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Hat Luzern bald ausgedient?
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Was gibt Anlass zur Kritik? Der Drehort Luzern oder das Ermittlungsteam um Schauspieler Stefan Gubser? (Bild: Copyright SRF/Thomi Studhalter )

Kritk an Schweizer Tatort Hat Luzern bald ausgedient?

2 Min 16.06.2015, 17:45 Uhr

Im Umfeld des Schweizer Fernsehen kursiert ein Gerücht rund um den Luzerner Tatort. Der Standort Luzern stehe auf der Kippe und auch Kommissar Stephan Gubser würde in Frage gestellt. Alles nur heisse Luft oder ist wirklich etwas dran? zentral+ fragte bei den Luzerner Beteiligten nach.

Man munkle über ein neues Ermittlungsteam und einen neuen Standort für den Dreh des Schweizer Tatorts, schreibt der «Tagesanzeiger» online. Was auf den ersten Blick aufhorchen lässt, sorgt in Luzern nicht für Sorgenfalten. Niklaus Zeier, Chef Kommunikation der Stadt und Präsident der SRG Zentralschweiz sagt: «Ich habe keine Zweifel über den Weiterbestand des Luzerner Tatorts. Dass sich das SRF Überlegungen zur Entwicklung des Formats macht, ist ein ganz normaler Prozess, der zum Filmemachen dazugehört.»

Ideales Standortmarketing

Die Zusammenarbeit zwischen der Filmlocation, getragen von der Stadt Luzern und Luzern Tourismus, und dem SRF funktioniere sehr gut. Es gäbe überhaupt keine Veranlassung am Produktionsprozess etwas zu ändern, meint Zeier. Sowieso würde sich das SRF eine solche Änderung zwei Mal überlegen, habe doch der «Tatort» als führendes Krimi-Format im deutschen Sprachraum einen sehr hohen Stellenwert.

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«Andere Orte hätten Freude, den Tatort zu übernehmen», unterstreicht Zeier den positiven Effekt des Luzerner Tatorts. «Im Tatort kommt Luzern immer wieder gut zur Geltung. Das unterstützt ideal das touristische Standortmarketing für die Stadt, aber auch für die ganze Region.» Ins gleiche Horn bläst Sibylle Gerardi von Luzern Tourismus: «Natürlich ist es sehr positiv, wenn Luzern im ganzen deutschsprachigen Raum auf den Bildschirmen zu sehen ist.»

Kritik an Luzern oder dem Ermittlungsteam

Konkrete Planungen für den Luzerner Tatort sind bis übernächstes Jahr angedacht – jährlich sind zwei Folgen vorgesehen. Zudem hat das SRF auf dem Viscose-Areal Studioräume eingerichtet. «Eine hundertprozentige Garantie gibt es nie. Aber aus meiner Sicht gibt es schlicht keine Veranlassung, etwas zu verändern», versucht Zeier allfällige Bedenken über den Weiterbestand zu zerstreuen.

Das Ermittlungsduo um Stefan Gubser und Delia Mayer. Lancierungsbild des Tatort: Kleine Prinzen (Copyright: SRF/Daniel Winkler).

Das Ermittlungsduo um Stefan Gubser und Delia Mayer. Lancierungsbild des Tatort: Kleine Prinzen (Copyright: SRF/Daniel Winkler).

(Bild: Copyright: SRF/Daniel Winkler)

Mehr als der Standort Luzern scheint wohl das Ermittlungsteam um Kommissar Flückiger, gespielt von Stephan Gubser, in Kritik geraten zu sein. So schreibt auch der Tagesanzeiger, Gubser sei bereits informiert worden, dass sich das SRF Gedanken mache. Kritisiert werden insbesondere die fehlenden Ecken und Kanten des Kommissars. Beunruhigend wirken auch die Einschaltquoten in der ARD: Mit durchschnittlich 7,2 Millionen Zuschauer liegt das Luzerner Ermittlungsteam abgeschlagen auf dem letzten Platz. Zum Vergleich, die Spitzenreiter aus Münster haben durchschnittlich 12,88 Millionen Zuschauer.

 

Bei den Einschaltquoten in der ARD landet das Luzerner Ermittlungsteam abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Bei den Einschaltquoten in der ARD landet das Luzerner Ermittlungsteam abgeschlagen auf dem letzten Platz.

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