Den Luzerner Hotels geht es so schlecht wie noch nie
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Die Logiernächte in der Region Vierwaldstättersee erholten sich im Juni leicht. (Bild: Werni/Pixabay)

Logiernächte auf Rekordtief eingebrochen Den Luzerner Hotels geht es so schlecht wie noch nie

2 min Lesezeit 1 Kommentar 04.08.2020, 10:06 Uhr

Die touristischen Übernachtungen in der Schweiz haben sich im ersten Halbjahr 2020 in der Folge der weltweiten Coronakrise praktisch halbiert. Beim grössten Zahleneinbruch in der Schweizer Geschichte gehört Luzern zu den am stärksten betroffenen Regionen.

Die Hotellerie in der Schweiz registrierte im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 9,9 Millionen Logiernächte. Dies entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem Rückgang um 47,5 Prozent oder einem Minus von 8,9 Millionen Logiernächte.

Die ausländische Nachfrage sank um 60,1 Prozent, die inländische Nachfrage um 32,4 Prozent. Dies geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Bereits im Februar massiver Rückgang in Luzern

In 3 der 13 Tourismusregionen war die Logiernächtezahl bereits im Februar rückläufig. Am deutlichsten fiel die Abnahme in absoluten Zahlen in der Region Luzern/Vierwaldstättersee aus, wo 11’000 Logiernächte weniger verzeichnet wurden (-4,5 Prozent). Das ist hauptsächlich auf die fehlenden asiatischen Gäste zurückzuführen.

Auch in der Folge bleibt Luzern eine der am stärksten betroffenen Tourismusregionen: Die 196 Betriebe mit ihren 13’622 Betten verzeichneten zwischen Januar und Juni dieses Jahres 390’668 Logiernächte. Im ersten Halbjahr 2019 waren es noch 994’649 Übernachtungen gewesen.

Die Bettenauslastung betrug im ersten Halbjahr 15,8 Prozent. Von den grossen Tourismusregionen hat nur das von der Coronapandemie besonders stark betroffene Tessin eine noch schlechtere Auslastung.

Zum Vergleich: Im Vorjahr betrug die Auslastung in Luzern 45,3 Prozent und war damit eine der besten der Schweiz. Einzig Zürich (55,1 Prozent) und Genf (54,3) wiesen bessere Werte auf.

Zögerlicher Aufwind im Juni

Am schlimmsten war der Einbruch im April, als schweizweit 92,4 Prozent weniger Logiernächte gebucht wurden. Im Mai betrug das Minus noch 79,2 Prozent. Im März, als der Bundesrat Mitte Monat die Eindämmungsmassnahmen verhängte und die Grenzen schloss, tauchte die Nachfrage um 62,3 Prozent.

Im Juni gab es wieder 1,4 Millionen Übernachtungen. Das sind zwar 62 Prozent weniger als im Juni 2019, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) bekannt gab. Gegenüber dem Mai dieses Jahres ist es jedoch eine deutliche Steigerung, da hatte das BFS lediglich 0,6 Millionen Logiernächte gezählt. Im April waren es gar nur 0,2 Millionen gewesen.

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1 Kommentare
  1. Markus, 11.08.2020, 19:18 Uhr

    Bitte um Bestättigung:
    Ein halb leeres Hotel (45.3%) gilt als sehr gute Auslastung?!

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.