Guy Parmelin kontert die Kritik von Zertifikatsgegnern
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Bundespräsident Parmelin sprach vor der Bundesratssitzung zu den Medien. (Bild: Elio Wildisen)

Bundesratsbesuch in Luzern Guy Parmelin kontert die Kritik von Zertifikatsgegnern

2 min Lesezeit 13 Kommentare 13.10.2021, 08:59 Uhr

Der Bundesrat tagt heute in Luzern. Zunächst hält er seine Sitzung in der Musikhochschule in Kriens ab, danach geht’s zum Treffen mit der Bevölkerung ins Verkehrshaus. Dass gegen die Corona-Politik der Regierung eine Demo angekündigt ist, nimmt der Bundespräsident gelassen.

«In Luzern geht es vorwärts, die Musikhochschule unterstreicht diesen Aufbruch», sagte der Bundespräsident Guy Parmelin am Mittwochmorgen an einem kurzen Medientreffen vor der Bundesratssitzung. Es sei die Idee von Simonetta Sommaruga gewesen, dass der Bundesrat sich hier treffe. Zumal die Regierung auch sehr musikalisch sei. «Früher habe ich Gitarre gespielt», fügt Parmelin amüsiert an. Musikalisch wurde der Bundesrat dann auch an der Musikhochschule empfangen: mit einem Fanfare-Ständchen. «Es ist rüüdig schön, hier zu sein», sagt Parmelin.

Der Bundesrat zeigt sich grundsätzlich optimistisch, weil das gesellschaftliche Leben seit einigen Monaten wieder möglich sei. Besonders freue sich Parmelin über das Treffen mit den Luzernerinnen. So sagt der Bundesrat im fast perfekten Luzerner Dialekt: «Es ist rüüdig schön, hier zu sein. Der Austausch mit der Bevölkerung ist wichtig, gerade in Krisensituationen.»

Massnahmen-Kritiker haben angekündigt, gegen den Bundesrat vor dem Verkehrshaus zu demonstrieren (zentralplus berichtete). Darauf angesprochen, reagiert Parmelin gelassen und verständnisvoll. Jeder habe das Recht, seine Meinung zu äussern. Er sei offen für alle Diskussionen, auch wenn diese «lebhaft und animiert» geführt werden. Das gehöre dazu.

Der Bundesrat wird in Kriens von einem grösseren Empfangskomitee der Hochschule und von Medienschaffenden empfangen.

Massnahmen-Kritiker wie Nicolas A. Rimoldi behaupteten, die Zertifikatspflicht am Apéro im Verkehrshaus schliesse Teile der Bevölkerung aus (zeentralplus berichtete). Das lässt Parmelin nicht stehen. «Die Regeln sind klar. Wer nicht geimpft oder genesen ist, kann sich testen lassen und so am Apéro teilnehmen. Wir schliessen niemanden aus.»

Zentralschweiz nicht im Bundesrat vertreten

Dass der Bundesrat für den Austausch mit der Bevölkerung nach Luzern kommt, hänge nicht mit den zahlreichen Demonstrationen zusammen, die in Luzern während der vergangenen Monaten gegen die Corona-Massnahmen stattgefunden haben. Der Ort des Austausches sei schon vor der Pandemie bestimmt und habe wegen Corona bereits zweimal verschoben werden müssen.

Luzern als Treffpunkt sei dennoch nicht zufällig gewählt: «Uns ist es wichtig, in die Zentralschweiz zu kommen, weil diese Region im Bundesrat nicht vertreten ist. Dieser Austausch ist gut für den Bundesrat, aber auch für die Regionen.»

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13 Kommentare
  1. Karl Ottiger, 13.10.2021, 14:04 Uhr

    Ich will nicht respektlos sein aber was Parmesan und Berseker alles erzählen so viele wiedersprüche hab ich mein ganzes Leben nicht gehört und ich kenne wirklich ein paar kronische Lügner die sind aber näher bei der Wahrheit als unsere zwei Spitzenpolitiker. In diesm Sinne hopp Schwyz

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  2. Michel von der Schwand, 13.10.2021, 13:43 Uhr

    Geistig verwirrte Theorien mischen sich mit dem endlosen Geschwurbel einiger weniger Querulanten. Lustig ist die Tatsache, dass man dieser Szene jederzeit unbelegtes Geschwurbel unterjubeln kann, und diese abstrusen Theorien dann fleissig geteilt werden. Komischerweise explodieren deren Köpfe nicht beim Teilen des Nonsens. Nein, die Köpfe der Geimpften sollen explodieren und von Kindern nur noch Blutlachen übrig bleiben. Dabei ernährt sich doch die Elite vom Blut der Kinder. Dies alles ist längstens keine Satire mehr. Nein, es zeigt, wie vollkommen verwahrlost, derangiert und geistig rückständig gewisse Menschen immer noch sind. Anstatt, dass man gemeinsam nach Lösungen sucht und diese Pandemie auch wirklich bekämpft, übt man sich im Diskriminierungs-Fetischismus. Jeder glaubt in seinem Wahn in irgend einer Form in seiner persönlichen Freiheit beschnitten zu sein. So aber funktioniert eine Gesellschaft nicht. Wollt ihr frei sein, dann sucht euch irgendwo im Urwald, in der Wüste einen Ort. Hier funktioniert die Gesellschaft und nicht eure Befindlichkeit.

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    1. Peter Bitterli, 14.10.2021, 00:55 Uhr

      „Michel von der Schwand“ ist die Entlebucher Dialekt-Hörspielfassung von Astrid Lindgrens „Michel von Lönneberga“ und das Pseudonym einer Person, die an dieser Stelle regelmässig in Erscheinung tritt. Spricht man also diese Person mit „Michel von Lönneberga“ an, so kann das schon deswegen nicht gegen die Nettiquette verstossen, weil ja eben „von der Schwand“ ein Pseudonym ist, und somit ein Kalauer mit einem Personennamen nicht vorliegen kann. Herr/Frau von der Schwand phantasiert in seinem/ihrem obenstehenden Post auf gelinde gesagt sehr abenteuerliche Art über explodierende Köpfe und Kinder in Blutlachen, die der Elite als Nahrung dienen. Der Rest des Textes besteht praktisch nur aus Beleidigungen und Schimpfwörtern. Es ist vollkommen unverständlich und gänzlich unangebracht, eine ruhige, analysierende und sogar ironische Replik auf den grenzwertigen Text des Michel nicht zu publizieren.

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  3. Marianna Tettamanti, 13.10.2021, 12:07 Uhr

    Offenbar hatten ein paar Spindoctors in Bundesbern die Idee, die Regierung müsse sich wieder mal volksnah zeigen – und natürlich kulturaffin. War Sommaruga nicht kürzlich schon in Emmenbrücke? Eine reine PR-Show, die hier abgezogen wird, im Wissen, dass die Medien mitmachen und auf einen Ausraster der Impfgegner hoffen. Die BR spüren ihre abnehmende Popularität und Glaubwürdigkeit. Nur Naive und Systemlinge lassen sich beeindrucken.

    Zur Erinnerung: Das Volk ist der Chef in der Schweiz. Und nicht Berset & Co.

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    1. Kasimir Pfyffer, 13.10.2021, 12:37 Uhr

      Ist doch super, wenn der Bundesrat einen etwas breiter gefächerten Kulturbegriff hat als Jodeln und grosse Glocken. Für Luzern und Kriens ist dieser Besuch jedenfalls ein Kompliment. Und a propos «Chef»: Das Volk (also auch Sie oder ich) wählt das Parlament. Und das Parlament wählt den Bundesrat.

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      1. Peter Bitterli, 13.10.2021, 14:20 Uhr

        Der mit dem Kompliment ist sehr gut! Ich kenne ihn noch vom Besuch des österreichischen Bundespräsidenten Waldheim beim Suvorovdenkmal, als der Gemeindepräsident von Andermatt sich auch komplimentiert fühlte. Vielleicht könnte man ja aus diesem Anlass ein paar Stadtnamen ändern? Wie wäre es mit „Bersetsk“ statt „Luzern“? Für Kriens bliebe da noch ein schlichtes „Amherd“.

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  4. Besorgter Bürger, 13.10.2021, 11:36 Uhr

    Ich verstehe die Zertifikatsgegner nicht – die kämpfen um das Recht, andere krank machen zu können? (Ich habe gedacht die Gesundheit anderer Personen zu gefährden wäre schon vor Covid strafbar sowie unethisch?)

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    1. Peter Bitterli, 13.10.2021, 12:07 Uhr

      Schauen Sie, Bürger:
      Wenn ein Geimpfter und ein Ungeimpfter nebeneinander stehen, ist der Geimpfte für den Ungeimpften etwa zwanzig mal gefährlicher (Wirkungsgrad Impfstoff) als umgekehrt, da ja der Geimpfte trotzdem Virenträger sein kann. Er ist aber sorglos. Der Ungeimpfte hätte wahrscheinlich Symptome und bliebe zuhause. Ausserdem ist er ja freiwillig ungeimpft. Und der Geimpfte ist ja schliesslich geimpft, also sicher. Nach Ihrer Logik handelt also der Geimpfte „unethisch“.
      Wenn ein Auto und ein Fussgänger zusammentreffen, ist das Risiko ungleich verteilt. Sie leiten daraus ab, dass Jeder ein Auto fahren muss. Etwas zugespitzt, ok, aber gerade in der Absurdität passend.
      Glauben Sie mir: Wenn die Sache juristisch und „moralisch“ so simpel wäre, wie Sie sich das zusammenreimen, hätte man ja längst Impfpflicht.

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      1. Sandra Klein, 13.10.2021, 12:16 Uhr

        @Peter Bitterli: Spannende These, die Sie da haben. Der Ungeimpfte müsste in diesem Fall dem Geimpften, der ihn ansteckt, ja sogar dankbar sein. Denn erstens glaubt er ja daran, dass das Virus kaum gefährlicher als eine Grippe sei und / oder dass er bereits infiziert war oder dass er das bald sein möchte, um auch wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

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      2. Peter Bitterli, 13.10.2021, 12:39 Uhr

        Welcome back, Frau Klein! Keine These nein, sondern eine ganz simple Kombination von Tatsachen und Statistiken nach den offiziellen Quellen. Unbestreitbar. Breit im Bewusstsein.
        Sie allerdings bauen das zur These aus. Zu einer spannenden, in der Tat. Sie ist ja tatsächlich deckungsgleich mit der Idee der Durchseuchen der bisher nicht geimpften Bevölkerungsteile, jetzt, wo die Risikopatienten sich schützen konnten. Dass genau das auch passieren wird, so oder so, ist mittlerweile auch unbestritten.

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      3. Kasimir Pfyffer, 13.10.2021, 12:39 Uhr

        @ Bitterli: Die wirren Theorien, die Sie verbreiten, entspringen nicht der Wissenschaft, sondern einer irrationalen Phobie. Wenn Sie so viel Angst vor geimpften MitbürgerInnen haben bleiben Sie am besten zu Hause.

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      4. Sandra Klein, 13.10.2021, 13:14 Uhr

        Danke, Herr Bitterli. Sie waren ja etwas weniger aktiv, wenn ich das richtig gesehen habe. Ich fühlte mich jedenfalls weniger häufig zu einer Replik genötigt.
        An unbestreitbare Thesen glaube ich weniger. Es gehört doch genau zum Prozess, alles und jedes zu hinterfragen. Nicht aber die geordnete Durchseuchung, die unterstütze ich selbstverständlich.

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      5. Peter Bitterli, 13.10.2021, 13:40 Uhr

        Kasi Pfyffer:
        Sie täuschen sich da aber ganz gewaltig. Es ist hin und wieder nicht schlecht, dem Drang zum Kurzschluss zu widerstehen. Genauer gesagt täuschen Sie sich mit Bezug auf meine persönliche Zertifikatstauglichkeit seit dem letzten April. Weilten Sie da auch schon unter den Reinen?
        Was aber hat jetzt das eigentlich mit einer (zB meiner) Meinung zum Ge- oder Missbrauch dieser Zertifikate zu tun?
        Vielleicht gönnen Sie sich noch einen Gedanken zum Grad der Wirrsal verschiedener „Theorien“. Wenn es schon so aussieht, dass sich an dieser Stelle bald einmal Frau Klein und meine Wenigkeit einigst und natürlich rein metaphorisch in die Arme fallen, muss irgendetwas an Ihrer Reduktion auf „irrationale Phobie“ nicht stimmen.
        Eine Unklarheit gebe ich bei dieser Gelegenheit an @ Frau Klein zurück: Wie funktioniert eine „geordnete“ Durchseuchung?

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