Wirtschaft

Im Chaos der Corona-Pandemie
Herausfordernd – das war 2021 für das Hotel Schweizerhof

  • Lesezeit: 3 min
Clemens Hunziker, der Direktor des Hotel Schweizerhof, blickt auf ein turbulentes Jahr zurück.
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Clemens Hunziker, der Direktor des Hotel Schweizerhof, blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. (Bild: plu)

Wohl die wenigsten hätten gedacht, dass wir an Silvester wieder an einer schwierigen Schwelle stehen. Denn noch vor einem Jahr war die Hoffnung gross. Die Impfung soll die Pandemie 2021 endlich beenden. Wie blickt das Luzerner Hotel Schweizerhof auf das Jahr zurück? Und mit welchem Bauchgefühl starten die Betreiber ins neue Jahr?

«Wir haben den zweitbesten November aller Zeiten gemacht!», erzählt uns der Hoteldirektor Clemens Hunziker. Dass die Bücher beim Luzerner Hotel Schweizerhof inmitten der Pandemie so gut aussehen können, ist sicherlich überraschend. Leider ist dies nur eine Monats- und keine Jahresbilanz für das Hotel.

Blicken wir zurück. Der Start ins Jahr 2021 war für die Branche hart, die Restaurant und Hotels mussten geschlossen bleiben (zentralplus berichtete). Das Hotel musste einen verordneten dreimonatigen Winterschlaf überstehen.

Im März wird das Hotel aus dem Schlaf wachgeküsst. Clemens Hunziker, der Direktor des Hotel Schweizerhof, erinnert sich: «Wir wurden im positiven Sinne überrannt (…) wir waren jedes Wochenende ausgebucht. Unter der Woche waren wir bei einer 50-prozentigen Auslastung.»

Warum diese Gäste jeden Tag Silvester feiern konnten, siehst du im Video:

Sobald sie dürfen, kommen die Gäste

Als später auch die Gastronomie wieder den Betrieb aufnehmen konnte, gab es für die Schweizerinnen kein Halten mehr (zentralplus berichtete). «Zu sehen, dass die Menschen das Bedürfnis haben und dass sie auch wiederkommen, wenn sie dürfen – das war ein gutes Erlebnis», sagt Hunziker.

Auch die ausländischen Gäste kamen wieder zurück nach Luzern. Die ersten aus den Golfstaaten, ab Juli die ersten Amerikaner. Der Anstieg der Anzahl amerikanischer Gäste bleibt. Ende 2021 sind knapp 27 Prozent der Buchungen amerikanischen Touristen zu verdanken.

Die Zahlen aus dem Sommer sind weit entfernt von der Zeit vor der Pandemie. Trotzdem sagt uns Clemens Hunziker zufrieden: «Wir haben mit unseren Gästen schöne Geschichten erlebt und wir konnten unsere Mitarbeiter beschäftigen – ohne Kurzarbeit.»

Der Herbst war super – der Spielverderber heisst Omikron

Das Hotel Schweizerhof kann im Herbst seine Bücher fast wieder auf Vor-Pandemie-Niveau bringen. Der November schenkt sogar eine der besten Bilanzen der Hotelgeschichte. Auch die Buchungen für Dezember 2021 und Januar 2022 machen dem Direktor Freude. Und dann kommt ein Hammer nach dem andern.

Omikron verhindert die Winteruniversiade, welche der ganzen Zentralschweiz viele Gäste beschert hätte (zentralplus berichtete). Die grossen Weihnachtsessen werden gestrichen. «Das zieht sich nun auch in den Januar. Viele Essen von Grossfirmen wurden abgeblasen. «Das schmerzt im Moment sehr», sagt Hunziker.

Der Direktor bleibt trotz der Achterbahnfahrt im Jahr 2021 positiv. «Es ist definitiv nicht ein verlorenes Jahr, sondern ein gewonnenes.» Der Grund für diesen Optimismus ist die eine Erkenntnis: Die Gäste kommen wieder, sobald es geht.

Das Hotel Schweizerhof hat für die Winteruniversiade Grosses geplant, alles für die Katz:

Die grosse Herausforderung: das Personal

Wer einen Job in der Gastronomie sucht, der ist eine gefragte Person. Im Lockdown haben sich einige umorientiert und zum Beispiel die Vorzüge geregelter Arbeitszeiten kennengelernt. Viele Betriebe haben mit einem Engpass zu kämpfen. Wer kein attraktiver Arbeitgeber ist, hat verloren.

«Wir sind bereits ein attraktiver Arbeitgeber, wollen aber noch attraktiver werden», sagt Hunziker. Jeden Montag werden die Mitarbeiter des Schweizerhofs informiert, was für zusätzliche Leistungen sie bekommen. Das Jahresmotto des Hotels heisst «Wir kümmern uns.» Dies passt nicht nur zu den Gästen, die Direktion will sich vor allem um die Mitarbeiterinnen kümmern.

Das erste Quartal 22 wird schwer

Während Omikron die Fallzahlen nach oben schiessen lässt, dämpft das Virus die Freude auf das neue Jahr. «Es wird ein ganz schwieriges erstes Quartal», meint Hunziker. Da denkt er nicht nur an die vielen Stornierungen.

Das fehlende Personal wird die grösste Herausforderung sein. Wenn das Personal in der Küche gesundheitsbedingt fehlt, schliesst das Hotel seine Küche. Im Spital ginge dies nicht. Auch mit Omikron bleibt Hunziker optimistisch und hofft, dass es eine gewisse «Durchseuchung» gibt.

Den «Bauchgefühlausblick» auf das neue Jahr gibt es hier in Videoform:

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