Gutes Ergebnis trotz weniger Steuereinnahmen

2 min Lesezeit 11.05.2015, 08:47 Uhr

Die Gemeinde Cham kann sich erneut über einen positiven Jahresabschluss freuen − obwohl die Einnahmen aus der Einkommenssteuer geringer als erwartet ausfielen.

Die Gemeinde Cham blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. «Zum guten Rechnungsabschluss 2014 haben unter anderem erneut die Grundstückgewinnsteuern mit höheren Erträgen von knapp 1,1 Millionen Franken gegenüber dem Budget beigetragen», teilt die Gemeinde Cham am Montag mit.

Bei den Einkommenssteuern das Budget hingegen nicht erreicht, sodass die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen um knapp 0,8 Millionen tiefer ausgefallen sind. Bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen ergab sich jedoch eine gegenläufige Entwicklung: Insgesamt konnten hier Mehreinnahmen von 0,6 Millionen gegenüber dem Budget verbucht werden.

Tieferer Gesamtaufwand

Der Gesamtaufwand ist gegenüber dem Budget um knapp 2,9 Millionen tiefer ausgefallen. Ein grosser Teil davon ist auf die 1,4 Millionen tieferen Abschreibungen zurückzuführen. «Dies wegen der Gewinnverwendung des Rechnungsergebnisses 2013, die für zusätzliche Abschreibungen des Verwaltungsvermögens genutzt wurde», so die Gemeinde Cham in einerMitteilung. «Erfreulich ist wiederum die Tatsache, dass der am ehesten beeinflussbare Sachaufwand um 0,9 Millionen tiefer ausgefallen ist als veranschlagt.»

Die Nettoinvestitionen sind mit rund 11 Millionen um rund 1,9 Millionen höher ausgefallen als vorgesehen. Dies ist insbesondere auf den Landkauf für die Erweiterung des Villetteparks zurückzuführen, der erst im Jahr 2014 abgeschlossen werden konnte.

Selbstfinanzierungsgrad von 44 Prozent

Das Rechnungsergebnis und die höheren Investitionen ergeben einen Selbstfinanzierungsgrad von 53 Prozent. Der Selbstfinanzierungsgrad gibt Antwort auf die Frage, inwieweit die Investitionen aus selbst erarbeiteten Mitteln bezahlt werden können. Liegt dieser unter 100 Prozent führt dies zu einer Neuverschuldung respektive zu einer Reduktion der Liquidität. Aus den Budgetzahlen ging ein Selbstfinanzierungsgrad von 44 Prozent hervor.

Daraus ergibt sich auch eine Reduktion des Vermögens pro Kopf von 1’393 auf neu 1’092 Franken. Dies sei nach wie vor ein guter Wert, heisst es seitens der Gemeinde. «In Anbetracht der kommenden Investitionen, wie beispielsweise für die Sanierung der Schulanlagen Röhrliberg oder das Parkhaus Rigistrasse, muss jedoch damit gerechnet werden, dass das Vermögen weiterhin sinken wird.

Es sei das erklärte Ziel des Gemeinderats, dass innerhalb der laufenden Legislatur keine Nettoverschuldung entsteht, weshalb man die Entwicklung der Finanzlage weiterhin genau beobachten will.

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