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Horwer Komitee lanciert Initiative für mehr Parkplätze
  • Politik
Parkplätze, wie hier im Dorfzentrum, geben auch in Horw viel zu reden. (Bild: Google maps)

Kritik an Praxis der Verwaltung Horwer Komitee lanciert Initiative für mehr Parkplätze

2 min Lesezeit 15.11.2019, 00:01 Uhr

Ein Bürgerkomitee aus Horw fordert mit einer Gemeindeinitiative die Flexibilisierung des Horwer Parkplatzreglements. So soll die Gemeinde die Anzahl Parkplätze nur noch bei Grossprojekten beschränken.

Obwohl das aktuelle Horwer Parkplatzreglement nur ein Minimum an zu realisierenden Parkplätzen festschreibe und explizit keine Höchstgrenze kenne, bewillige die Gemeinde nur noch zögerlich neue Parkplätze. Das gesetzliche Minimum werde zunehmend als Maximum festgelegt, schreiben die Initianten in einer Mitteilung.

Dies obwohl der Einwohnerrat im Jahr 2017 eine Plafonierung der Anzahl Parkplätze ablehnte. Die neue Praxis habe bei einer Überbauung auf der Horwer Halbinsel mit 21 Wohnungen dazu geführt, dass nur noch 24 Abstellplätze für Autos (inkl. Besucherparkplätze) bewilligt wurden.

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Einschränkungen nur bei gutem öV-Anschluss

Fehlende Parkplätze fördern das Wildparkieren in den Wohnquartieren, argumentieren die Initianten. Daneben würden Neuzuzüger abgeschreckt, da sie in peripheren Lagen auf der Horwer Halbinsel auf ein Auto angewiesen seien. Die Initianten fordern daher, dass der Gemeinderat nur noch bei Grossüberbauungen mit mehr als 50 Wohnungen die Anzahl der Parkplätze einschränken kann. Solche Überbauungen können derzeit nur in Zentrumslagen realisiert werden, wo eine entsprechende Anbindung an den öffentlichen Verkehr gewährleistet ist.

Thomas Hager, Unternehmer aus Horw und Mitglied des Initiativkomitees, unterstreicht die Wichtigkeit von genügend Parkplätzen für die lokale Wirtschaft: «Handwerker und Mitarbeitende im Aussendienst nehmen das Geschäftsauto am Abend oftmals mit nach Hause, um am nächsten Tag direkt an den Einsatzort aufzubrechen. Sie benötigen einen Parkplatz, um das Auto über die Nacht in den Wohnquartieren abstellen zu können.»

Ferner soll der Gemeinderat die Möglichkeit erhalten, Bauherren, welche freiwillig auf einen Teil der Parkplätze verzichten, von den Ersatzabgaben zu befreien. Heute werden Grundeigentümer, welche freiwillig auf die Realisierung eines Teiles der Pflichtparkplätze verzichten, mit hohen Ersatzabgaben belastet. Daneben fordert das Komitee, dass Autoparkplätze künftig bewilligungsfrei in Velo- und Motorradabstellplätze umgenutzt werden können. Damit soll der Langsamverkehr gefördert werden.

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