Hausbesetzer und Stadt Luzern haben sich geeinigt
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Der Wachtturm und das besetzte Nebengebäude der städtischen Villa auf Musegg 1. (Bild: mam)

Gruppe «Pulpa» aus Musegg 1 ausgezogen Hausbesetzer und Stadt Luzern haben sich geeinigt

2 min Lesezeit 07.05.2018, 11:07 Uhr

In der Nacht auf Montag sind die Besetzer freiwillig aus der Remise Auf Musegg 1 ausgezogen. Die Gespräche zwischen der Gruppe «Pulpa» und der Stadt Luzern haben dazu geführt. Im Gegenzug prüft die Stadt verschiedene Optionen, um der Gruppe andere geeignete Räumlichkeiten für deren Projekte zur Verfügung zu stellen.

Seit dem 8. April war das Obergeschoss der Remise Auf Musegg 1 durch die Gruppierung «Pulpa» besetzt. Die Liegenschaft mit Villa und Remise gehört der Stadt Luzern. Die anonym auftretende Gruppe möchte aus dem Obergeschoss der Remise einen Ort machen, der laut Mitteilung Raum «für kreatives Schaffen, Begegnungen und Diskussionen» bietet.

Der Stadtrat hat Mitte April entschieden, vorläufig auf eine Strafanzeige zu verzichten und im Gespräch mit den Besetzern eine einvernehmliche Lösung zu suchen (zentralplus berichtete). «Ziel ist es, der Gruppe zu ermöglichen, ihre Ideen in einem legalen Rahmen zu verwirklichen. Die Stadt prüft deshalb zurzeit verschiedenen Optionen, um der Gruppe andere geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und führt mit ihr Gespräche über die Modalitäten einer Nutzungsregelung», schreibt sie in einer Mitteilung.  

Besetzer sind ausgezogen

In der Nacht auf Montag, ist die Gruppe aus der Remise ausgezogen. Die Stadt hat am Montagmorgen den Zugang zu dem Raum wieder verschlossen. Die Stadt prüft die Möglichkeit, die Remise vor einer Gesamtsanierung der gesamten Liegenschaft durch eine Teilsanierung vom Schimmel zu befreien. Anschliessend soll sie für eine Zwischennutzung vermietet werden. Parallel dazu wird ein Gesamtkonzept für die ganze Liegenschaft erarbeitet.

Der Streit zwischen der Stadt und den Besetzern wurde im letzten Monat zum Politikum und führte zu einer angeregten Debatte im Parlament. Das Vorgehen des Stadtrates wurde im Grossen Stadtrat sowohl von links wie rechts teils scharf kritisiert. Während die Linke die Regierung rügte, dass sie zu wenig gegen der Zerfall ihrer Gebäude unternehme, rüffelten die Bürgerlichen den Stadtrat wegen des aus ihrer Sicht zu laschen Umgangs mit den Besetzern und verlangten ein konsequentes Durchgreifen (zentralplus berichtete). 

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