Hitzewelle lockte Luzerner in Scharen in die Badis
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Ein Platz direkt am See war heiss begehrt.

Zu wenig Parkplätze und volle Wiesen Hitzewelle lockte Luzerner in Scharen in die Badis

3 min Lesezeit 10.08.2020, 10:47 Uhr

Das Wochenende in Luzern war heiss und sehr sonnenlastig. Klar, dass es die Leute an die Seeufer und in die Badis gezogen hat. zentralplus hat sich an drei Orten umgesehen und eine Bestandsaufnahme gemacht.

Die Bevölkerung hat das heisse Augustwochenende sichtlich genossen. Die Stimmung war an vielen Orten ausgelassen und entspannt – trotz ausgesprochener Hitzewarnung (zentralplus berichtete). Wir haben drei Orte besucht.

Ufschötti

Unser erster Stopp war bei der Ufschötti und auf den ersten Blick konnte man sehen, dass es hier schwer sein dürfte, ein Plätzchen zu finden – egal, ob im Schatten oder an der Sonne. Von Corona-Ängsten konnte man hier nichts spüren. Hier wurde gegrillt, gebadet, gesonnt und gespielt. Durchtrainierte Männer balancierten auf Slack-Lines, Teenager spielten Volleyball und Senioren lasen gemütlich ein Buch.

Negativ fiel bereits jetzt der mehr oder weniger gut kaschierte Müll auf. Einweggrille, leere Bierflaschen und Plastikverpackungen lagen auf Bänken oder im Gebüsch. Das Abfallproblem ist der Stadt bekannt und sie wies auch kürzlich erst darauf hin, dass Littering strafbar sei (zentralplus berichtete). Gerade an sonnigen und heissen Wochenenden haben die Mitarbeiter der Stadt morgens viel zu tun.

Lidowiese

Der vordere Bereich der Lidowiese war auch frequentiert – allerdings nicht von Menschen, sondern von hungrigen Gänsen. Ungestört und zutraulich grasten sie die Wiese ab. Weiter hinten auf der Lidowiese jedoch bot sich dann der übliche Anblick: Badegäste am Land und im Wasser. Weniger entspannt waren offensichtlich die Kapitäne mehrere Kursschiffe. Mehrmals erscholl während unseres Aufenthalts nämlich das Signalhorn, weil sich Stand-up-Paddler zu nahe an die Schiffe heranwagten.

Zimmeregg-Badi

Ein besonderer Anlass startete um 14 Uhr in der Zimmeregg-Badi in Littau. Da wurde am Sonntag der «schnellste Wasserrutscher» gesucht. Die Teilnahme an diesem Spasswettbewerb war kostenlos. Ausgeführt wurde der Event auf einer 86 Meter langen Wasserrutsche, die gemäss Betreiber nur noch für die nächsten zwei Saisons zugänglich sein wird. Danach sei das Ende ihrer «Lebensdauer» erreicht, wie der Website zu entnehmen ist. Der Rekord, den es zu schlagen galt, stammte aus dem Vorjahr und lag bei 15,47 Sekunden. «Der Massstab ist hoch angesetzt, aber der Spassfaktor ist garantiert», hiess es weiter.

Bedeutend weniger Spass dürften aber die Badegäste haben, die mit dem Auto zur Zimmeregg-Badi gefahren sind. Das Bedürfnis nach Abkühlung war grösser als das Parkplatzangebot vor Ort. Wildparker säumten den Weg von der Hauptstrasse bis fast vor den Haupteingang. Die Luzerner Polizei verteilte fleissig Bussen.

Tragische Zwischenfälle

Auch wenn das Wasser eine willkommene Abkühlung verspricht: ungefährlich ist das Baden nicht. Das zeigen auch zwei tragische Vorfälle vom Wochenende im Kanton Luzern: Am frühen Sonntagnachmittag kam es an der Seebadi Baldegg zu einem Todesfall. Ein 18-jähriger Rumäne hatte den Grund unter den Füssen verloren und ertrank. Der Mann wurde aus über 6 Metern Tiefe geborgen. Leider blieben sämtliche Reanimationsversuche erfolglos. (zentralplus berichtete).

Gegen 18 Uhr heulten bei der Seebadi am Nationalquai die Sirenen. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes führten Reanimationsversuche bei einem 59-jährigen Mann durch, der aus dem Wasser geborgen worden war. Im Einsatz stand auch die Luzerner Polizei. Kurz nach Eintreffen der Rettungskräfte wurde die Seebadi geschlossen. Der Mann starb. Die Polizei vermutet gesundheitliche Probleme (zentralplus berichtete).

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