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Homosexualität als Fluchtgrund

1 min Lesezeit 08.03.2014, 13:26 Uhr

Dass Joseph homosexuell ist merkte er mit 22 Jahren. Wäre Joseph in der Schweiz geboren, so hätte er zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich das Gespräch mit seiner Familie und seinen Freunden gesucht. Ein Gespräch, dass ihm wahrscheinlich unangenehm gewesen wäre, aber darüber hinaus wahrscheinlich keine schwerwiegenden Folgen gehabt hätte.

Doch Joseph ist nicht in der Schweiz geboren, sondern in Uganda, wo Homosexualität unter Strafe steht. Bis zu sieben Jahre Gefängnis würden ihm bevorstehen. So hat Joseph geschwiegen. Während seines Studiums in Kampala ist Joseph und sein Freund eines Tages in einem Hotel beim Sex erwischt worden, von da an waren die Tage in Uganda wie Folter. Er ist in sein Heimatdorf geflohen, aber auch seine Eltern hatten kein Verständnis für seine «Krankheit». «If we get him, we kill him», sagte seine eigene Familie und auch der Militärgeheimdinest wurde auf Joseph aufgrund seiner Homosexualität angesetzt.

Mittlerweile ist Joseph 29 und lebt in Luzern. Er gilt als LGBTI-Asylsuchender. Die Abkürzung steht für Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder intersexuell sind. Der «Tagesanzeiger» hat mit ihm gesprochen.

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