Hobbygärtner sollen auf öffentlichen Plätzen Mini-Gärten anlegen
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Verschiedene städtische Plätze sollen in Kriens durch Private als «Mini-Gärten» genutzt werden. (Bild: jal)

Stadt Kriens will ihr Ortszentrum beleben Hobbygärtner sollen auf öffentlichen Plätzen Mini-Gärten anlegen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 23.02.2021, 17:45 Uhr

Die Stadt Kriens will ihr Ortszentrum beleben. Deswegen startet sie jetzt einen «Versuchsbetrieb»: Verschiedene städtische Plätze sollen durch Private als «Mini-Gärten» genutzt werden. Die Idee soll auch Vorbild sein für private Areale.

Mit dem Projekt «Stadtgarten» will die Stadt Kriens Ideen des Hobbygärtners im öffentlichem Raum fördern. Private sollen im Rahmen dieses Projekts auf öffentlichen Plätzen einen «Mini-Garten» für sich anlegen können. Mobile Mini-Gärten, um genau zu sein. Das ist eine der Vorgaben. Die Mini-Gärten sollen in Notfällen, aber auch bei geplanten Anläsen einfach verschoben werden können.

Die Stadt selber stellt an einem halben Dutzend Plätzen in der Stadt Fläche zur Verfügung, heisst es in einem Newsletter der Stadt Kriens. Interessierte können sich auf einem einfachen Weg bei der Stadt melden und erhalten die Bewilligung unbürokratisch. Kosten würden für Bewilligung und «Platzmiete» praktisch keine entstehen – weil nie ein kommerzieller Hintergrund bestehen solle. Die geltenden Benützungstarife für den Stadtplatz werden für die «Stadtgarten»-Projekte vorerst einmal ausser Kraft gesetzt.

Auch auf privaten Grundstücken

«Wir hoffen, dass unser Modell auf öffentlichen Plätzen auch auf privaten Arealen Schule macht,» wird der Krienser Stadtentwickler Jesús Turiño zitiert. Die Stadt selber begleite Interessierte an einem «Urban Gardening»-Projekt, vermittle und fördere diese gemeinschaftsfördernde Nutzung von privaten freien Arealen und Flächen. Die Entscheidungskompetenz aber liege bei diesen Arealen immer bei den Grundeigentümern.

Denkbar ist laut dem Newsletter, dass auf dem Stadtplatz Kriens schon bald ein mobiler «Stadtpark» entsteht, wenn sich genügend Interessierte finden. Das sei jedoch als Zwischenlösung zu verstehen. Denn politisch besteht aktuell noch immer die Idee, den Stadtplatz zusammen mit dem alten Bahnhöfli einer neuen, koordinierten Nutzung zuzuführen.

«Noch wissen wir nicht, wie diese aussehen wird. Aber das Projekt des Stadtgartens ist eine gelungene Zwischennutzung. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Provisorium Ideen liefert für ein endgültiges Belebungsprojekt», wird Jesús Turiño zitiert. Die «Symbolkraft» des neuen Stadtplatz soll generell als Taktgeber für die sozialräumliche Entwicklung in ganz Kriens werden.

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1 Kommentare
  1. Marx & Moritz, 24.02.2021, 07:20 Uhr

    Nette Idee. Und im Ansatz theoretisch auch brauchbar. Wird in U.K z.B. schon seit über einem Jahrzehnt im Rahmen der „incredible edible“-Bewegung umgesetzt. Nur Kriens kommt in der aktuell prekären und seit Jahren heraufbeschworenen Situation so nicht zu nachhaltigen und substanziellen Verbesserungen. Stadtentwicklung muss in diesem Kontext etwas diametral anderes bedeuten, als irgendwelche Grossstadt-Ideen, die irgendetwas mit Gärtnern, Natur oder urban, down-shifting o.ä. zu tun haben, auf die städtebauliche Agenda zu setzen. Kriens fährt also meiner Meinung mit Vollgas weiterhin in die komplett falsche Richtung! Die Vermischung von Öffentlichem und Privatem – man spürt hier bereits deutlich die neue linksgrüne Handschrift des „Stadtrates“ – wird eben gerade nicht die Steuerzahler anlocken, die man in Kriens so dringend braucht…

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