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Heisse Bauphase auf dem Bürgenstock
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Der Rohbau der Grand Residence-Suiten steht kurz vor Abschlus. (Bild: mag)

Die Uhr tickt Heisse Bauphase auf dem Bürgenstock

3 min Lesezeit 1 Kommentar 04.09.2016, 06:41 Uhr

Ein Augenschein auf dem Bürgenstock ein Jahr vor der geplanten Eröffnung zeigt: Unterkünfte und Restaurants des Resorts befinden sich noch im Rohbau. Im Hintergrund arbeiten die Verantwortlichen jedoch bereits an der Organisation des zukünftigen Betriebs.

Häppchenweise erhält die interessierte Bevölkerung rund um das neue Bürgenstock Resort Gelegenheiten, das entstehende Hoteldorf zu besichtigen. Bereits zum zweiten Mal nach 2014 organisiert die Katara Hospitality Switzerland AG, die Tochtergesellschaft der Katarischen Investoren, «Tage der offenen Baustelle» auf dem Bürgenberg. Verzeichneten diese vor zwei Jahren 3500 Besucher, rechnen die Organisatoren dieses Wochenende mit 10’000. Das Interesse am entstehenden Hotelkomplex scheint tatsächlich gross. Am Samstagmorgen herrschten am Bahnhof in Stansstad bei den Shuttle-Bussen bereits lange Wartezeiten.

«Wir wollen eine emotionale Bindung zwischen der Bevölkerung und dem Resort herstellen»

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Bruno H. Schöpfer, Projektleiter

Das Ziel der aktuellen Marketing-Offensive ist klar: «Wir wollen eine emotionale Bindung zwischen der Bevölkerung und dem Resort herstellen», so Projektleiter Bruno H. Schöpfer. Dabei profitiert das weitherum sichtbare Bauprojekt massgeblich von der traditionsreichen Historie des Ortes. Die ersten Hotels wurden 1873 unter der Leitung von Franz Josef Bucher und Josef Durrer erbaut.

Das neu erbaute Bürgenstock Hotel wird den Kern des Resorts darstellen.

Das neu erbaute Bürgenstock Hotel wird den Kern des Resorts darstellen.

(Bild: mag)

Heute also ein Besuch der Baustelle und der Genuss einer Chiliwurst, im nächsten Sommer dann ein exotisch zubereiteter Mehrgänger in einem der zahlreichen Restaurants, ein Glas Champagner auf der Terrasse mit Blick auf Rigi und Pilatus, oder ein Bad und eine Massage im neuen Spa-Bereich. Geht die Rechnung auf, wird es auf dem Bürgenstock ab nächstem Sommer hoch zu- und hergehen – wie in vergangenen Zeiten.

Diverse Fragezeichen

Die grössten Herausforderungen sind gemäss Schöpfer derzeit das vom Mailänder Architekten Matteo Thun entworfene «Waldhotel» sowie die Wellness-Anlage mit drei Schwimmbädern. Auch wenn der Projektleiter überzeugt und mit fester Stimme sagt, dass auch diese Bauten «termingerecht» fertiggestellt würden, restlos ausräumen kann er aber nicht alle Zweifel.

Kein Metzger! Handwerker sind im Palace Hotel mit der Innenausstattung beschäftig.

Kein Metzger! Handwerker sind im Palace Hotel mit der Innenausstattung beschäftig.

(Bild: mag)

Zwar ist die Renovierung des Hammetschwandlifts oder der Bau der Panorama Residence-Suiten bereits abgeschlossen und die Gerüste beim Palace Hotel, das als erste Unterkunft fertig sein soll, abgebaut. Diverse weitere Anlagen befinden sich allerdings erst in der Endphase des Rohbaus. Ob die restlichen Monate reichen, um planmässig alle Bauten im nächsten Sommer in Betrieb zu nehmen, wird sich zeigen.

Offene Fragen bestehen weiterhin in der Erschliessung des Bürgenstocks. An der Standseilbahn wird gebaut. Und auch der Ausbau der Kantonsstrasse ist projektiert. Bezüglich der Seeverbindung zwischen Luzern und der Haltestelle Kehrsiten-Bürgenstock wurde aber noch keine Einigung erzielt (zentral+ berichtete). Die Verhandlungen laufen laut Bruno H. Schöpfer noch.

Der Innenausbau im Palace Hotel schreitet zügig voran.

Der Innenausbau im Palace Hotel schreitet zügig voran.

(Bild: mag)

Auf die Situation des Flughafen Buochs angesprochen sagt Schöpfer derweil, er rechne nicht mit einer Invasion von Privatflugzeugen. Die Anzahl der Flugbewegungen werde aufgrund des Resorts, wenn überhaupt, nur minimal zunehmen. Einen Austausch mit den Flughafenbetreibern gibt es zurzeit nicht.

Rekrutierung von Mitarbeitenden angelaufen

Andererseits zeichnet sich bereits ab, dass die 200 geplanten Personalwohnungen nicht ausreichen werden. Gemäss Resort-Mediensprecher Raphael Amrein sind rund 800 Personen für einen Vollbetrieb nötig. Das Resort wird auf einen Schlag zum zweitgrössten Arbeitgeber im Kanton Nidwalden. Nur die Pilatuswerke beschäftigen mehr Personen.

Beim Palace Hotel wurden die Gerüste grösstenteils bereits entfernt

Beim Palace Hotel wurden die Gerüste grösstenteils bereits entfernt

(Bild: mag)

Aufgrund des grossen Bedarfs läuft im Hintergrund schon die Rekrutierung von zukünftigen Mitarbeitenden. Die Katara Hospitality Switzerland AG steht nicht nur in engem Kontakt mit Schweizer Hotelfachschulen. Da in den Kantonen Nidwalden und Luzern die Reservoire an Arbeitskräften bei weitem nicht ausreichen, sind die Betreiber auch ausserhalb der Grenzen im europäischen Raum, und für die exotischen Restaurants auch im Fernen Osten auf der Suche nach geeigneten Fachkräften.

Das Waldhotel wird medizinischen Behandlungen dienen.

Das Waldhotel wird medizinischen Behandlungen dienen.

(Bild: mag)

Die Panorama Residence-Suiten sind bereits fertiggestellt.

Die Panorama Residence-Suiten sind bereits fertiggestellt.

(Bild: mag)

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1 Kommentare
  1. Daniel Huber, 05.09.2016, 18:03 Uhr

    Fluglärm und Chiliwurst fürs Volk, Millionen und Millionäre für Investoren. Damit wird es sicherlich gelingen, die gewünschte emotionale Bindung zwischen der Bevölkerung und dem Resort herzustellen…