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Hier duzt der Lehrling die Gemeindepräsidentin
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Achtung, hier könnten Sie in Zukunft geduzt werden. (Bild: zvg)

Agglo-Gemeinde geht neue Wege Hier duzt der Lehrling die Gemeindepräsidentin

1 min Lesezeit 3 Kommentare 11.09.2019, 14:23 Uhr

Vom Lehrling bis zur Gemeindepräsidentin: In Emmen duzt man sich neu. Kundinnen werden hingegen weiterhin gesiezt.

Wohl als erste Gemeindeverwaltung der Schweiz habe die Gemeindeverwaltung Emmen intern offiziell die Du-Kultur eingeführt, teilt die Gemeinde mit.

Vom Lehrling bis zur Gemeindepräsidentin sprechen sich neu alle per Du an. Sogar Stelleninserate werden künftig per Du formuliert und in Vorstellungsgesprächen wird das Du angeboten.

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Die interne Du-Kultur sei von Mitarbeitenden gewünscht worden und deshalb nun Bestandteil der internen Kultur der Gemeindeverwaltung Emmen. «Im Moment ist in der Verwaltung vieles in Bewegung. Diese Bewegung darf auch sichtbar werden in einer bewussten internen Kultur, zu der jetzt das Du ganz selbstverständlich und mutig dazugehört», so Ingeborg Dannecker, Präsidentin der Personalkommission, zur Einführung der Du-Kultur.

Für die Einwohner von Emmen verändert sich indes nichts: Sie werden am Schalter oder am Telefon weiterhin per Sie angesprochen.

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3 Kommentare
  1. Richard $choll, 17.09.2019, 17:54 Uhr

    Ja, wer nur duzen kann, hat als junger Mensch in der Schweiz das 2 am Rücken. Polizisten, Richter, Staatsangestellte, Sekundar- und Hochschullehrer, über 60- jährige nicht Verwandte wollen nicht geduzt werden. Wenn ein mir Unbekannter micht duzt, ignoriere ich ihn.

  2. Jörg, 12.09.2019, 13:28 Uhr

    Danke Hr, mebinger hat ja bereits Geschrieben was ich Sagen wollte, das DU scheint wohl wie anders von der USA Rüber geschwappt sein, hier in der Neu Überbauung Feldbreite ist dies Gang und Gäbe unter den Jungen Mietern, meine Nachbarin kam auch stellte sich vor, sie können schon Du Sagen ich bin ja noch Jung, ja ich bin Alter Sack und schon 60 Sagte heisse Müller ich bin nicht Altmodisch aber Respekt und Anstand gehen vor, zudem Sagt ja der Ältere zum Jüngeren ob er mit ihm per Du sein will..

  3. mebinger, 12.09.2019, 10:58 Uhr

    Wir glauben immernoch, dass alles geregelt werden muss, selbst das «Duzis»

    Manchmal glaube ich echt nicht, was ich lese, da schreibt eine Gemeindeverwaltung doch allen Ernstes vor, dass man sich gefälligst zu duzen hat, das gelte ab dem 01.09.2019. Abgesehen davon, dass mich dies einen Feuchten interessieren würde, was die Gemeindeverwaltung hier verfügt, stellt sich die Frage, was für eine kranke Gläubigkeit an Regelungsvollmacht immer noch herrscht, dass an überhaupt auf die Idee kommt sowas zu regeln ist unverständlich. Ob man sich duzt oder nicht geht den Staat und auch ein Unternehmen nicht das Geringste an und wen Möchtegern-Experten von besserem Klima reden, dann vergessen sie, dass es im Leben Sachen gibt, die nicht geregelt werden dürfen ausser man behandelt seine Angestellten wie entmündigte Urteilsunfähige. Aber es ist halt schon so, sobald man irgendein Diplom (Vor allem Human-Ressource, Psychologie oder Marketing) hat, erachtet man alle anderen als dumm und nicht fähig selber zu entscheiden, man hat ja schliesslich studiert. Man weiss was Sache ist!

    Ich bezweifle stark, dass diese «Du-Unkultur» Jugendliche anspricht, die wollen respektiert werden und wenn sie von jedem X-Beliebigen geduzt werden fühlen sie sich nicht respektiert. Mich auf jeden Fall erscheint ein Inserat in Du Form höchst unseriös. Würde ich dort arbeiten, dann beisste man sich an mir die Zähne aus, wer mich ungefragt duzt, würde ich ignorieren und ich würde aus Trotz alle siezen. Denn die Erfahrung zeigt, dass ein Sie zu respektvollerem Umgang führt als ein Du und das Du muss angeboten werden, alles andere ist nicht akzeptabel, aber eben heute muss alles geregelt werde da man den Bürger für dumm hält und ihm möglichst überall bevormunden muss.

    PS: Die gleiche Unkultur schleicht sich in den Briefen ein, aber auch da interessiert es mich nicht im Geringsten, was Theoretiker «erfinden» ich bleibe veraltet aber mit Anstand ersehen. Wer von mir einen Brief nach neuen Regeln erhält, kann davon ausgehen, dass ich ihn genüsslich verachte!