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Studie aus Lausanne ruft Luzerner SP auf den Plan Hat auch Luzern ein Problem mit sexueller Belästigung?

2 min Lesezeit 21.04.2017, 13:55 Uhr

Gemäss einer ETH-Studie sind in Lausanne letztes Jahr über 60 Prozent der befragten Frauen sexuell belästigt worden. Zwei SP-Grossstadträtinnen sorgen sich um die Situation in Luzern – und wollen wissen, was die Stadt in Sachen Sicherheit auf den Strassen unternimmt.

Ist sexuelle Belästigung in Luzerns Strassen verbreitet? Wie schätzt der Stadtrat die Situation ein – und was tut er, damit sich Frauen und Männer in Luzern frei bewegen können, ohne dass sie sich von Belästigungen bedroht fühlen?

Diese Fragen stellen die beiden Grossstadträtinnen Maria Pilotto und Judith Dörflinger im Namen der SP-/Juso-Fraktion. Der Auslöser ihrer Interpellation ist eine kürzlich publizierte Studie der ETH Lausanne. Diese zeigte auf, dass in Lausanne über 60 Prozent der befragten Frauen im letzten Jahr sexuell belästigt wurde. Bei den unter 25-Jährigen betraf das gar fast drei von vier Frauen. Zu Anzeigen kam es trotzdem selten. An der Studie nahmen 210 Personen teil, 87 Prozent davon waren Frauen.

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«Nach wie vor Teil des Alltags»

Pilotto und Dörflinger verweisen zudem auch auf Aktionen in den Sozialen Medien wie beispielsweise #SchweizerAufschrei. Unter diesem Hashtag haben letztes Jahr zahlreiche User – vorwiegend Frauen – von sexistischen Erlebnissen aus ihrem Alltag berichtet, nachdem eine SVP-Nationalrätin behauptete, dass manche Frauen an ihrer Vergewaltigung mitverantwortlich seien. «Sexuelle Belästigung ist leider nach wie vor Teil unseres Alltags», schreiben die beiden SP-Frauen in einer Medienmitteilung. Das reiche von anstarrenden Blicken oder Pfiffen über unerwünschte Kommentare zu Körper oder Kleidung bis hin zu sexuellen Avancen, Berührungen oder Verfolgungen.

Aufgrund von Tabuisierung und Schamgefühl oder gar aus Gewohnheit blieben solche Erfahrungen oft verborgen, so Pilotto und Dörflinger. Nun wollen sie wissen, wie der Stadtrat die Lage in Luzern einschätzt. In ihrer Interpellation fragen sie zudem, was der Stadtrat tut, damit Betroffene Unterstützung bekommen respektive Anzeige erstatten.

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