Heute fällt der Entscheid, ob Fans wieder live mit EVZ und FCL mitfiebern können
  • Politik
Ganz so voll wird es wohl auch mit Schutzkonzept nicht sein. Dennoch darf der EV Zug vielleicht schon bald wieder vor Fans spielen. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus)

Am 1. Oktober soll es so weit sein Heute fällt der Entscheid, ob Fans wieder live mit EVZ und FCL mitfiebern können

3 min Lesezeit 1 Kommentar 12.08.2020, 10:21 Uhr

Noch sind Grossveranstaltungen verboten. Auch im Sport. Das soll sich ändern. Der Bundesrat will am Mittwochnachmittag über seine Pläne informieren. Schon bald könnten FCL und EVZ also wieder vor Zuschauern spielen.

Für viele Veranstalter ist der Mittwoch wohl ein Schicksalstag: Sportveranstaltungen, Festivals, Weihnachtsmarkt, Fasnacht, Messen – sie alle würden noch lange ins Wasser fallen, wenn der Bundesrat nichts ändert. Damit würde vielen, die hinter diesen Events stecken, eine düstere Zukunft bevorstehen. Um das zu verhindern, werden ihre Forderungen nach geregelten Lockerungen immer lauter. Und nun ist es so weit. Der Bundesrat wird voraussichtlich am Mittwochnachmittag über die nächsten Schritte informieren.

Das aktuelle Verbot für Anlässe mit mehr als 1’000 Besuchern läuft Ende August aus. Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren sprach sich jüngst noch für eine Verlängerung des Verbots bis Ende Jahr aus (zentralplus berichtete). Das sieht Gesundheitsminister Alain Berset offenbar anders, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Zwar will auch er das Verbot verlängern, allerdings nur um einen Monat. Und dies aus dem Grund, dass das Bundesamt für Gesundheit mit Kantonen und Veranstaltern eine neue Regelung aufgleisen kann.

Bewilligung und Kontrolle liegen beim Kanton

Bersets Plan sieht demnach so aus, dass mit den Kantonen und den Sportverbänden nationale Schutz- und Hygienekonzepte ausgearbeitet werden. Dazu zählt auch, ob und wie viele Fans ins Stadion gelassen werden. Die Konzepte gelten zwar national, Grossanlässe würden aber trotzdem vom Kanton bewilligt. Auch die Kontrollen zur Einhaltung der Schutzmassnahmen würden sie übernehmen.

Die Sportverbände wären bereit: Etliche von ihnen haben bereits Schutzkonzepte ausgearbeitet, mit denen sie die Zuschauer wieder in die Stadien holen wollen. Erst kürzlich hat EVZ-CEO Patrick Lengwiler erklärt, dass in der Bossard-Arena 5’700 Sitzplätze zur Verfügung stehen würden, wenn die Stehplätze umgebaut würden (zentralplus berichtete). Im Stadion selbst würde Maskenpflicht gelten, gegessen wird auf dem Sitzplatz.

Auch Eventbranche fordert nationales Konzept

Auch der FCL würde lieber wieder vor volleren Rängen spielen. In der Swissporarena hätten 17’000 Personen Platz. In der letzten Saison verfolgten im Schnitt 9’286 Fans ein Spiel, wie Zahlen von CH-Media zeigen. Würden die 3’000 Steh- in Sitzplätze umgewandelt, könnten noch mindestens 7’000 Fans ins Stadion. Und die wären dankbar: Erst am Dienstag hat eine Gruppierung eine Petition eingereicht, weil sie die Sportklubs wieder direkt vor Ort unterstützen will. Zusammengekommen sind 14’000 Unterschriften.

Bei Messen, Festivals und kulturellen Grossanlässen sind Bersets Pläne nicht ganz so klar, schreibt der «Tages-Anzeiger». Wie die SRF-Sendung «10vor10» am Dienstagabend berichtete, fordern auch Eventveranstalter national einheitliche Regeln. Zudem sollen der Erwerbsersatz und die Kurzarbeit bis sechs Monate nach Ende der Corona-Krise verlängert werden. Ob sich der Bundesrat darauf einlässt, wird sich am Nachmittag zeigen.

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1 Kommentare
  1. Wellen Reiter, 12.08.2020, 11:26 Uhr

    Der Bund soll die 1000er Grenze vorerst bis Ende Jahr so belassen. Der Verlauf der Fallzahlen lassen keine Lockerung zu! Deutschland handelt ja nicht grundlos so, bei tieferen Zahlen pro 100’000 Einwohner. Die Gesundheit der Bevölkerung muss über der geldgetriebenen Event- und Sportbranche stehen. Die sind nicht systemrelevant. Unglaublich, dass darüber überhaupt diskutiert wird…….

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