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Hier trinken echte Luzerner Kerle aus Totenköpfen
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Warme Farben statt cooles Blau: Blue Bar wurde zur Boca Grande Bar & Smoker’s Lounge umgebaut. (Bild: hae)

Neue Raucherbar Boca Grande im Renaissance-Hotel Hier trinken echte Luzerner Kerle aus Totenköpfen

3 min Lesezeit 13.10.2018, 11:52 Uhr

Öfter mal was Neues – dafür stehen die drei Karli-Hotels in der Stadt Luzern. Während es im Astoria und im The Hotel derzeit ruhig bleibt, wurde im Renaissance die Bar geändert: Die Blue Bar präsentiert sich neu als Boca Grande Bar & Smoker’s Lounge. Der Name zu deutsch: grosse Klappe.

Lateinamerikanisches Ambiente, bunte Drinks in verwegen designten Gläsern – und das Rauchen ist auch drinnen wieder erlaubt. Das Daniele in der Neustadt erhält nun eine Konkurrenz. Im Boca Grande ist man umgeben von grossen Frauenbildern: Freche schrille Weiber hängen in kräftigen Ölfarben an den Wänden.

Wilde Weiber: Sie hängen an den Wänden und mustern einen ziemlich abschätzig.

Wilde Weiber: Sie hängen an den Wänden und mustern einen ziemlich abschätzig.

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(Bild: hae)

Erst auf den zweiten Blick merkt man, dass diese die Bargänger ziemlich abschätzig, wenn nicht gar arrogant mustern. Über dem Bartresen hängen grosse Industrieleuchten, zwischen den Spirituosenflaschen stehen Totenschädel.

Warme Farben statt cooles Blau

Frech und gewagt kommt das neue Boca Grande im Renaissance Hotel daher, für das die alte Blue Bar weichen musste. Das coole Blau wich und machte warmen Farben Platz. Und die alten Zeiten sind schnell vergessen: Was einst als Casablanca begann, heisst heute eben zeitgemäss frech und laut Boca Grande. Vom weissen Haus übers starke Blau ging es also direkt zum Grossmaul.

Viel Rummel an der Eröffnung am Freitag: neben echten Kerlen tummelten sich auch grosse Frauen. 

Viel Rummel an der Eröffnung am Freitag: neben echten Kerlen tummelten sich auch grosse Frauen. 

(Bild: hae)

«Extravagant, ein wenig schräg», so will man die neue Bar und Smoker’s Lounge positionieren. Der 72-jährige Luzerner Hotelier Urs Karli hat noch immer im Blut, womit er jahrzehntelang die Stadt umtrieb: Er leistete sich nebst den angesagtesten Architekten wie Jean Nouvel oder Herzog & De Meuron auch für das Design Filmemacher und Theaterleute. Und liess immer mal wieder umbauen und ein neues Konzept präsentieren. So geht Action.

«Gastronomie ist Unterhaltungsindustrie. Und ohne Bar ist ein Hotel tot.»

Urs Karli, Luzerner Hotelier

Urs Karlis Rezept: «Gastronomie ist Unterhaltungsindustrie. Und ohne Bar ist ein Hotel tot.» Entscheidend ist dabei auch, dass die Häuser separate Eingänge haben: Bargänger wollen nicht über Touristen mit Koffern stolpern.

Man merkte es schon länger: Das Blue lief nicht mehr so rosig. Nicht nur, dass das Barleben in der Stadt harzig ist und sich zusehends aufs Land verlagert (zentralplus berichtete). Die zusehends aus den Bars vertriebenen Raucher finden hier wieder eine Heimat. Und wer als echter Kerl in der «Grosse Klappe» genannten Bar eine dicke Havanna oder einen würzigen Zigarillo im Mundwinkel hat, zu dem passt auch ein grosses Glas in Form eines Totenkopfes. 

Extraordinäre Cocktails:Drinks werden hier auch mal in Totenköpfen serviert.

Extraordinäre Cocktails:Drinks werden hier auch mal in Totenköpfen serviert.

(Bild: zvg Instagram)

«Wer Hunger hat, dem werden auch Speisen aus der Küche unseres Restaurants Pacifico serviert», verspricht der für die Bar verantwortliche Event-Manager Patrick Elmiger.

Am Freitag ging die neue Lounge auf und wurde standesgemäss mit reichlich Lokalprominenz und der Gastro-Konkurrenz anlässlich einer rauschenden Eröffnungsnacht eingeweiht.

Alles so schön bunt hier: Blick auf die Bar des Boca Grande.

Alles so schön bunt hier: Blick auf die Bar des Boca Grande.

(Bild: hae)

Leistungsstarke Lüftung

Was auffiel: Die Blue Bar war grösser als das jetzige Boca Grande, weshalb für das Restaurant Pacifico mehr Platz gewonnen wurde. Und die Qualmerei sorgt keineswegs für dicke Luft und brummigen Schädel: «Wir haben eine leistungsstarke Lüftung in der Lounge, die schon vor der Blue-Bar im Einsatz war», so Elmiger.

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