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Hier bruncht es sich in Zug am besten
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So geht das mit diesem Brunch. Auch in Zug gibt es verschiedene Orte, an denen ungeniert geschlemmt werden kann. (Bild: Fotolia)

Wo sich das sonntägliche Schlemmen lohnt Hier bruncht es sich in Zug am besten

4 min Lesezeit 23.07.2017, 05:04 Uhr

Man kann sagen, was man will. Brunchen ist einfach gut. Eier, Braten und Kirschtorte zum Frühstück, ohne dass jemand schief guckt. Nur, wohin? Wo im Kanton Zug hat man die beste Aussicht? Wo das reichhaltigste Buffet? Wo geht man hin, wenn man weniger essen mag und nicht zu viel zahlen will? Wir sagen es Ihnen.

Am Sonntag schalten Sie einen Gang zurück. Stehen spät auf und gönnen sich erst einmal ein herzhaftes … ja aber Moment. Im Kühlschrank herrscht Ebbe, nichts zu finden ausser ein Glas Kapern, eine schimmlige Zwetschgen-Tabasco-Konfitüre, vor der Sie sich seit der Schenkung fürchten, und drei schrumpelige Tomaten. Also raus. Sie gehen brunchen! Nur wohin? Das kommt ganz drauf an, was Sie eigentlich wollen.

Die Schicken

Sie sind so diszipliniert, dass Sie es am Sonntagmorgen von den Trainerhosen ins einigermassen schicke Outfit schaffen? Und geben für Ihren Brunch gerne auch etwas mehr Geld aus? Dann machen Sie sich auf ins Zuger Parkhotel. Der dortige Sonntagsbrunch ist berühmt für seine grosse Auswahl, vom Honigbrot über Antipasti und warmen Gerichten bis hin zum Dessert gibt es hier alles. Das Ganze hat seinen Preis: 62 Franken kostet der Gaumenschmaus.

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Wer es nicht ganz so pompös haben möchte, aber dennoch ein wenig adrett, der kann sich ein Langschläferfrühstück im Hotel Citygarden genehmigen. Dort gibt’s die üblichen Verdächtigen wie Brot, Käse, Konfi, Birchermüesli und Rührei für 33 Franken pro Person. Das lohnt sich vor allem, wenn man noch nie in diesem Hotel war. Das Restaurant ist ziemlich stylisch in Schwarz- und Brauntönen gehalten.

Der Gemütliche

Wer sich so gar nicht von den Trainerhosen trennen mag, der behält sie an und geht ins Intermezzo. Nicht, weil da alles so verschlafen wär, sondern, weil’s einfach sehr gemütlich ist. Das Restaurant, das von der Zuwebe betrieben wird, ist zudem unkompliziert. Hier bestellt man ein Standard-Frühstück (Brot, Zopf, Ei, Fleisch, Käse usw.) für 19.50 Franken, das dann mit einem Glas Cava, Speck oder gebratenen Eiern aufgemotzt werden kann. Oder man entscheidet sich für eine Crêpe. Die gibt’s nämlich während der ganzen Woche. Ausser grad jetzt. Denn das Intermezzo hat Sommerpause bis am 8. August.

Der Sonnige

Zwischen Bäumen, Riegelhäusern und Kirchenglocken kann man sich im Tisch und Bar in Holzhäusern jeweils samstags und sonntags verschiedene Frühstücksoptionen einverleiben. Das Schöne dabei, abgesehen davon, dass es hier schön sommerlich zu geht: Wer morgens nur was für den kleinen Hunger braucht, kommt hier günstig weg. Das «Déjeuner français» bekommt man für 9 Franken, doch auch Eier mit Toast, Lachs oder Speck bekommt man hier relativ günstig. Und wer doch über die Stränge schlagen will, der bestellt die «Liebelei für Zwei»: ein Frühstücksturm, auf dem sich so allerhand Essbares tummelt und der zudem mit Prosecco aufwartet. Kostenpunkt: 78 Franken. Aber im Normalfall bodigt man den auch zu zweit.

Der Urchige

Draussen sitzen kann man auch in der Gasthütte Zoll-Huus. Hier, quasi am hintersten Zipfel Hünenbergs und gleich an der Reuss, bekommt man ebenfalls Brunch aufgetischt. Oder wie man dort präzisiert, handelt es sich vielmehr um ein Langschläfer-Frühstück. Was das heisst? Kuchen und Torte, hausgemachtes Brot, 20 verschiedene Konfitüren, aber auch Rösti, Eier und Speck. 35 Franken zahlt der ausgewachsene Mensch dafür. Und wer im Nachhinein merkt, dass der Bauch nun doch schon etwas runder ist, der kann gleich vom Restaurant aus eine Wanderung der Reuss entlang unternehmen.

Der Abenteuerliche

Sie haben genug von Urchigkeit, Gipfeli und Cappuccino? Sie hätten viel lieber was Neues für den Gaumen und am liebsten gleich noch Aussicht? Dann begeben Sie sich an den Zuger Stadtrand und ins ehemalige Kantonsspital. In der alten Mensa veranstaltet der Türkische Verein Zug jeden Sonntag einen interkulturellen Brunch. Dieser ist abwechslungsreich und bietet sowohl westliche als auch türkische Speisen. Darunter manchmal auch aufregende Süssspeisen. Dazu gibt’s türkischen Tee, Kaffee und einen unschlagbaren Blick auf die Ruderer auf dem Zugersee. Aber Obacht, auch der türkische Brunch macht Sommerpause. Anfangs September geht es wieder los damit.

Der Geschichtsträchtige

Das Café Treichler beim Bundesplatz nennt sich selbst Kaffeehaus. Die typische Wiener Behäbigkeit ist zwar wegen der modernen weissen Möblierung nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Auf den zweiten jedoch sehr. Hier scheinen viele langjährige Stammgäste herzukommen, um Zeitung zu lesen und ein Birchermüesli zu essen. Ebenfalls kann man hier unterschiedlich grosse Zmorgetürme bestellen. Die Unverfrorenen bestellen sich an der Theke direkt ein Stück Kirschtorte. Ungünstig ist diese Destination für spontane Grossfamilien. Je nach Zeit ist das Lokal sehr gut besetzt. Dafür fällt man als Solo-Besucher überhaupt nicht auf.

Der Wässrige

Während der Sommermonate gibt es in Zug einen Brunch mit wandelnder Kulisse. Auf dem Zugersee-Schiff kann man jeweils am Sonntag futtern, bis sich die Balken biegen. Tatsächlich darf man sich nicht zu sehr vom ausgiebigen kalten Buffet beirren lassen (Kuchen, Zopf, Käseplatte, Rauch-Forelle, Fruchtsalat usw.), denn das warme folgt sogleich (mit Eiern, Speck, Würstchen und Poulet-Roulade). Die Crux: Wer kein Generalabo oder Halbtax hat, der zahlt entsprechend. 36 Franken für die Rundfahrt und 43.50 Franken für den Brunch. Dafür muss man danach auch drei Tage nichts mehr essen.

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