Haben sie das Zeug zum Kultobjekt? Hünenberger Gemeindepräsidentin verschenkt zu Weihnachten «Hü-Socken»

2 min Lesezeit 1 Kommentar 16.12.2020, 11:45 Uhr

Die Hünenberger Gemeindepräsidentin Renate Huwyler wendet sich per Videobotschaft an die Mitarbeitenden der Gemeinde und Schulen. Ihrem Aufruf, sich «auf die Socken» zu machen, folgten bereits über 300 Personen.

«In dieser besonderen Zeit ist es mir ein besonderes Anliegen, euch allen herzlich danke zu sagen», beginnt die Hünenberger Gemeindepräsidentin Renate Huwyler ihre Ansprache, die sie als Videobotschaft allen Mitarbeitenden der Gemeinde und der Schulen verschickte.

Das Motto: «Wir müssen uns weiterhin auf die Socken machen.» Mit einer zum Schmunzeln anregenden Überleitung verrät Huwyler, dass sie die Lehrer und Gemeindemitarbeiterinnen mit flauschigen Füsslingen überraschen möchte. Dies als Dank für den ausserordentlichen Effort, der im vergangenen Jahr – gerade auch im Hinblick auf die Bekämpfung der Pandemie – geleistet wurde. Mit den Socken soll es in der aktuellen Situation möglich sein, alles ein bisschen leichter zu nehmen: «Mit den Hü-Socken geht alles ein Hü leichter», meint sie dann auch auf Anfrage am Telefon.

Mit Socken soll es einfacher gehen? «Ja, klar. Wenn man vor einer herausfordernden Aufgabe steht, schlüpft man morgens in die Socken und kommt damit lockerer durch den Tag.»

Nette Geste und positives Feedback

Allerdings haben Socken als Weihnachtsgeschenk nicht gerade den besten Ruf. Da kommt es aber natürlich auch aufs Motiv an. Ob die Socken mit den Einhörnern nun tatsächlich als originelles Weihnachtsgeschenk für die Mitarbeiterinnen angesehen werden oder nicht: Sie sind eine nette Geste des Gemeinderates von Hünenberg. Das soll auch die Bevölkerung so aufgenommen haben: «Wir bekamen viele positive Rückmeldungen», meint die Gemeindepräsidentin.

Rund 300 Paar Socken seien in den letzten Tagen an die Mitarbeitenden der Gemeinde und der Schulen verteilt worden. «Wenn wir uns sehen, wird es wohl vorkommen, dass viele von uns dieselben Socken anhaben», führt sie aus. Das soll verbinden und für zusätzlichen Zusammenhalt in schwierigen Zeiten sorgen.

Partnerschaftliche Produktion

Geschneidert und genäht wurden die Socken übrigens in der Partnergemeinde von Hünenberg. Banska Stiavnica heisst sie und liegt in der Slowakei. «Vergangenes Jahr haben die dort ansässigen Produzenten ihre Socken mit Sternenmotiv auf unserem Weihnachtsmarkt verkauft. Deswegen bin ich auf die Idee gekommen, die Socken bei unseren Freunden produzieren zu lassen», so Huwyler. So kam es dazu, dass der slowakische Produzent einen grösseren Auftrag von Hünenberg erhielt. Einzige Anpassung: Aus den sonst üblichen Sternchen wurden Einhörner – schliesslich will es das Wappen der Gemeinde so.

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1 Kommentare
  1. Remo Genzoli, 16.12.2020, 14:32 Uhr

    ja, balsam auf die geschundene seele eines motorisierten individualverkehrsfetischisten! schön blöd, dass die städtischen „jakobiner“ und nicht die ländlichen „girondisten“ dafür verantwortlich sind.

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