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«Hier muss niemand mehr frieren»
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Der EVZ ging mit einer geballten Ladung Fanunterstützung in die Playoffs (Bild: zvg)

Zuschauerrekord in der Bossard Arena «Hier muss niemand mehr frieren»

3 min Lesezeit 01.03.2016, 18:02 Uhr

Der EVZ feiert einen neuen Rekord. Noch nie haben so viele Zuschauer die Spiele des Zuger Eishockeyvereins mitverfolgt. Das hat nicht nur mit dem sportlichen Erfolg der Mannschaft zu tun, sondern liegt an einem ganz bestimmten Grund.

Im Durchschnitt lockten die Spiele des EV Zug in dieser Saison 6486 Zuschauer in die Bossard Arena. Mit einer Gesamtkapazität von 7017 Plätzen und einer durchschnittlichen Auslastung von 92 Prozent hat der EVZ damit einen neuen Zuschauerrekord seit der Eröffnung der Bossard Arena aufgestellt (zentralplus berichtete).

«Diese Zahlen freuen uns natürlich sehr», sagt Marisa Hürlimann von der EVZ Medienstelle auf Anfrage. Das sei ein klares Indiz dafür, dass man auf dem richtigen Weg sei. «Seit der Eröffnung der neuen Arena im Jahr 2010 hatten wir alljährlich einen Zuschaueranstieg zu verzeichnen», erklärt Hürlimann und sieht denn auch im Stadion einen wichtigen Hauptgrund für das Rekordergebnis. «Mit der Bossard Arena können wir den Zuschauern eine super Infrastruktur bieten. Das spricht sich rum. Und die Leute kommen gerne wieder.»

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«Es finden sich immer mehr Frauen in den Zuschauerrängen.»

Benno Ehrler, Ticket Manager EVZ

Keine Frostbeulen mehr

Ähnlich sieht das EVZ Ticket Manager Benno Ehrler. Im alten Stadion betrug die Auslastung während der Qualifikation durchschnittlich bis zu 75 Prozent. Heute sind es 92 Prozent. «Wir können heute nicht nur mehr Plätze anbieten, sondern der Komfort hat sich auch merklich erhöht», konstatiert Ehrler. «Die Temperatur im Stadion ist angenehmer. Es ist wärmer. Hier muss niemand mehr frieren. So finden sich auch immer mehr Frauen in den Zuschauerrängen.» Hinzu käme ein attraktives Gastroangebot.

Von Schrauben und Solarstrom

Die Bossard Arena ist das Heimstadion des EV Zug in der National League A. Die Arena zählt 7015 Plätze, davon 4280 Sitzplätze und 2735 Stehplätze. Sie wurde im August 2010 eingeweiht. Der Entwurf stammt vom Luzerner Büro Scheitlin Syfrig Architekten. Die Bossard Arena ersetzt die alte Herti Halle. Der Zuger Schraubenhändler Bossard hat sich für zehn Jahre die Namensrechte gesichert. Auf dem Dach befindet sich zudem ein 3000 Quadratmeter grosses Solarkraftwerk, das jährlich rund 200'000 kWh Strom produziert.

Aber auch der sportliche Erfolg habe zu diesem Ergebnis beigetragen. «Wir hatten in dieser Saison bisher kein grosses Loch. Es läuft gut. Diese Kontinuität lockt natürlich Zuschauer an», erklärt Ehrler. Und Marisa Hürlimann fügt an: «Der EVZ erlangte in Zug und Umgebung einen höheren Stellenwert über die letzten Jahre. Und ganz allgemein erfreut sich die Sportart Eishockey einer zunehmenden Popularität in der Bevölkerung.» An den Fussball komme man zwar noch nicht ran, aber man hole auf.

Ein Blick auf die nationalen Eintrittszahlen bestätigen dies. Die oberste Schweizer Eishockeyliga knackte dieses Jahr mit insgesamt 2,1 Millionen Fans erstmals die Marke von durchschnittlich 7000 Zuschauern pro Partie. Seit der Einführung des aktuellen Modus mit 50 Partien pro Team in der Saison 2007/08 sind die Zahlen fast in jedem Jahr gestiegen und führten nun zu einem neuen Rekord von 7026 Zuschauern pro Spiel im Durchschnitt. Mit insgesamt 162’157 Zuschauern während der Qualifikation steht der EVZ auf dem fünften Platz der meisten Zuschauer in der Liga.

Die aktuelle Tabelle aus der NLA.

Die aktuelle Tabelle aus der NLA.

(Bild: zvg)

Faktor Gästeteam

Viel Luft nach oben bleibt nun allerdings nicht mehr. Während den Qualifikationsspielen gäbe es immer wieder Partien, die infolge Unattraktivität weniger Zuschauer anlocken würden, sagt Hürlimann. «Gerade wenn die Qualifikation für die Playoffs geschafft ist und die Spiele entsprechend nicht mehr so wichtig sind, kommen automatisch weniger Leute.» Zudem spiele das jeweilige Gästeteam eine Rolle, da je nach Spieltag, Reiseweg und Rang der Mannschaften mehr oder weniger Heim- und Auswärtsfans das Spiel besuchten, sagt Hürlimann. Hochkaräter wie die ZSC Lions oder der HC Davos stiessen auf eine höhere Nachfrage. Und in den Playoffs betrage die Zuschauerauslastung ohnehin fast 100 Prozent.

Die ansteigende Besucherkurve habe auch finanzielle Auswirkungen. Mehr Ticketverkäufe und zunehmende Konsumation wirkten sich positiv auf die Bilanz aus. Konkrete Zahlen könne Hürlimann allerdings nicht nennen. Jetzt stehen sowieso erst einmal die Playoffs an. Am 3. März spielen die Zuger gegen den HC Lugano – ein paar Tickets gibts noch.

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