Hackerangriffe abwehren: Luzern bildet Cyber-Sicherheitsexperten aus
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René Hüsler, der Direktor des Departements Informatik der Hochschule Luzern. Hüsler betont den Nutzen der neuen Vorlesungszeiten für die Studierenden. Sie fänden einen Sitzplatz in Zug und hätten mehr Ruhe, was sich positiv aufs Lernen auswirke. (Bild: mbe.)

Hochschule Luzern lanciert zwei neue Studiengänge Hackerangriffe abwehren: Luzern bildet Cyber-Sicherheitsexperten aus

2 min Lesezeit 05.02.2018, 11:07 Uhr

Als erste Fachhochschule bietet die Hochschule Luzern ab nächstem Herbst einen Bachelor in Cyber-Sicherheit an. Damit reagiert man auf die hohe Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich. Es ist einer von zwei neuen Studiengängen.

Ein Hackerangriff auf die Spitäler: Was letztes Jahr in Grosssbritannien passierte, ist nur ein Beispiel für die Risiken der Digitalisierung. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, bietet die Hochschule Luzern (HSLU) ab dem Herbst 2018 zwei neue Bachelor-Studiengänge an: Einer namens «Information & Cyber Security» und ein zweiter mit dem Titel «International IT Management».

«Wir reagieren mit der Erweiterung des Studienangebots auf die hohe Nachfrage nach Fachkräften aus der Wirtschaft», wird René Hüsler, Direktor des Departements Informatik, in einer Mitteilung zitiert.

Die Digitalisierung, die Industrie 4.0 und das Internet of Things würden neben einem grossen Potenzial auch Risiken für Private, Unternehmen und für die öffentliche Infrastruktur bergen. «Heute sind alle Lebensbereiche von vernetzten Computersystem durchdrungen, woraus völlig neue Anforderungen an die Sicherheit entstehen», so René Hüsler. Diese Entwicklung nimmt das Departement Informatik mit dem Bachelor in Information & Cyber Security auf. Es handelt sich um den schweizweit ersten Fachhochschul-Studiengang seiner Art.


Absolventinnen und Absolventen werden laut der HSLU unter anderem in IT-Abteilungen grosser Unternehmungen und öffentlicher Verwaltungen, aber auch in der Cyber-Verteidigung tätig sein können. Sie sollen sichere IT-Infrastrukturen entwickeln und betreiben können und lernen, simulierte Hackerangriffe abzuwehren.

Praktika in Hong Kong oder London?

Der zweite neue Studiengang fokussiert auf die zunehmende Globalisierung in der Informatik. Er bildet Fachkräfte aus, die neben den fachlichen auch die interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen aufweisen, um IT-Projekte auf internationaler Ebene erfolgreich voranzutreiben.
 «Die Studentinnen und Studenten können zwischen den Fachrichtungen Technik und Business wählen», erläutert René Hüsler.

Sie absolvieren ausserdem je ein obligatorisches Austauschsemester im angelsächsischen Kulturraum und eines in Asien. Partnerhochschulen befinden sich unter anderem in Hong Kong, Macau, Hyderabad und London. Verhandlungen mit weiteren Institutionen stehen laut einer Mitteilung kurz vor dem Abschluss.

Die neuen Studiengänge werden an Informationsveranstaltungen am 22. Februar in Luzern und 17. März in Rotkreuz vorgestellt.

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