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«Gundula»: Abbruch und Neubau der Villa geplant
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Trotz all den Brettern, Graffitis und Dornenbüschen sieht man dem Haus an der Obergrundstrasse 99 die schicke Vergangenheit an.   (Bild: jav)

Bodum mit neuen Plänen an der Obergrundstrasse «Gundula»: Abbruch und Neubau der Villa geplant

2 min Lesezeit 2 Kommentare 28.06.2018, 20:08 Uhr

An der Obergrundstrasse muss etwas passieren. Diese Aussage würden wohl die ehemaligen Besetzer der Villen an der Nummer 99 und 101, die Stadt Luzern sowie der Besitzer Jørgen Bodum unterschreiben. Und nun scheint es so weit zu sein – es gibt neue Pläne für die beiden Villen.

Vernagelte Fenster. Von den Brettern starren gesprayte Augenpaare auf die Strasse, Brombeeren wuchern hinter den Zäunen. Die beiden verbarrikadierten Villen an der Obergrundstrasse 99 und 101 geben ein trostloses Bild ab. Man rätselt, was der Besitzer Jørgen Bodum mit den Gebäuden vorhat.

Schon seit Monaten verlottert besonders die Villa an der Nummer 99, die ohne Dach dasteht. Seit der Besetzung im Jahr 2016 wurde das Gebäude der Witterung überlassen. Mittlerweile ist der Trubel um «Gundula», wie die Besetzer sie nannten, aus dem öffentlichen Blickfeld verschwunden. Nur selten taucht in den sozialen Medien noch eine Erinnerung an die Häuser auf. Und die Gerichtsverfahren wegen Hausfriedensbruch erinnern in der Presse an die Besetzung (zentralplus berichtete).

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Ein Treffen mit neuen Plänen

Doch hinter den Kulissen hat sich etwas getan. Diesen Donnerstag trafen sich Vertreter der Grundeigentümerschaft, ein neu beauftragter Architekt und Stadtarchitekt Jürg Rehsteiner, um die neuen Pläne des Besitzers zu besprechen.

Jürg Rehsteiner ist nach dem Treffen zuversichtlich gestimmt. «Zuversichtlicher als zuvor», sagt er konkretisierend. «Es war ein unbefriedigender Zustand – auch für die Stadt», sagt Rehsteiner und spricht damit auch die Sorgen des Quartiervereins an (zentralplus berichtete).

Die erste Projektskizze für die beiden Villen in der Schutzzone B, die er nun vorgelegt bekommen hat, sehe vielversprechend aus, so Rehsteiner. Bodum sei von den Plänen, seinen Firmensitz an die Obergrundstrasse zu verlegen, abgerückt. Nun sind stattdessen Wohnungen geplant.

Abbruch und Neubau

Für die Backsteinvilla an der Obergrundstrasse 101 seien dafür Pläne in Arbeit, die eine Sanierung und einen Abbruch und Neubau des modernen Anbaus vorsehen. Die Villa an der Nummer 99, besser bekannt als «Gundula», soll hingegen abgerissen werden. An dieser Stelle würde ein Neubau Platz finden. Insgesamt 14 Wohnungen sollen – nach ersten Projektskizzen – in den beiden Häusern entstehen.

Doch bis dahin muss die Planung noch in mehreren Schritten verfeinert werden. Erstmal müsse man die Pläne baurechtlich prüfen, so Rehsteiner. «Ein Neubau muss sich harmonisch in die Umgebung einfügen.» Ein monströser, moderner Block, wie ihn so einige Luzerner befürchtet hatten, wird es daher kaum gewesen sein, was der beauftragte Architekt der Stadt vorgestellt hat.

Mehr über die Pläne ist jedoch zurzeit noch nicht in Erfahrung zu bringen. Jørgen Bodum reagierte bisher nicht auf die Anfrage von zentralplus.

 

Mehr über die Geschichte hinter den Villen finden Sie in unserem Dossier zum Thema.

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2 Kommentare
  1. Tonino Bucherinsky, 03.10.2018, 07:04 Uhr

    Ein „fettes“ Dankeschön geht an Jana Avanzini und ZENTRAL+ ‼️

    Plötzlich Mutter, plötzlich unschuldig
    Die Journalistin Jana Avanzini wurde für kriminell erklärt, obwohl sie nur ihren Job machte. Nach ihrer Einsprache brachte sie einen Staatsanwalt unverhofft zum Nachdenken.
    Von Dominique Strebel, 03.10.2018
    https://www.republik.ch/2018/10/03/ploetzlich-mutter-ploetzlich-unschuldig

    1. Tonino Bucherinsky, 03.10.2018, 07:27 Uhr

      Mitten in der Stadt Luzern geschehen seltsame Dinge‼️
      „Sie hat ja nur ihren Job gemacht, war als Journalistin vor Ort, um herauszufinden, was genau dort passiert und wie es um die Bausubstanz tatsächlich steht. Was der Hauptstreitpunkt ist: Baufällig heisst abbruch­fähig, Ortsbildschutz hin oder her. Sie muss sich als Journalistin dazu eine eigene Meinung vor Ort bilden. Während der Einvernahme realisiert sie, dass sie jetzt «in dem Ding drin ist».“

      Übrigens: Glücklich, wer in Zürich beschuldigt wird? ? Bitte hier weiterlesen.
      https://www.republik.ch/2018/10/03/ploetzlich-mutter-ploetzlich-unschuldig