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Guido Graf wegen Flüchtlingspolitik: «Es ist fünf nach zwölf»
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Guido Graf (Bild: guidograf.ch )

Luzerner Regierungsrat verlangt Swiss Green Card Guido Graf wegen Flüchtlingspolitik: «Es ist fünf nach zwölf»

2 min Lesezeit 09.09.2018, 12:19 Uhr

Der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf sorgt sich um den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft. Er fordert eine ausgewogene Flüchtlings- und Migrationspolitik, die das Volk in den nächsten fünf Jahren absegnen soll. Zudem möchte Graf eine «Swiss Green Card» einführen.

Der Luzerner Regierungsrat und Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf sorgt sich um den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft. Es brauche in der Schweiz eine ausgewogene Flüchtlings- und Migrationspolitik, die innerhalb der nächsten fünf Jahren vom Volk abgesegnet werden soll.

Allein im Kanton Luzern lebten Ende Juli 3730 Asylsuchende und Flüchtlinge aus über 60 Nationen, die mehrheitlich in der Schweiz bleiben werden. «Das ist eine ­gewaltige Herausforderung für unsere Gesellschaft», sagt Guido Graf in einem Interview gegenüber der «Luzerner Zeitung».

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Massgebende Schlüsselpersonen würden seit Jahren nach der Devise «Es ist fünf vor zwölf» handeln, die Integrationspauschale von Bundesrätin Simonetta Sommaruga sei eine «zeitlich begrenzte Beruhigungspille». «Angesichts der instabilen Weltlage ist es schon ‹fünf nach zwölf›, so Graf. Es brauche einen Neuanfang, damit Sozialsysteme nicht zusammenbrechen.

Graf fordert Swiss Green Card

«Wer in der Schweiz um Asyl nachsucht, muss unsere Werte bedingungslos akzeptieren. Ist dies nicht der Fall, ist das Gesuch umgehend abzulehnen», fährt Graf fort.

Menschen, die aufgrund eines Krieges geflüchtet sind und in der Schweiz Zuflucht gefunden haben, sollten wieder zurückkehren, sobald ihre Sicherheit in ihrem Herkunftsland wieder garantiert sei, so Graf.

So schwebe Guido Graf auch die Einführung einer Swiss Green Card vor: «Interessierte arbeitswillige Menschen mit entsprechenden Qualifikationen sollen für eine klar definierte Zeit in der Schweiz arbeiten oder studieren dürfen, um die so erworbenen Kompetenzen anschliessend in ihren Herkunftsländern nutzbar zu machen», so Graf gegenüber der «LZ».

Auf Grundlagen des Bundes soll jeder Kanton ein Konzept erarbeiten, an dem sich Universitäten und international tätige Unternehmen beteiligen würden. Dadurch soll dem «Brain-Dran», also dem Abwandern qualifizierer Berufsleute aus Migrationsländern entgegengewirkt werden.

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