Primitivo und Pizza statt Parkieren: Luzerner Beizen erobern städtische Parkplätze
  • Regionales Leben
Auch die Shine-Bar an der Sempacherstrasse durfte Stühle und Tische auf die Parkplätze stellen. (Bild: ida)

Bildergalerie: Die Stadt ist jetzt eine grosse Gartenbeiz Primitivo und Pizza statt Parkieren: Luzerner Beizen erobern städtische Parkplätze

3 min Lesezeit 4 Kommentare 30.05.2020, 15:43 Uhr

Nun wird geschlemmt, statt geparkt! Zahlreiche Gastronomen servieren Wein, Bier und Kaffee seit Neuem auf städtischen Parkplätzen. Wir sind auf Tour gegangen.

Summer in the City: Das Luzerner Gastroleben kehrt langsam zurück, man trifft sich mit Freundinnen auf ein Glas Wein, prostet sich zu überstandener Quarantänezeit zu.

Langsam kehrt Normalität ein, auch wenn das Virus noch da ist und man in den meisten Beizen und Bars auf Plexiglasscheiben trifft. Denn die Schutzmassnahmen und Abstandsregeln müssen weiterhin eingehalten werden (zentralplus berichtete).

Zu eng wird es deswegen derzeit in keiner Beiz. Viele Gastronomen können in ihren Lokalen nur noch einen Bruchteil an Gästen bewirten. Wie beispielsweise die «Raviolibar»: Statt 50 Gästen darf derzeit nur zwischen 4 und 8 Menschen Einlass gewährt werden.

In der Stadt Luzern dürfen Gastronomen deswegen vorübergehend Parkplätze nutzen, um auch in Corona-Zeiten mehr Gäste zu bewirten. Wir sind für euch durch die Stadt geschlendert und zeigen euch, wie die Luzerner Beizen und Bars die städtischen Strassen und Parkplätze erobern. Sieh selbst …

Pizza und Primitivo statt Parken: Das italienische Restaurant Rossini an der Luzerner Bahnhofstrasse hat die Parkplätze in Beschlag genommen:

Das «Rossini» an der Bahnhofstrasse. (Bild: ida)

Auch die Shine-Bar an der Sempacherstrasse erobert die städtischen Parkplätze:

Die Shine-Bar an der Sempacherstrasse. (Bild: ida)

Und sogar das Desinfektionsmittel inklusive eines Zettels, auf dem Gäste ihre Namen hinterlassen können, stehen hier bereit:

In der Shine-Bar ist das Desinfektionsmittel schnell zur Hand. (Bild: ida)

Auch in der Max-Bar an der Sempacherstrasse kann in der prallen Sonne das Feierabendbier genossen werden.

Die Max-Bar an der Sempacherstrasse. (Bild: ida)

Und erst noch beobachten, wer wie viele Flaschen aus Quarantäne-Zeiten in der Sammelstelle abgibt.

Auch hier gibt’s nun Cocktails auf den Parkplätzen. (Bild: ida)

Auch in der Vertu-Bar an der Kaufmannstrasse in der Luzerner Neustadt wartet auf die Besucher Desinfektionsmittel:

Auf ein Glas Wasser in der Vertu-Bar am Kauffmannweg. (Bild: ida)

Denn auch die Vertu-Bar darf, um in Corona-Zeiten mehr Gäste bewirten zu können, auf die Parkplätze ausweichen.

Leckere Drinks und Häppchen gibt’s auch hier auf den Parkplätzen. (Bild: ida)

Auch beim «Hinicht» mitten in der Luzerner Neustadt kann man sich zu einem Café an einen Tisch auf den Parkplätzen setzen. Zudem wird hier das Schutzkonzept auf eine äusserst kreative Art umgesetzt. Sieh selbst …

Fussgängerzone! Hier bei «Tschuppi’s Wonderbar» an der Burgerstrasse:

Die zusätzlichen Plätze bei Tschuppi sind gefragt. (Bild: bic)

Am Freitag noch mit Massband und Kreide gemessen – nun wurden auch in der «Nachbar» die Parkplätze in Beschlag genommen:

Die «Nachbar» an der Moosstrasse. (Bild: bic)

Cocktails auf Parkplätzen, hier im «Aurum» an der Bruchstrasse:

Das «Aurum» an der Bruchstrasse (Bild: bic)

An diesen Anblick könnte man sich gewöhnen:

Auch dem «Platzhirsch» in der Luzerner Neustadt wurde mehr Platz gewährt:

Flirten auf 2-Meter-Distanz: hier im Platzhirsch. (Bild: bic)

Momentan noch eine trostlose Rabatte – bald schon könnte hier die «Raviolibar» zu einem Glas Wein und Snacks laden (zentralplus berichtete).

Die «Raviolibar» will die Pforten zum Sommergarten öffnen: Hier, bei der bestehenden Rabatte zwischen dem Trottoir der Frankenstrasse und der Strasse der ZHB. (Bild: ida)
Auch am Löwengraben werden Parkplätze umgenutzt.

Summer in the City: Die Luzerner sind froh, nach dem Lockdown wieder ihren Kaffee an der Reuss geniessen zu dürfen:

(Bild: ida)

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4 Kommentare
  1. René Schuwey, 31.05.2020, 09:03 Uhr

    Ist ja gut und recht, aber wenn ich keinen Parkplatz habe, kann ich auch nicht ins Restaurant. Schön gemacht aber zu wenig gedacht.

    1. Remo Genzoli, 02.06.2020, 22:51 Uhr

      ja, kein problem, dann kommen sie doch einfach mit dem öv und können zudem noch unbekümmert saufen…..

  2. Andreas Peter, 30.05.2020, 16:59 Uhr

    Erstens: > „auch wenn das Virus noch da ist“
    Ja, das Virus wird wie viele andere Viren noch lange „da“ sein. Die Frage ist eigentlich nur, welches „Gschtürm“ man darum macht.

    Zweitens: Das von Linksgrün ideologisch gewollte versperren „städtischer Parkplätze“ scheint nicht gerade beliebt zu sein. Auf den meisten Bildern sieht man leere Stühle.
    Hat vielleicht damit zu tun, dass man das Auto nicht vor die Kneipe stellen kann?
    Aber Hauptsache ideologisch „korrekt“.
    Luzerner, bitte, bitte werdet endlich vernünftig und erwachsen und wählt weniger links!

    1. Daniel Müller, 30.05.2020, 18:07 Uhr

      Die Alternative wäre: Sie suchen sich ein konservatives Nest auf dem Land und können dort die Resultate einer bevorzugten Individualverkehr-Politik geniessen und mit Gleichgesinnten weitere Autobahnzubringer für die Stadt reklamieren. Und wir bleiben hier und darben im gewonnenen Lebensraum, weinen den verlorenen (wertvollen) Parklätzen nach und wählen weiterhin kurzsichtige und verkehrsfeindliche links-grüne Politik. ++Ironie Ende++

      Endlich mehr Platz für die wichtigen Dinge, statt Blechlawinen und Abgasgestank. Ich hoffe eindringlich, dass aus den Provisorien dauerhafte Genehmigungen werden.

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