Grüne Sursee lancieren Bodeninitiative
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Samuel Zbinden, der neue Präsident der Grünen Sursee. (Bild: Christian Roos)

Bevölkerung hat sich mehr als verdoppelt Grüne Sursee lancieren Bodeninitiative

2 min Lesezeit 26.02.2018, 09:31 Uhr

Mit dem Slogan «Üse Bode, Üsi Zuekonft» lancieren die Grünen Sursee heute eine Gemeindeinitiative. Ziel der Initiative: Die Stadt Sursee soll ihr Land nicht mehr verkaufen, sondern nur noch im Baurecht abgeben können.

Im Jahr 2018 wird die Stadt Sursee die historische Grenze von 10’000 Einwohnern knacken. Passend dazu lancieren die Grünen Sursee ihre Initiative «Üse Bode, üsi Zuekonft» die den Verkauf von städtischem Land verhindern soll. Der Zeitpunkt könnte kaum passender sein: Die Marke von 10’000 Einwohnern steht symbolisch für ein Sursee, welches aus allen Nähten zu platzen droht. In den vergangenen 65 Jahren hat sich die Bevölkerung der Stadt Sursee mehr als verdoppelt.

Die Gemeindefläche von 6.06 Quadratkilometern ist aber dieselbe geblieben. Mittlerweile ergibt das eine Bevölkerungsdichte von 1588 Einwohner pro Quadratkilometer – im Kanton liegt nur die Stadt Luzern höher.

Die Initiative «Üse Bode, Üsi Zuekonft» setzt nun genau bei diesem Problem der immer knapper werdenden Landreserven an: Neu soll die Stadt Sursee ihr Land nicht mehr verkaufen, sondern nur noch im Baurecht abgeben dürfen. Denn das Land, dass die Stadt Sursee noch hat, wird dringend benötigt, wie Samuel Zbinden, Präsident der Grünen Sursee, darlegt: «Aufgrund des grossen Bevölkerungswachstums wird auch mehr Raum für Schulen, Naherholungsgebiete oder Aufenthaltsplätze für Jugendliche benötigt. Land dafür kann nur von der öffentlichen Hand bereitgestellt werden. Deshalb braucht es unsere Initiative!»

Ein Blick auf die Grundstücke im Finanzvermögen der Stadt Sursee zeigt: Die öffentliche Hand besitzt diverse kostbare Grundstücke. Viele davon seien in Gefahr verkauft zu werden, so Zbinden, der im vergangenen Jahr als 18-Jähriger das Parteipräsidium übernahm (zentralplus berichtete). Zwar sind die meisten dieser Grundstücke zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in der Bauzone, und der Stadtrat beteuert, dass eine Umzonung nicht in Frage kommt.

«Was allerdings passiert, wenn ein Investor genügend dafür zahlen würde und Sursee in roten Zahlen steckt, kann niemand sagen», moniert Zbinden. «Mit der Initiative «Üse Bode, Üsi Zuekonft» wollen wir erreichen, dass alle Grundstücke der Stadt Sursee geschützt sind, unabhängig von Umzonungen und kurzfristiger Gewinnmaximierung.» Für das zu Stande kommen der Initiative müssen 300 Unterschriften gesammelt werden.

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