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Hochsommer – an diesen zehn Orten überstehen Sie die Hitze
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So siehts aus, wenn in der Rotsee-Badi sommerlicher Hochbetrieb herrscht. (Bild: PD)

Wie man der Hitze in Luzern am besten entkommt Hochsommer – an diesen zehn Orten überstehen Sie die Hitze

5 min Lesezeit 21.06.2017, 12:05 Uhr

Der Sommer ist mit voller Wucht in Luzern angekommen. Die Sonne knallt, der Schweiss rinnt, der Schädel brummt: Nicht jeder mag die Dauerhitze. zentralplus verrät zehn Orte, an denen man an die Ü30-Tage bestimmt ohne Kollaps und Sonnenstich übersteht.

Uff, denkt sich manch einer in diesen Tagen. Der Kreislauf leidet und die Energie schwindet genauso schnell wie die Sehnsucht nach einer frischen Brise und einem Sprung ins Wasser wächst. Kühlen Kopf bewahren: Fehlanzeige. An der Bushaltestelle warten: unaushaltbar. Im Bus fahren: noch schlimmer. Nachts schlafen: kaum möglich. Die Liste könnte endlos weitergeführt werden.

Nun warnen sogar die Behörden vor den Folgen der Hitzewelle. Denn laut Wettervorhersagen bleibt die Hitze bis Ende Woche. Und, nur so zur Erinnerung: Offiziell beginnt der Sommer erst diesen Mittwoch. Kein Wunder, sehnt sich manch einer nach einer schattigen Alternative. zentralplus hat das wunderbar klimatisierte Büro verlassen und die angenehmsten Orte aufgespürt, die Zuflucht vor den Ü30-Temperaturen versprechen.

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1. Ab ins Kino

Es ist der Albtraum aller Sonnenanbeter: das Kino. Doch was gibt es Gemütlicheres, als an einem heissen Nachmittag in einen Sessel zu versinken und dabei noch unterhalten zu werden? Klimaanlagen sei Dank kommen dafür heutzutage nicht mehr nur die unterirdischen Kinosäle wie etwa beim Bourbaki infrage.

Gesucht: Standort für ein kleines Multiplex-Kino in Zug.

Gesucht: Standort für ein kleines Multiplex-Kino in Zug.

(Bild: flickr/ weegeebored)

2. Abtauchen

Der See ist zwar schon über 20 Grad warm und sich in einen Taucheranzug zu zwängen, nicht gerade die schönste Vorstellung. Aber je tiefer es geht, umso kühler wird es. Zudem relaxt und beruhigt Tauchen, auch dank der Stille und weil das Handy auf dem Boot bleibt. Sie glauben’s nicht? Ausprobieren lässt sich das beispielsweise bei einem Schnupper-Tauchgang mit den Luzerner Poseidon-Profis oder der Tauchschule Dive & Trek Connection.

3. Rückzug in die Natur

Wo es kühl und schattig, oft auch dreckig und schlammig ist, da soll man hin. Zum Beispiel in die Gletschergrotte auf dem Titlis, wo frostige –1,5 Grad locken. Oder etwas weiter weg, ins Höllloch in Muotathal, wo sogar mehrtägige unterirdische Expeditionen angeboten werden. Wer es lieber in der Nähe mag: Auch die Wolfsschlucht auf dem Sonnenberg verspricht kühles Blut. Aber Achtung: Bei den meisten dieser Optionen besteht Schulreise- und Touristengefahr.

Machen Sie Waldspaziergänge. Der Bireggwald hat so einiges zu bieten. (Bild: Aura)

Machen Sie Waldspaziergänge. Der Bireggwald hat so einiges zu bieten. (Bild: Aura)

4. Unters Blätterdach

Schatten! In solch heissen Hitzetagen könnte man die Bäume manchmal glatt umarmen. Und wenn dann noch ein Wind durch die Blätter streift, umso erfrischender. Ein Spaziergang beispielsweise im Gütsch- oder Bireggwald kühlt nicht nur den Kopf runter, sondern beruhigt auch das Gewissen, denn ein Waldlauf (nicht Joggen!) ist einiges gesünder als in der Badi zu liegen und Glace zu schlecken. Zudem schmecken frische Walderdbeeren fast genauso gut wie ein Erdbeer-Cornet.

5. Ins richtig kühle Wasser

Wer in diesen Tagen den Zeh in den Vierwaldstättersee streckt, merkt: Abkühlung kann man das nicht nennen. Die Reuss misst diesen Mittwochvormittag knapp 22 Grad, der Vierwaldstättersee laut der Lido-Badi sogar bereits 24 Grad. Also ab in die Höhe – und in einen Bergsee. Auf der Vier-Seen-Wanderung von der Melchsee-Frutt nach Engelberg beispielsweise warten gleich vier verschiedene Gewässer auf Wagemutige in Badehosen. Der Aufstieg in die Berge ist übrigens auch jenen empfohlen, die nachts vor lauter Hitze kein Auge zukriegen – schläft es sich doch besonders gut unter freiem Himmel (oder in einem der neuen Baumzelte auf dem Pilatus, zentralplus hat’s getestet).

Der spiegelnde Trübsee. (Bild: Franziska Landolt)

Verlockend: ein Sprung in den Trübsee. (Bild: Franziska Landolt)

6. Bitte einsteigen

Pendler kennen es: Draussen tobt die Hitze und steigt man in den Zug, hat man nach zwei Minuten Schüttelfrost. Was manchen ein Ärgernis, kann für Hitzeflüchtige in diesen Tagen eine wahre Wohltat sein. Etliche Bahnen sind nämlich derart stark runtergekühlt, dass es eine wahre Freude ist. Für Generalabo-Besitzer gibt es also kein Hindernis, einen Ausflug durch den neuen Gotthardtunnel zu machen. Übrigens sind auch viele Läden und Einkaufszentren regelrechte Frosttruhen (zentralplus berichtete).

7. Fromm und selig

Meist läuft man nur an ihnen vorbei und nimmt sie gar nicht so richtig wahr: Gotteshäuser. Doch die Jesuiten- oder die Hofkirche bieten Hitzegeplagten eine Zuflucht. Wunderbar kühl und darüber hinaus ein Ruhepol in der flirrenden Stadt.

Auch im Hochsommer lässt es sich in Luzern frieren.

Man fühlt sich nur schon beim Hinsehen etwas abgekühlt, oder? Noch kälter wirds in der Eiskammer.

(Bild: Alma Sacra / Fotolia)

8. Ab in die Kältekammer

Minus 110 Grad Celsius – so kalt ist es üblicherweise in den sogenannten Kältekammern, wie es sie beispielsweise bei der Allmend gibt. Zwar steigen in erster Linie Sportler und Schmerzpatienten in den Gefrierschrank, aber offenbar soll er auch jung halten, versprechen zumindest die Anbieter. Und wenn nicht, auch egal: Hauptsache, kühl. Diese Form der Abkühlung kostet rund 45 Franken.

9. Sweet home, so cool

Nachts das Fenster offen lassen, bei Sonnenaufgang schliessen und alle Storen runterkurbeln. Ein Becken mit kaltem Wasser und Eiswürfeln füllen, Füsse rein und nicht mehr bewegen. Idealerweise mit einem Buch zur Hand warten, bis es vorbei ist. Ebenfalls empfehlenswert: die Gelegenheit nutzen und endlich mal wieder den Keller räumen. Und wenn wir schon bei den Haushaltstipps sind: Bettwäsche nach Feierabend in einen Plastiksack packen und ab ins Gefrierfach damit.

Aaaah, an der warmen Sonne lässt sichs gut entspannen.

Aaaah, an der warmen Sonne lässt sichs gut entspannen.

(Bild: haselihof-abtwil.ch)

10. In die Bibliothek

Am Strand lesen ist längst passé: zu oft Sonnenbrand, zu viel Ablenkung und ständig Sand zwischen den Seiten. Richtig gemütlich ist es in den Lesesälen der Stadt, beispielsweise in der Zentral- und Hochschulbibliothek beim Vögeligärtli. Es warten Ruhe, Kühle und eine riesige Auswahl an Lesestoff (wobei dieser bekanntlich wegen des fehlenden Budgets des Kantons nicht mehr ganz auf dem neusten Stand ist). Zudem braucht es dafür weder einen Waschbrettbauch noch eine Bikinifigur.

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