscht sie keinen der widerlichsten und menschenverachtenden Kommentare. In jedem anderen Mitteleuropäischen Land wäre Sie nach Ihrem aberkannten Doktortitel vom politischen Parkett verschwunden!

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