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Guido Graf verzichtet auf Freiflug

1 min Lesezeit 11.09.2015, 09:52 Uhr

Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf verzichtet auf den Besuch in Eritrea. Dies teilte er letzte Woche mit, wie die Jungen Grünen des Kantons Luzern in einer Medienmitteilung schreiben. Das gesammelte Geld aus dem Crowdfunding-Projekt kommt nun der Schweizer Flüchtlingshilfe zugute.

Die Stellungnahme von Guido Graf lasse keinen Zweifel daran, dass er die Rechtmässigkeit des Flüchtlingsstatus für Eritreer in Frage stelle, schreiben die Jungen Grünen. «Aus der Ferne und ohne Kenntnisse über die dramatische Situation vor Ort ist es einfach, Unwahrheiten zu verbreiten. Trotzdem scheut sich Regierungsrat Graf, sich vor Ort ein fundiertes Bild zu machen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Asylsuchenden und Flüchtlinge aus Eritrea», sagt Irina Studhalter, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Kanton Luzern.

Die Partei stellt nun das gesammelte Geld aus dem Crowfunding- Projekt der Schweizer Flüchtlingshilfe zur Verfügung. Bisher wurden 1692 Franken gesammelt, das sind rund 30 Prozent mehr als für ein Flugticket in die eritreische Hauptstadt Asmara benötigt.

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Die Jungen Grünen wollten mit dem Offerieren des Flugtickets, Guido Graf die Möglichkeit geben, sich selber ein Bild des ostafrikanischen Landes zu machen. Damit solle er die Gefahrenlage für die Bevölkerung besser einschätzen können (zentral+ berichtete). Graf verfasste kürzlich einen Brief an Bundesrätin Sommaruga und verlangte, dass künftig Menschen aus Eritrea nicht mehr als Flüchtlinge anerkannt werden sollen.

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