Hotel Seeburg: Nun droht polizeiliche Räumung
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Pächterin will ein «Terrain der verbrannten Erde hinterlassen». (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Ungewisse Zukunft für Angestellte Hotel Seeburg: Nun droht polizeiliche Räumung

2 min Lesezeit 2 Kommentare 12.10.2020, 08:15 Uhr

Der Streit rund um das Dreisternehotel Seeburg am Vierwaldstättersee geht weiter. Nun kündigte die Besitzerin, die Seeburg Hotels AG, der Pächterin PSG Unternehmungen AG den Vertrag. Die Angestellten bangen um ihren Job.

Seit 2017 hat die Pächterin PSG Unternehmungen AG, welche die bisherige Betreiberin des Seeburg-Hotels war, die Mietzinsen nicht mehr bezahlt. Die Besitzerin, die Seeburg Hotels AG, hat daraufhin einen Schlussstrich gezogen und die Kündigung ausgesprochen (zentralplus berichtete). Diese wurde durch mehrere Gerichtsinstanzen angefochten. Damit blieb die PSG selbst vor dem Bundesgericht erfolglos (zentralplus berichtete).

Wie die Besitzerin will «das Hotel Seeburg nach der erfolgreichen Ausweisung der Pächterin selber führen.» Dies teilt Ronals Joho-Schumacher, Mediensprecher der Seeburg Hotels AG gegenüber der «Luzerner Zeitung» mit. Die letzte Fristerstreckung ende dabei am 16. Oktober.

Polizeiliche Räumung möglich

In einem scheinen sich die beiden Parteien nicht im Klaren zu sein: Die PSG spricht nämlich nach wie vor davon, dass noch kein Entscheid bezüglich künftiger Zusammenarbeit oder einer Trennung gefallen sei. Die Seeburg Hotels AG kontert: «Fakt ist, dass wir alle Verhandlungen mit der PSG abbrechen mussten. Entschieden haben die Gerichte.»

Nun soll die Kündigung durchgesetzt werden. Dazu läuft aktuell ein Ausweisungsverfahren. Wie die Zeitung berichtet, könne eine polizeiliche Durchsetzung veranlasst werden, sollte dies das Begehren verlangen. «Der letzte Schritt wird eine polizeiliche Durchsetzung sein», heisst es bei der Seeburg Hotels AG.

Ungewisse Zukunft für Mitarbeitende

Im Hotel Seeburg arbeiten aktuell 67 Angestellte. Wie geschieht es nun mit ihnen? Die Zukunft ist ungewiss, manche haben das Haus bereits verlassen. Wie die Zeitung schreibt, sollen die Angestellten von der PSG mit einem persönlichen Brief über ihre Kündigung informiert worden sein. Aufgrund der Kündigung der Pacht sehe sich die Firma gezwungen, die Betriebsführung per Ende Jahr aufzugeben und damit der gesamten Belegschaft zu künden.

Die Seeburg Hotels AG hält in Bezug auf das Schreiben der PSG an die Mitarbeitenden fest: «Die Entlassungen haben mit der Seeburg Hotels AG nichts zu tun.» So wolle sie die Handbremse ziehen und verhindern, dass die «Massenentlassungen» direkt mit dem Hotel Seeburg in Verbindung gebracht werden. Dies schade der Marke des Hotels im Hinblick auf ihre zukünftige Entwicklung. Die Firma werde sich rechtlich wehren, wie Joho-Schumacher ausführt.

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2 Kommentare
  1. hanspeter, 21.11.2020, 13:11 Uhr

    seh ich nicht so…waren immer gerne da zum essen oder zum relaxen in der sunset bar….schade

  2. Jörg Müller, 13.10.2020, 07:42 Uhr

    eh ein veralteter Kasten in die Jahre gekommen,

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