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Gründer des Luzerner «Down Town» verstorben
  • Regionales Leben
Der Gründer des Lokals «Down Town», Gérad Braid, ist vergangene Woche im Alter von 74 Jahren verstorben.   (Bild: zvg )

Gérad Braid stirbt im Alter von 74 Jahren Gründer des Luzerner «Down Town» verstorben

2 min Lesezeit 19.04.2019, 16:01 Uhr

Der Gründer des Kultlokals «Down Town» ist vergangene Woche im Alter von 74 Jahren verstorben. Nicht nur seiner Familie und Bekannten bleibt Gérad Braid in bester Erinnerung, auch für das Luzerner Nachtleben hat er viel geleistet.

Das «Down Town» an der Luzerner Eisengasse 11 ist Kult. Wohl jeder Nachtschwärmer hat schon einen Abend in dem legendären Lokal verbracht. Es ist verraucht, eng, heiss und meist dröhnt harter Rock aus den Boxen.

Gegründet wurde das Down Town vor über 40 Jahren, im Jahre 1975. Der Gründer des Down Town, Gérad Braid, ist vergangene Woche im Alter von 74 Jahren verstorben. Egal, ob als Nachbar, als Chef oder sonstigen Wegbegleiter, die Leute scheinen viele positive Erinnerungen mit Braid zu verbinden – dies zeigen die Reaktionen auf die Todesanzeige, die von Rolf Tschuppert, Besitzer der Luzerner «Tschuppi’s Wonderbar», auf Facebook gepostet wurde.

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«Ohne ihn wäre meine Jugend wohl nur halb so wild gewesen.»

Trauernder Facebook-Kommentierender

«Wir vermissen dich, Gérad, aber du würdest sagen ‹life goes on›», «Du hast uns in den 70ern im Down Town viele lustige Stunden beschert», «Ohne ihn wäre meine Jugend wohl nur halb so wild gewesen», so die Kommentierenden. Die Trauer ist gross, die Kommentare lassen aber auch auf eine aufregende Vergangenheit blicken.

Kultlokal prägt Luzern und Luzerner

Auch Rolf Tschuppert selbst blickt auf gute Zeiten zurück. Der 60-Jährige erinnert sich noch gut an die unzähligen Nächte in der Down-Town-Bar. «Als ich 18 Jahre alt war, engagierte mich Gérad als DJ in seinem Lokal. Daraus entstand eine langjährige Freundschaft», so Tschuppert. «Für über zwei Jahre durfte ich sogar in einer Wohnung oberhalb des Down Town wohnen.»

«Er war der grosse Monsieur, den die ganze Stadt kannte.»

Rolf Tschuppert, langjähriger Freund Braids

Warmherzig, offen, ein «Macher», so beschreibt Tschuppert den verstorbenen Braid: «Ich kenne niemanden, der ihn nicht gemocht hätte.» Mit seiner menschenliebenden Art hiess der aus Frankreich stammende Braid jeden willkommen, so Tschuppert: «Er war der grosse Monsieur, den die ganze Stadt kannte.»

Familie trauert um den Verlust

«Seit rund 20 Jahren suchte er Frieden und Ruhe in Vietnam», erläutert Braids Tochter Pascale Braid. Seit rund zehn Jahren betreibt sie das Down Town als Geschäftsleiterin (zentralplus berichtete). Nur ein bis zwei Mal pro Jahr sei ihr Vater seither in die Schweiz gekommen.

«Im Moment trauern wir in der Familie um den Verlust», so Braid. Auch sie behält ihren Vater als grosszügige und gütige Person in Erinnerung. «Er hat vielen Leuten in schwierigen Zeiten geholfen», fügt die Halbfranzösin hinzu. Nicht nur von der Familie wurde er geschätzt, auch für Luzern hat er einen Beitrag ans Nachtleben geleistet.

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