Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
Grüner will Gemeindepräsident werden
  • Politik
  • Politik
  • Stadt
Der Krienser Gemeinderat: Lothar Sidler (von links), Matthias Senn, Paul Winiker, Judith Luthiger, Cyrill Wiget und Gemeindeschreiber Guido Solari.

Kampf um Winikers Nachfolge Grüner will Gemeindepräsident werden

3 min Lesezeit 11.05.2015, 16:44 Uhr

Weil der Krienser Gemeindepräsident Paul Winiker ab Juli Regierungsrat ist, geht in Kriens das Gerangel um seine Nachfolge los. Als Erster wagt sich Gemeinderat Cyrill Wiget (53) aus der Deckung. Im Interview mit zentral+ erklärt er, warum Kriens für den ersten Grünen Gemeindepräsidenten bereit sein könnte.

Die Wahl des Krienser Gemeindepräsidenten und Finanzchef Paul Winiker (SVP) in die Regierung sorgt in Kriens für Hektik. Denn nun müssen dort Ersatzwahlen aufgegleist werden. Der Zeitplan: Bis am 6. Juli können Wahlvorschläge eingereicht werden, am 23. August findet der erste Wahlgang statt, ein allfälliger zweiter ist auf den 27. September terminiert. Während der Übergangsfrist, vom 1. Juli bis zum Amtsantritt von Winikers Nachfolger, sind zwei Gemeinderäte doppelt gefordert: Cyrill Wiget (Grüne), Vorsteher Umwelt, Sicherheit, Sport übernimmt interimistisch das Präsidialamt. Lothar Sidler (CVP), Vorsteher Sozialdirektion, übernimmt auch das Finanzdepartement (zentral+ berichtete). Die Krienser Gesamterneuerungswahlen finden im Mai 2016 statt.

zentral+: Cyrill Wiget, Paul Winikers Abgang wäre doch Ihre Chance aufs Gemeindepräsidium?
 
Cyrill Wiget: Da sich der Wechsel von Paul Winiker tatsächlich ein bisschen angekündigt hat, habe ich mir in den letzten Wochen Gedanken darüber gemacht und ein paar Diskussionen geführt.

Unterstütze Zentralplus

«Ich könnte ich mir gut vorstellen, das Gemeindepräsidium zu führen.»

Nun könnte ich mir gut vorstellen, das Gemeindepräsidium zu führen. Dieses Amt würde mich reizen. Ich könnte mir die dazu nötige Zeit freischaufeln.
 
zentral+: Was reizt Sie daran?

Wiget: Ich bin jetzt seit zehn Jahren Krienser Gemeinderat und bringe entsprechend einen grossen Rucksack an Erfahrungen mit. Es ist mir in dieser Zeit Einiges, aber natürlich nicht alles, gelungen. Das Gemeindepräsidium wäre für das Weiterkommen von Kriens und für mich persönlich eine spannende Herausforderung. Zudem werde ich dieses Amt ohnehin vier bis fünf Monate führen dürfen, nämlich bis der freie Sitz wieder besetzt ist. Dann wäre es auch im Sinne der Konstanz gut, wenn ich das Präsidium weiter führen würde. 

Wer steigt alles in den Ring?

Mit Paul Winikers Wahl zum Regierungsrat wird mit Spannung erwartet, wen die SVP als Nachfolger nominieren wird. Auch, ob andere Parteien mit eigenen Kandidaten der SVP den Sitz streitig machen ist offen – aber zentral+ weiss, wer nominiert werden könnte.


 
zentral+: Schweizweit geht der Trend bei Wahlen eher Richtung Rechts – ist Kriens bereit für seinen ersten Grünen Gemeindepräsidenten?
 
Wiget: Ich kann mir das schon vorstellen. Denn die Erfahrung zeigt, dass es bei solchen Wahlen mehr um die Person als um die Parteizugehörigkeit geht. Und mit meiner Erfahrung als Krienser Exekutivmitglied bin ich sicher für viele wählbar. Das haben auch die letzten Wahlen gezeigt (Anmerkung der Redaktion: Wiget erzielte bei den Wahlen 2012 das beste Resultat). Als Inhaber meines Velociped-Betriebes mit 25 Mitarbeitern habe ich zudem auch eine Ahnung von Führung und unternehmerischem Denken.

«Ich wäre auch ein Garant für Kontinuität.»

Ich wäre auch ein Garant für Kontinuität. Wir befinden uns ja mitten in der Sanierung der Gemeindefinanzen. Auch die Zentrumsplanung, die ich bereits als Einwohnerrat, also total seit fast 20 Jahren, begleite, verlangt nach jemandem, der die Geschichte kennt.
 
zentral+: Mit Winikers Abgang wird auch das wichtige Finanzdepartement frei. Wäre ein Wechsel für Sie eine Option?
 
Wiget: Falls ich zum Gemeindepräsidenten gewählt würde, möchte ich das Finanzdepartement nicht mitübernehmen. Ich bin der Meinung, dass diese beiden Ämter nicht von derselben Person ausgeübt werden sollten. Als Gemeindepräsident soll man vorwärts denken, innovativ sein. Ein guter Finanzchef hütet die Kasse und vertritt damit im Gremium eine andere Rolle. Für mein Verständnis ist es wichtig, dass jeder seine Rolle wahrnehmen kann.
 
zentral+: Und falls Sie nicht zum Gemeindepräsidenten gewählt würden?
 
Wiget: Dann könnte ich mir das Finanzdepartement durchaus vorstellen. Ich würde mir das zutrauen, Finanzen interessieren mich.

«Ich würde mir auch das Finanzdepartement zutrauen.»

zentral+: Sie sind zudem bei den Kantonalen Wahlen für die Grünen angetreten und lauern nun auf der Ersatzliste auf ein Nachrücken. Würden Sie nachrücken wollen, falls Sie Gemeindepräsident würden?
 
Wiget: Nein, dann würde ich das Kantonsratmandat ablehnen. Sonst würde die Belastung zu gross. Zudem möchte ich dann auch wirklich für die Krienserinnen und Krienser, sowie in einem kleinen Pensum für den Betrieb, da sein.

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare